Guild Wars 2: Path of Fire + Start der 4. Staffel der Lebendigen Welt im Test

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Test Karsten Scholz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Guild Wars 2: Path of Fire + Start der 4. Staffel der Lebendigen Welt im Test
Quelle: uffed

Die Veröffentlichung der zweiten Erweiterung Path of Fire, der Start der vierten Staffel der Lebendigen Welt - in Tyria ist zuletzt viel passiert, Grund genug für einen Kontrollbesuch! In unserem Test zu Guild Wars 2 bringen wir euch auf den aktuellen Stand.

Unser letzter Kontrollbesuch der Fantasywelt Tyria ist schon eine ganze Weile her, entsprechend viel hat sich in Guild Wars 2 (jetzt kaufen 99,99 € ) seitdem getan. Dank der im September letzten Jahres erschienenen Erweiterung Path of Fire dürfen wir etwa erstmals innerhalb des Guild-Wars-Universums auf dem Rücken von Reittieren Platz nehmen - ein großer Sprung, im wahrsten Sinne des Wortes. Und natürlich hatte das kostenpflichtige Addon noch einiges mehr im Gepäck, die Elite-Spezialisierungen für alle Klassen beispielsweise oder die fünf neuen Gebiete in Elona.

Ende November folgte dann der Startschuss für das neue Kapitel der Lebendigen Welt, das nicht nur die Hauptgeschichte von Path of Fire weitererzählt, sondern auch das Fraktal-Angebot um die Zwielichtoase und den Schlachtzug-Bereich um die Halle der Ketten erweitert. In unserem Test-Update verraten wir euch, wie gut uns die neuen Inhalte gefallen haben und ob sich derzeit ein Besuch von Tyria lohnt.

Guild Wars 2: Path of Fire - Nahtloser Übergang

Story-Details zu Path of Fire sowie der ersten Episode der vierten Staffel der Lebendigen Welt wollen wir euch in diesem Test nicht verraten, schließlich bauen die Ereignisse direkt auf dem auf, was wir in Heart of Thorns beziehungsweise der dritten Staffel erlebt haben. Sprich: Wer die HoT-Inhalte links liegen lässt und direkt zur PoF-Kampagne springt, was durchaus möglich ist, versteht zuweilen nur Bahnhof und wird nicht annähernd so viel Spaß mit der Handlung haben wie wir. Die ist nämlich hübsch inszeniert, besitzt einige überraschende Wendungen und kommt mit einem ordentlichen Bösewicht daher. Einzig das Erzähltempo könnte besser sein: In den Elon-Flusslanden bremsen uns die Entwickler für unseren Geschmack etwas zu sehr aus.
Guild Wars 2: Path of Fire - Die Handlung von Guild Wars 2: Path of Fire ist klasse inszeniert, oft spannend erzählt und besitzt einige überraschende Wendungen. Quelle: uffed Guild Wars 2: Path of Fire - Die Handlung von Guild Wars 2: Path of Fire ist klasse inszeniert, oft spannend erzählt und besitzt einige überraschende Wendungen. Dafür hetzen wir regelrecht durch das letzte Story-Drittel bis zum Endkampf. Das fulminante Finale macht das jedoch mehr als wett, hier brennt Arenanet ein Feuerwerk an knackigen Herausforderungen ab. Bringt nur etwas Zeit mit, das letzte Kapitel hält euch fast 'ne Stunde in Atem. Gut gefallen hat uns auch, dass wir nur knapp zwei Monate auf die Fortsetzung der Geschichte warten mussten. So langsam könnten die Verantwortlichen aber die zweite Episode von Staffel 4 ankündigen.

Guild Wars 2: Path of Fire - Wunderschönes Tyria

Mit Path of Fire sowie der Startepisode von Staffel 4 hat Arenanet die Welt von Guild Wars 2 um insgesamt sechs neue Zonen erweitert, und was überall sofort ins Auge fällt: Die Kristallwüste und Konsorten geben sich deutlich weiter und flacher, als es bei den Gebieten von Heart of Thorns der Fall war. Ihr findet euch also schneller zurecht als im dichten, vertikal angelegten Dschungel und seht oft bereits von Weitem, was vor euch liegt. Loben wollen wir die Entwickler, weil sie aus dem Wüsten-Setting optisch jede Menge herausholen und uns neben sandigen Dünen auch fruchtbare Oasen, schneebedeckte Gebirge, schwefelige Einöden und farbenfrohe Städte erkunden lassen.

