Ubisoft-Hack: Angeblich wurde kaum Schaden angerichtet
Kurz nach Weihnachten wurde Ubisoft Opfer eines Hackerangriffs. Zunächst hieß es, dass dabei fast 1 TB an Daten erbeutet worden war. Jetzt meldet sich Tom Henderson, dessen Quellen anderes behaupten.
Am 28. Dezember machte im Internet ein Hackervorfall bei Ubisoft die Runde. Hacker hätten angeblich 900 GB Quellcode-Daten erbeutet und seien nun in der Lage, große Leaks zu veröffentlichen, die kommende Spiele des großen Publishers betreffen. Die Angreifer hätten dabei eine Schwachstelle in der Mongo-Datenbank genutzt, um auf die internen Ubisoft-Server zugreifen zu können.
Was wurde wirklich beim Ubisoft-Hack gestohlen?
Erste Berichte gingen davon aus, dass die Quellcodes für so ziemlich jedes Ubisoft-Spiel seit 1990 zu den erbeuteten Daten gehören, darunter auch kommende Projekte. Die Hacker hätten damit genug Material in den Händen, um massive Leaks kommender Spiele vorzubereiten. Kurz vor den Behauptungen wurden in Rainbow Six: Siege Skins freigeschaltet und Spieler-Accounts mit Spielwährung im Wert vieler Hundert Milliarden US-Dollar geflutet. Ubisoft selbst äußerte sich nicht zu den Vorfällen.
Jetzt hat sich der bekannte Branchen-Insider Tom Henderson zu dem Vorfall gemeldet und schreibt, dass seine Quellen ihm versichert hätten, der Vorfall würde "völlig übertreiben dargestellt" werden. Zumal bereits eine der Hackergruppen, der viele der gestohlenen Dateien zugeordnet wurden, mittlerweile richtiggestellt hat, dass diese Behauptung falsch sei. Quellen bei Ubisoft bestätigten zwar, dass es Schwachstellen geben würde, das Unternehmen sei sich dieser jedoch seit Anfang 2025 bewusst und dürfte bereits Gegenmaßnahmen ergriffen haben.
Henderson selbst habe nun mit Quellen gesprochen, die gute Beziehungen zu den genannten Hackergruppen pflegen würden, und diese hätten ihm versichert, dass einzelne Personen Schlagzeilen machen wollten, obwohl sie nichts mit dem angeblichen Hack zu tun hatten. Die Gruppe, die die Hacker-Behauptungen aufgestellt habe, konnte diese bisher nicht belegen.
Der Journalist habe Ubisoft um eine Stellungnahme gebeten, aufgrund der Feiertage im Unternehmen dürfte diese jedoch bis 2026 auf sich warten lassen. Fakt ist: In Rainbow Six: Siege ist etwas passiert. Was darüber hinaus gehackt wurde, bleibt unklar, bis Ubisoft die Karten auf den Tisch legt.
Quelle: Tom Henderson, via Insider Gaming
