Konsole statt PC: Wegen der aktuellen Speicherkrise für viele Spieler ein guter Rat
Die horrenden und weiter steigenden Speicherpreise machen Gaming-PCs immer teurer - für viele Spieler ist daher eine Konsole aktuell eine gute Alternative.
Wegen der steigenden Preise für Arbeitsspeicher, SSDs und mittlerweile auch Grafikkarten werden Gaming-PCs immer teurer. Grund für die Preisanstiege ist die enorme Nachfrage nach Speicherchips durch Firmen und Datenzentren, die professionelle KI-Software nutzen oder KI-Dienste anbieten. Ich selbst hatte mir in weiser Voraussicht (oder auch einfach nur mit viel Glück) im Oktober noch 64GB DDR5-RAM mit einem Takt von 6400 MHz für meinen Spiele-PC gekauft und 195 Euro bezahlt.
Inzwischen wird das aus zwei 32GB-Riegeln bestehende RAM-Kit für über 800 Euro verkauft! Zwar benötigt man für einen Gaming-PC nicht zwingend 64GB RAM - aber auch wer nur 32GB einbauen möchte, zahlt deutlich mehr als noch im Frühherbst 2025, nämlich bei DDR5-RAM ab etwa 380 Euro statt nur 90 bis 110 Euro, wenn man im letzten September zugeschlagen hätte. Würde ich meinen Arbeitsspeicher verkaufen, dann könnte ich mir problemlos eine Xbox Series X plus noch einen Elite 2-Controller und einige Games davon kaufen - und der Griff zu einer Spielekonsole statt zu einem PC ist derzeit durchaus ein guter Rat, den man Spielern geben kann, sofern sie nicht absolut strikt beim PC als Plattform bleiben wollen.
Xbox und Playstation: Ab 340 Euro geht es los
Die meisten PC-Games gibt es auch für Spielekonsolen, bei denen ihr wiederum eine durchaus passable Grafik bekommt, die zwar nicht an die Ultra-Details von vielen PC-Versionen der Spiele herankommt - dafür ist die Hardware deutlich erschwinglicher. Ja, die Spiele für Konsolen sind meist teurer als für den PC - aber auch auf Konsolen gibt es immer wieder Angebote, und zum Beispiel mit dem Xbox Game Pass gibt es sicher für viele unter genügend aktuelle Top-Games sowie kleine Perlen, um eine ganze Weile beschäftigt zu sein. Die Preise für Konsolen sind aber der größte Pluspunkt im Vergleich zu PC-Hardware. Doch von welchem Preisgefüge spreche ich? Die Xbox Series X gibt es als digitale Version ohne Laufwerk ab 550 Euro, mit Laufwerk ab 600 Euro, in beiden Fällen mit 1000GB Speicherplatz. Die schwächere Xbox Series S (ohne Laufwerk) kostet mit 512GB-SSD ab 340 Euro und mit 1000GB Speicherplatz ab 390 Euro. Sonys Einsteigermodell Playstation 5 Slim (ohne Laufwerk) mit gut 800GB Speicherplatz kostet ab 410 Euro, mit Laufwerk sind es eher ab 480 Euro. Die Standard PS5 mit 1TB Speicherplatz kostet etwa 550 Euro. Die stärkste Sony Playstation 5, die Playstation 5 Pro, ist deutlich teurer als alle zuvor genannten Konsolen, und zwar wohl auch, da sie 2000GB SSD-Speicherplatz bietet: Ab 760 Euro bekommt ihr die Playstation 5 Pro.
Quelle: Microsoft
Xbox Series X
Gaming-PC: Locker doppelt so teuer wie eine gute Konsole
Wollt ihr euch allerdings einen Gaming-PC anschaffen, wird es noch viel teurer - und zwar selbst dann, wenn ihr noch nicht einmal Hardware kauft, die für 4K gedacht ist. Nehmen wir an, ihr nehmt eine recht günstige CPU wie den AMD Ryzen 5 7500X3D für etwa 220 Euro und nehmt nur die 8GB-Version der AMD Radeon RX 9060 XT, die mit 340 Euro etwa 100 Euro günstiger als die 16GB-Variante ist. Dies reicht für WQHD-Gaming aus, vor allem falls ihr noch KI-Upscaling als Support für die Grafikberechnung dazunehmt. Weitere Komponenten sind Mainboard (100 Euro), Netzteil (60 Euro) und Gehäuse (40 Euro) sowie 32GB DDR5-RAM, das selbst bei niedrigem Takt schlappe 380 Euro kostet. Eine 2TB-SSD kostet euch weitere 200 Euro. Das macht in der Summe über 1300 Euro ohne eine Windows-Lizenz. Von dem Geld könntet ihr euch gleich zwei Xbox Series X anschaffen, oder nur ein Exemplar plus noch einen ordentlichen Laptop, falls ihr zum Arbeiten ein klassisches Windows-Gerät benötigt. Um die Diskrepanz zu verdeutlichen: Selbst 32GB DDR5-RAM und eine 2TB-SDD kosten zusammen schon so viel, dass man sich davon eine Playstation 5 oder Xbox Series X kaufen könnte! Warum ich froh bin, schon länger auch eine Konsole zu haben, schildere ich auf der nächsten Seite.