Und das Beste: Die neuen Zonen sehen noch hübscher, noch detaillierter aus, als die eh schon grafisch tollen Areale von HoT und dem Hauptspiel. Falls ihr seinerzeit Guild Wars: Nightfall oder Prophecies gespielt habt, könnt ihr übrigens noch einen ordentlichen Nostalgiebonus auf die eh schon hohe Qualität der Welt draufschlagen. Egal ob es das Grab der Altehrwürdigen Könige, die großen Städte in Vaabi oder der Fels der Weissagung sind, Guild-Wars-Veteranen werden sich sofort heimisch fühlen. Guild Wars 2: Path of Fire - Dieser Knochenpalast ist nur einer von vielen beeindruckenden Schauplätzen, die wir in Path of Fire betreten durften. Quelle: buffed Guild Wars 2: Path of Fire - Dieser Knochenpalast ist nur einer von vielen beeindruckenden Schauplätzen, die wir in Path of Fire betreten durften.

Guild Wars 2: Path of Fire - Das Highlight: die Reittiere

Raptor, Rochen, Schakal und Springer - so heißen die vier Reittiere, mit denen Arenanet eine Revolution innerhalb des Guild-Wars-Universum einleitet. Bis zum Release von PoF war es in Tyria bisher nämlich nicht möglich, auf einem Mount von A nach B zu reisen. Doch sind die eben genannten Reittiere viel mehr als nur eine Reiseerleichterung, die sich mit Skins aus dem Ingame-Shop optisch weiter aufbrezeln lässt. Die Entwickler haben die Tiere eng mit dem Charakterfortschritt und den Herausforderungen der neuen Erweiterung verwoben. Ihr schaltet Raptor und Co. nur nach und nach frei und könnt über das Beherrschungssystem von Guild Wars 2 ihre Fortbewegung sowie die Kampffertigkeiten aufwerten.

Dazu kommt, dass alle Reittiere unterschiedliche Vorteile besitzen. Der Springer macht seinem Namen alle Ehre und erreicht mühelos auch besonders hohe Orte. Den Schweberochen holt ihr wiederum heraus, wenn ihr über tödlichen Treibsand oder Wasser reisen wollt. Der Schakal kann sich ein kurzes Stück teleportieren, der Raptor glänzt mit hohem Tempo und überquert mit einem weiten Satz nach vorne tiefe Schluchten oder zerstörte Brücken. Erst wenn ihr alle Tiere freigeschaltet und die wichtigsten Boni ausgelernt habt, erhaltet ihr Zugang zu wirklich jedem Fleck in den neuen Zonen von PoF. Und was wir bisher noch nicht erwähnt haben: Die Mounts haben einen starken Erstschlag auf Lager, lassen euch im weiteren Kampfverlauf dann aber alleine, und stehen euch natürlich auch in allen alten Gebieten von Tyria zur Verfügung. Guild Wars 2: Path of Fire - Die vier neuen Reittiere wie diesen Schakal dürfen wir erst dann nutzen, wenn ihr bestimmte Voraussetzungen erfüllt und den Kaufpreis bezahlt haben. Quelle: buffed Guild Wars 2: Path of Fire - Die vier neuen Reittiere wie diesen Schakal dürfen wir erst dann nutzen, wenn ihr bestimmte Voraussetzungen erfüllt und den Kaufpreis bezahlt haben.

Guild Wars 2: Path of Fire - Kopfgelder, Rennen, Events

Die Quests und Bosskämpfe der Kampagne fallen gewohnt abwechslungsreich aus - sogar noch etwas abwechslungsreicher, da die Entwickler die Stärken der Tiere in einige der Aufgaben mit eingebaut haben. Alle Story-Herausforderungen konnten wir dabei problemlos alleine meistern. Anders sieht es bei den neuen Kopfgeld-Missionen aus, für die ihr besonders starke Champions oder Legenden umhauen sollt. Ohne Unterstützung rammen euch diese ungespitzt in den Boden. Außerdem könnt ihr an Parcours-Rennen mit dem Greifen teilnehmen, die neuen Rüstungssets und Waffen farmen oder euch einen legendären Fokus bauen - gerade die Produktion von letztgenanntem Item wird euch einige Zeit beschäftigen.

