Grafikkarten sind zu teuer und kaum zu bekommen: Nvidia verliert die Gamer aus den Augen

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Kolumne Antonio Funes - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Grafikkarten sind zu teuer und kaum zu bekommen: Nvidia verliert die Gamer aus den Augen
Quelle: Nvidia

Lieferprobleme, hohe Preise, Produktionsfehler bei GPUs - Nvidia steht bei Grafikkarten nicht gut da. Verliert das Team Green die Gamer aus dem Blick?

Nun komme ich aber zum eigentlichen Punkt, nämlich zu den aktuellen Grafikkarten-Preisen der Nvidia-Grafikkarten. Denn erneut schauten bei der neuen RTX 5000-Serie mit der neuen Blackwell-Architektur interessierte Gamer reihenweise in die Röhre, zuletzt bei der GeForce RTX 5070 Anfang März.

Alle vier neuen GPU-Reihen waren sofort vergriffen, und das nicht nur an Tag 1, wie es bei AMDs neuen GPU Radeon RX 9070 und 9070 XT der Fall war, sondern auch in den Folgewochen.

Bei den zwei Topmodellen GeForce RTX 5080 und 5090 war und ist die Lage besonders krass, denn die beiden Serien waren lange nur für horrende Preise über Scalper zu erhalten, und sie sind auch aktuell nur noch weit über ihren Preisempfehlungen verfügbar.

Nvidia hat offenbar die Nachfrage bezüglich der neuen RTX 5000-Grafikkarten massiv unterschätzt und für zu wenig Produktionskapazitäten gesorgt, oder aber den Fokus mehr auf die Produkte verschoben, mit denen Nvidia sowie der als Tech-Superstar gefeierte Nvidia-CEO Jensen Huang seit Monaten in den öffentlichen Schlagzeilen ist, nämlich alles rund um KI.

Ein eher kleiner Faktor bei der Lieferbarkeit sind wohl die Produktionsfehler, bei denen nicht alle ROP (Raster Operations Pipelines) in manchen GPUs aktiv waren - die PC Games Hardware berichtete zum Beispiel im März über User, die solche Grafikkarten meldeten. Fehlende ROPs führen nicht zu einem Ausfall oder Grafikfehlern, sondern zu einer schwächeren Leistung.

MSi GeForce RTX 5070 Ti Vanguard SOC Quelle: MSI MSI GeForce RXT 5070 Ti Vanguard SOC Die Lage bei der Lieferbarkeit der RTX-5000-Serie verbessert sich zwar nun langsam, die Preise liegen aber nur bei der GeForce RTX 5070 mit Preisen ab 640 Euro nahe der UVP, die 649 Euro beträgt.

Schon die große Schwester, die RTX 5070 Ti, kostet mindestens 70 Euro mehr als die Preisempfehlung von Nvidia, die meisten Modelle sogar mindestens 100 Euro mehr. Die Nvidia GeForce RTX 5080 kostet derzeit mindestens 1300 Euro, die Preisempfehlung liegt bei 1169 Euro. Bei der GeForce RTX 5090 sind es 2999 Euro statt des Releasepreises von 2329 Euro.

AMD steht aktuell besser da: Die AMD Radeon RX 9070 gibt es derzeit zum gleichen Preis wie die zehn Prozent langsamere Nvidia GeForce RTX 5070, die RX 9070 XT und RTX 5070 Ti sind ähnlich stark, AMDs Grafikkarte gibt aber 140 Euro günstiger. Schon vor dem Release der RTX 5000er-Reihe war AMD lange Zeit in fast allen Leistungsklassen besser beim Preis-Leistungs-Verhältnis als Nvidia.

Lediglich die GeForce RTX 4060 sowie die RTX 4070 Super konnten teilweise mithalten. Da die RTX-4000er-GPU-Reihen oberhalb der GeForce RTX 4060 Ti aber mittlerweile ausgelaufen sind und nur noch Restposten zu Irrwitzpreisen zu haben sind, hat AMD derzeit auch unterhalb von 600 Euro leichtes Spiel.

Es gibt nur noch die RTX 4060 Ti, die beinahe so viel kostet wie die fast 40 Prozent schnellere AMD Radeon RX 7700 XT, sowie die RTX 4060, die etwas teurer als die ähnlich schnellen Intel Arc B570 und AMD Radeon RX 7600 ist.

All das zeigt in meinen Augen, dass Nvidia sich zu sehr auf den Lorbeeren ausruht, die Nvidia auf dem Gaming-Markt auch durch kluges Marketing geschaffen hatte und dadurch seit Jahren (trotz meist schwachem Preis-Leistungs-Verhältnis) bei den Marktanteilen vor AMD lag und liegt.

