Halfway im Test mit Video: Taktik-Geheimtipp mit Sci-Fi-Szenario
Die Taktik-Indieperle aus Deutschland im Test: Wir verraten euch, warum Fans von UFO: Enemy Unknown und Jagged Alliance mit einem Faible für düstere Weltraumszenarien bei diesem Titel unbedingt zugreifen sollten.
Das Jahr 2450: Die Menschheit hat begonnen die äußersten Ecken der Galaxie zu erkunden und schickt Kolonisationsschiffe zu den entferntesten Planeten unseres Universums. Für eine kurze Zeit wirkt es fast so, als ob nichts und niemand diesen interstellaren Siegeszug aufhalten könnte. Doch eines Tages kehren die riesigen Weltraumkreuzer von ihren Missionen nicht mehr zurück. Zuerst geht man von technischen Fehlfunktionen aus, aber wie wir im Laufe der Geschichte von Halfway erfahren, steckt viel mehr dahinter – ähnlich wie in einer Mixtur aus Ridley Scotts Meisterwerk Alien und Stanley Kubricks grandiosen Weltraumepos 2001: A Space Odyssey.
Böses Erwachen
Staff Seargent Morten Lannis muss feststellen, dass sein Raumschiff von zombieähnlichen Kreaturen überfallen wurde.
Quelle: PC Games
Der Protagonist der etwa 16 Stunden langen Kampagne ist Staff Seargent Morten Lannis, der nach drei Monaten Cryo-Schlaf auf dem Kolonisationsschiff Goliath aufwacht und entsetzt feststellen muss, dass er zu den wenigen Überlebenden auf dem gigantischen Kreuzer gehört. Offensichtlich ist ein Teil der Mannschaft zu zombieähnlichen Kreaturen mutiert und hat fast alle Crewmitglieder regelrecht massakriert – ob es sich um eine Seuche, Aliens oder ein wissenschaftliches Projekt handelt, erfahren wir im Laufe der Story. Auch wenn das Taktikspiel mit seiner 16-bit-Grafik natürlich nicht optisch an die bildgewaltigen Kinofilme heranreicht, versprüht Halfway trotzdem dank eines melancholischen Soundtracks und seiner interessanten – jedoch sehr sparsam und nur auf Englisch inszenierten Geschichte - eine düstere Atmosphäre passend zum Überlebensszenario im Weltall.
Teamwork
Das Rollenspielsystem von Halfway ist sehr schlicht: Es gibt nur drei unterschiedliche Attribute.
In den Missionen liegt es an uns, herauszufinden, was auf dem Schiff vorgefallen ist. Dafür steuern wir unseren Protagonisten aus einer pixeligen 2D-Vogelperspektive in Echtzeit und wechseln sobald Feinde auftauchen in einen rundenbasierten Taktikmodus. Damit wir überhaupt eine Chance gegen die relativ wenigen Gegnerarten haben, befreien wir in den Missionen mehrere Crewmitglieder aus misslichen Lagen, die uns dann in den Gefechten zur Seite stehen. Den Helden wie auch das Team statten wir zudem mit erbeuteten Sturm-, Scharfschützen und Schrotgewehren sowie Energieschildern aus und verbessern so ihre Fähigkeiten in den Kämpfen. Übrigens: Obwohl die Entwickler Halfway als ein Rollenspiel bezeichnen, reichen lediglich drei durch Stimpacks verbesserbare Attributwerte (Lebensenergie, Agilität und Zielgenauigkeit) und die einfachen Spezifikationen der Waffen (Schaden, Präzision und Magazingröße) dafür unserer Meinung nach nicht wirklich aus. Auch das Erkunden der in Levels aufgeteilten Spielwelt und die Dialoge ohne Wahlmöglichkeiten nehmen nur einen kleinen Teil des Weltraumabenteuers ein, im Vordergrund stehen dagegen wie in Jagged Alliance oder Xcom die rundenbasierten Gefechte.
Halfway im Video-Test
Simple, aber herausfordernde Gefechte
Die späteren Missionen werden aufgrund der Vielzahl von Gegnern unheimlich schwer.
In den Kämpfen übernehmen wir die Kontrolle über bis zu vier Teammitglieder und können jedem Einzelnen zwei Anweisungen pro Runde geben. So kann der Protagonist zum Beispiel sich einige Felder bewegen, um Deckung zu finden und anschließend einen Schuss auf einen Gegner abfeuern. Ebenso könnte er aber auch beide Aktionspunkte ausgeben, um seine Trefferwahrscheinlichkeit zu erhöhen oder einen Punkt, um einen seiner Kameraden Munition zu geben und den zweiten, um sein eigenes Gewehr nachzuladen. Zudem haben alle Teammitglieder Spezialfähigkeiten mit einer bestimmten Abklingzeit wie etwa einen sicheren Schuss, der immer einen Gegner trifft oder die Möglichkeit sich selbst zu ohne Medikits zu heilen. Die relativ simpel wirkenden Gefechte werden in den späteren Missionen aufgrund der hohen Anzahl an Gegnern ziemlich herausfordernd und auch ebenso zeitraubend, sodass man sich sehnlichst eine Speicherfunktion wünscht – die jedoch innerhalb der Levels leider komplett fehlt. Ebenso ärgerlich ist es, dass man nicht wie anderen Strategiespielen einen Zug zurücknehmen kann. Wenn man sich zum Beispiel verklickt, kann deshalb ein Kampf leicht verloren gehen. Auch das Interface lässt an einigen Stellen zu wünschen übrig. So kann man zwar über ein Quickmenu eine Waffe nachladen oder ein Medipak benutzen, aber zum Beispiel die Schilde nicht reparieren – dafür muss umständlich der Inventarbildschirm aufgerufen werden.
Wenn schon Klugscheißen, dann muss man aber auch was gehaltvolles schreiben. Nicht nur dummes Zeug. Was soll man denn jetzt dazu schreiben? Was kostet es wohl mehr? Das wurde hier doch schon zur Genüge erläutert. Dann schreib es doch mal, wenn du es so genau weißt, anscheinend verfügst du da als Laie über großes Insider-Wissen
Ich sehe bei dir über 22.000 Beiträge...wenn die alle auf ähnliche Weise zustande gekommen sind, dann wird wieder einmal klar, was man davon halten kann wenn jeder alles kommentieren kann.
nochmal zum Mittanzen, was kostet wohl mehr, eine oder zwei Versionen zu machen?