Das Konsolen deutlich günstiger sind, ist der einzig richtige + Punkt, ansonsten sehe ich ausnahmslos den PC klar im Vorteil.
Den PC kann man, im Gegensatz zur Konsole gut individualisieren, was Hardware etc. betrifft, ich kann einzelne Teile relativ problemlos austauschen, z.B. was die GPU oder CPU betrifft, kann man mit der Konsole nicht.
Heißt mit dem PC kann ich "mit der Zeit" gehen, während die Konsole zwangsläufig auf der Strecke bleibt.
Aktuelle Games zeigen Konsolen auch immer wieder sehr schnell ihre Grenzen auf, während man beim PC schon mit relativ durchschnittlicher Hardware ausreichende 60+FPS hinbekommen kann, kann man bei den Konsolen immer wieder "froh" sein, wenn sie flüssige 30FPS hinbekommen, geht es dann mit irgendein Boost mal auf die 60FPS wird das mit Abstriche bei der Grafik erkauft.
Dazu finde ich die Auswahl an Games auf PC deutlich größer als auf Konsole, speziell Strategiespiele haben es auf Konsolen schwer.
Wenn ich so überlege wie viele Games in mir die letzten Jahre allein über Steam gekauft habe, wovon bestimmt 90% gar nicht auf Konsole erschienen sind und dann wie viele Games ich mir gekauft habe, als ich noch eine PS5 hatte, vielleicht 4 oder 5 Games, wovon die Hälfte mittlerweile auch für PC erschienen ist.
Ich habe mir jüngst einen neuen PC besorgt, mit aktueller Hardware, dafür habe ich zwar ein paar tausend Euro gezahlt, dafür aber die nächsten Jahre Ruhe, mit der Kiste werde ich noch voll zufrieden sein, während Xbox und PS veraltet sind und selbst wenn die neuen Generationen an Konsolen auf den Markt kommen, wird mein PC wahrscheinlich immer noch deutlich überlegen sein.
Heißt also, sofern man nicht ein Gelegenheitsgamer ist und es finanziell machbar ist, nimmt man doch lieber ein paar Euro in die Hand und besorgt sich einen richtigen Gaming PC, hat über Jahre Ruhe oder holt sich eine Konsole ,muss dafür aber spürbare Abstriche hinnehmen.
Jenson Huang (Nvidia CEO) sagte kürzlich es sei der größte Infrastrukturausbau der Menschheitsgeschichte. AI Agents verbreiten sich wie ein Lauffeuer und werden das Internet, die Arbeitswelt und unseren Alltag in einer Art und Weise beeinflussen, wie man es sich noch kaum vorstellen lässt.
Kurzum: Die Nachfrage steigt ins Unendliche, während das Angebot nicht ansatzweise mithalten kann--> Gut möglich, dass ein 2000 Euro Gaming PC in 12-18 Monaten 5000-8000 Euro kosten wird.
Mittlerweile kann davon ausgegangen werden, daß die meisten Gelder, welche derzeit für Großprojekte ausgegeben werden, dazu dienen das zerbrechende FIAT-Money System zu stützen (sprich den wilden Globalismus westlicher Prägung weiter am Laufen zu halten). Das ist ja ein gigantisches Betrugssystem, welches Hauptsächlich auf Show und die Gutgläubigkeit der ausgebeuteten Volltrottel fußt. Da hast gigantische Schulden/Zinsen zu bedienen, irre Spekulationsaktionen weiter am Laufen zu halten, mußt mit lustigen Scheinchen gegen reale Werte antreten. Wenn da die Schlägertruppe nicht mehr ausreicht, die Teilnehmer einzuschüchtern, mußt im großen Stil hinblechen.
Egal ob Bubble oder nicht, die 700 Mrd werden investiert, also wird es ein Supply-Crunch geben. Ich frag mich eher, woher die Energie dafür kommen soll. Aber das ist ein anderes Thema.
Bei OpenAI geb ich dir Recht, die haben mMn fertig. Die wird das gleiche Schicksal ereilen wie damals Netscape. Wir werden sehen
Im Prinzip ist es so: wenn es derzeit eine Software gibt, die ein konkretes Problem löst ist es definitiv teurer AI dafür zu verwenden.
natürlich wird ai, oder das was momentan dafür gehalten wird, nicht mehr verschwinden. da bin ich mir auch sehr sicher. aber nur weil auf irgendwas absurd viel geld geschmissen wird, heißt das nicht zwangsläufig, dass es auch das nächste große ding wird. studien sind bis dato arg widersprüchlich, was den ai-effekt (insbesondere für die arbeitswelt) angeht. dass uns diejenigen, die das geld investieren (wollen) - und zugleich den diskurs durch ihre medienmacht bestimmen - uns anderes glauben machen wollen, liegt ja auf der hand.
meta alleine hat im laufe der zeit auch 100+ mrd in vr gesteckt. das ergebnis ist ernüchternd. dann war blockchain der heiße scheiß. redet im mainstream komischerweise keiner mehr von (was mich sogar persönlich wundert tbh).
tl;dr: wir werden sehen.
Danach hat man dann zwei Nischen gefunden wo das ganz gut passt und an den anderen Stellen baut man das über Jahre dann wieder mühsam aus bzw. ärgert sich mit rum.