Hinzu kommt, dass möglicherweise der Aktienkurs-Höhenflug von Nvidia durch den KI-Hype dem Team Green ein wenig zu sehr den Kopf verdreht hat.

Denn es kommt mir trotz der immer wieder neuen Updates für Features wie DLSS oder Reflex so vor, als hätte Nvidia bei der Planung für das Jahr 2025 diejenigen, die den Konzern ein Stück weit mit groß gemacht haben, ein wenig vergessen: uns Spieler. AMD kann das sicher nur recht sein, aber langfristig ist es vor allem für die vielen Spieler, die Grafikkarten zwischen 200 und maximal 600 Euro suchen, wichtig, dass mindestens zwei Firmen als Konkurrenten im Grafikkartenmarkt voll engagiert mit im Boot sind.

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von McDrake Mitglied
        Zitat von Dereinedritte
        Zeig mir mal nen AC welches vor 10 jahren besser aussah oder nen anderen Spiel.

        Es gibt einige Ausnahme Titel wie Red Dead 2, weil sich die meisten Entwickler nicht leisten können so eine Open World zu machen aber alles andere sieht schlechter aus also heute.
        Dieses "Das sah schon vor xyz Jahren schon so aus" ist einfach Blödsinn...
        Der Schärfegrad war früher teilweise extrem besser.
        Ich spiele ab und zu alte Games, welche ohne dynamische Lichte & co auskommen und damit eher statisch wirken in der heutigen Zeit.
        Aber die Texturen sind gestochen scharf (mit Mods teilweise) und bleiben auch scharf.
        Natürlich sieht man dann die Übergänge bei den Texturen, wenn sie von "fern" auf "nah" wechseln.
        Trotzdem habe ich dann das Gefühl, dass ich bei neueren Titeln eine Brille brauche, wohingegen die alten Games für mich (!) hochauflösender wirken.

        Unreal sieht teilweise extrem realistisch aus (je nach Assets).
        Aber zu welchem Preis?

        Ein anderes Video (vom selben Typ)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Danach war mir einiges klar.
        Unreal ist per se schon eine coole Engine.
      • Von McDrake Mitglied
        Zitat von Dereinedritte
        Zeig mir mal nen AC welches vor 10 jahren besser aussah oder nen anderen Spiel.

        Es gibt einige Ausnahme Titel wie Red Dead 2, weil sich die meisten Entwickler nicht leisten können so eine Open World zu machen aber alles andere sieht schlechter aus also heute.
        Dieses "Das sah schon vor xyz Jahren schon so aus" ist einfach Blödsinn...
        Der Schärfegrad war früher teilweise extrem besser.
        Ich spiele ab und zu alte Games, welche ohne dynamische Lichte & co auskommen und damit eher statisch wirken in der heutigen Zeit.
        Aber die Texturen sind gestochen scharf (mit Mods teilweise) und bleiben auch scharf.
        Natürlich sieht man dann die Übergänge bei den Texturen, wenn sie von "fern" auf "nah" wechseln.
        Trotzdem habe ich dann das Gefühl, dass ich bei neueren Titeln eine Brille brauche, wohingegen die alten Games für mich (!) hochauflösender wirken.

        Unreal sieht teilweise extrem realistisch aus (je nach Assets).
        Aber zu welchem Preis?

        Ein anderes Video (vom selben Typ)
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        Danach war mir einiges klar.
        Unreal ist per se schon eine coole Engine.
      • Von SethWinterstein Mitglied
        Zitat von Dereinedritte
        Zeig mir mal nen AC welches vor 10 jahren besser aussah oder nen anderen Spiel.

        Es gibt einige Ausnahme Titel wie Red Dead 2, weil sich die meisten Entwickler nicht leisten können so eine Open World zu machen aber alles andere sieht schlechter aus also heute.
        Dieses "Das sah schon vor xyz Jahren schon so aus" ist einfach Blödsinn...
        Dem würde ich allerdings widersprechen:
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      • Von Spoutsnout Stille/r Leser/in
        Wenn Nvidia die UVP der 5070 Ti etwas senken würde, deren Preise zur Zeit nur ein bisschen über (bzw. je nachdem gleichauf mit) der RX 9070 XT (mit niedrigerer UVP) liegen, dann könnten sie AMD fast zur Verzweiflung bringen. Warum haben die keinen Bock darauf? Also mich könnten sie damit zur "bösen Seite" locken. Aber genau darum sind sie wohl böse, weil es ihnen egal ist.. >:|
      • Von Dereinedritte Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von s3dr1ck
        Das war doch abzusehen und ich habe es schon vor Monaten hier irgendwo kommentiert. Dieses ganze RTX und DLSS Gedöns sind doch Nebenprodukte der KI-Entwicklung und das große Geld machen die eben mit KI-Hardware. Da werden dann einfach mit jeder neuen Generation ein paar Detailverbesserungen an Gaming-Hardware vorgenommen und ansonsten setzt man vor allem auf KI-Unterstütze Funktionen. Die reine Rechenleistung ohne all den Schnickschnack stagniert langsam und die Spieler werden immer mehr über den Tisch gezogen. So richtige Fortschritte sieht man gar nicht mehr und viele neue Titel werden wegen der Raytracing-Features und irgendwelcher Framerate-Tricksereien gelobt, dabei verlieren die Spieler langsam aus den Augen, wie gut nativ gerenderte Grafik damals aussah. Man gewöhnt sich langsam an den Matsch, der einem präsentiert wird und merkt gar nicht, dass Spiele von vor 5 oder 10 Jahren teilweise wesentlich besser aussahen und um ein Vielfaches besser performen und dafür nur auf ein paar moderne Grafikeffekte verzichten, die aber das Gesamtbild überhaupt nicht großartig verbessern. Bestes Beispiel sind die Playstation Ports der letzten Jahre. Die haben aufgrund ihrer Konsolenherkunft auf die meisten tollen NVIDIA-Features verzichtet und sahen dann auf dem PC knackscharf aus und liefen wie Butter, so wie man sich PC-Spiele eigentlich immer wünschen würde. Man muss sich nur mal die Horizon-Reihe auf dem PC anschauen. Die bringen einem richtig Freue an der PC-Hardware und man kann sich teilweise gar nicht satt sehen an der gestochen scharfen Grafik. Dieses Gefühl habe ich bei aktuellen PC-Games überhaupt nicht mehr. Klar sehen manche Raytracing-Features echt nett aus, aber was bringt das, wenn der Rest der Grafik einen nicht vom Hocker haut und das Gesamtbild eher leidet.
        Zeig mir mal nen AC welches vor 10 jahren besser aussah oder nen anderen Spiel.

        Es gibt einige Ausnahme Titel wie Red Dead 2, weil sich die meisten Entwickler nicht leisten können so eine Open World zu machen aber alles andere sieht schlechter aus also heute.
        Dieses "Das sah schon vor xyz Jahren schon so aus" ist einfach Blödsinn...
      • Von s3dr1ck Gelegenheitsspieler/in
        Das war doch abzusehen und ich habe es schon vor Monaten hier irgendwo kommentiert. Dieses ganze RTX und DLSS Gedöns sind doch Nebenprodukte der KI-Entwicklung und das große Geld machen die eben mit KI-Hardware. Da werden dann einfach mit jeder neuen Generation ein paar Detailverbesserungen an Gaming-Hardware vorgenommen und ansonsten setzt man vor allem auf KI-Unterstütze Funktionen. Die reine Rechenleistung ohne all den Schnickschnack stagniert langsam und die Spieler werden immer mehr über den Tisch gezogen. So richtige Fortschritte sieht man gar nicht mehr und viele neue Titel werden wegen der Raytracing-Features und irgendwelcher Framerate-Tricksereien gelobt, dabei verlieren die Spieler langsam aus den Augen, wie gut nativ gerenderte Grafik damals aussah. Man gewöhnt sich langsam an den Matsch, der einem präsentiert wird und merkt gar nicht, dass Spiele von vor 5 oder 10 Jahren teilweise wesentlich besser aussahen und um ein Vielfaches besser performen und dafür nur auf ein paar moderne Grafikeffekte verzichten, die aber das Gesamtbild überhaupt nicht großartig verbessern. Bestes Beispiel sind die Playstation Ports der letzten Jahre. Die haben aufgrund ihrer Konsolenherkunft auf die meisten tollen NVIDIA-Features verzichtet und sahen dann auf dem PC knackscharf aus und liefen wie Butter, so wie man sich PC-Spiele eigentlich immer wünschen würde. Man muss sich nur mal die Horizon-Reihe auf dem PC anschauen. Die bringen einem richtig Freue an der PC-Hardware und man kann sich teilweise gar nicht satt sehen an der gestochen scharfen Grafik. Dieses Gefühl habe ich bei aktuellen PC-Games überhaupt nicht mehr. Klar sehen manche Raytracing-Features echt nett aus, aber was bringt das, wenn der Rest der Grafik einen nicht vom Hocker haut und das Gesamtbild eher leidet.
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