Dazu kommen natürlich noch die verschiedenen Events und Herzchen-Quests sowie die zig Sehenswürdigkeiten, Heldenherausforderungen und Aussichtspunkte, die sich in jeder Zone entdecken lassen. Und das Fraktal Zwielichtoase sowie den Schlachtzug Halle der Ketten, die beide mit dem Start von Staffel 4 der Lebendigen Welt auf den Servern gelandet sind, haben wir noch gar nicht erwähnt. Ihr merkt es: Sowohl Viel- als auch Gelegenheitsspieler kommen in Tyria aktuell auf ihre Kosten. Zumal das Online-Rollenspiel weiterhin keine monatliche Abogebühr kostet und ihr daher jederzeit auch ohne schlechtes Gewissen ein paar Tage oder Wochen eine Pause einlegen könnt. Guild Wars 2: Path of Fire - Der fies grinsende Kaktus ist Teil einer Kopfgeldquest, leider haben wir vergessen, ausreichend Verstärkung mitzubringen ... URKS! Quelle: buffed Guild Wars 2: Path of Fire - Der fies grinsende Kaktus ist Teil einer Kopfgeldquest, leider haben wir vergessen, ausreichend Verstärkung mitzubringen ... URKS!

Guild Wars 2: Path of Fire - Elite-Spezialisierungen

Ein wichtiges Feature von Path of Fire haben wir bisher unerwähnt gelassen: die neuen Elite-Spezialisierungen. Jede Klasse erhält nun im Zuge der PoF-Kampagne einen neuen Karriereweg, unser Dieb kann sich etwa zum Scharfschützen ausbilden lassen und fortan mit einem Gewehr in den Kampf ziehen. Mesmer setzen als Illusionist wiederum auf die Tarnung und wirbelnde Äxte, und als Krieger dürft ihr auf Wunsch den Pfad des Bannbrechers einschlagen und eure Dolche rotieren lassen. Gut gefällt uns, dass fast alle Spezialisierungen eine Nische finden, in der sie glänzen können. Der bereits erwähnte Bannbrecher ist etwa stark in PvP-Duellen, Aufwiegler (Wächter) rocken dagegen in Gruppenherausforderungen im PvE. Schade finden wir nur, dass sich die beiden Elite-Spezialisierungen jeder Klasse nicht verknüpfen lassen. Unser Dieb kann entweder ein Draufgänger oder ein Scharfschütze sein, aber niemals beides. Wir haben jedoch so viel Spaß mit der Stab-Spielweise des Draufgängers, dass wir das Gewehr die meiste Zeit im Schrank lassen und als Zweitwaffe weitere einen Bogen nutzen. Guild Wars 2: Path of Fire - In den Bosskämpfen erwartet euch mal wieder ein ganzen Feuerwerk an Angriffen, denen ihr punktgenau ausweichen müsst. Quelle: buffed Guild Wars 2: Path of Fire - In den Bosskämpfen erwartet euch mal wieder ein ganzen Feuerwerk an Angriffen, denen ihr punktgenau ausweichen müsst.

Guild Wars 2: Path of Fire - Was ist mit dem PvP?

Allzu viel Neues dürft ihr im PvP-Bereich von Guild Wars 2 nicht erwarten. Seit dem 16. Januar läuft die 10. Liga-Saison im strukturierten PvP des MMORPGs, hier gab es in der jüngeren Vergangenheit vor allem Anpassungen beim Matchmaking-System. Für das Welten-PvP soll es dagegen erst in naher Zukunft eine umfassende Umstrukturierung geben. Das Ziel der Entwickler ist es, die Fraktionen im WvW ausgeglichener zu gestalten und so spannendere Schlachten und eine vielfältigere Erfahrung zu schaffen. Ob das gelingt, wird die Zeit zeigen. Für unseren Test ist derzeit nur relevant, dass das Welten-PvP solch eine Generalüberholung dringend vertragen kann, auf viel zu vielen Welten ist derzeit tote Hose angesagt.

Guild Wars 2: Path of Fire - Technik, die begeistert

Zu guter Letzt wollen wir noch auf den aktuellen technischen Stand von Guild Wars 2 eingehen. Dass die neuen Zonen wundervoll aussehen, haben wir bereits betont. Ein Lob verdienen aber auch die Animationen der Reittiere, denn diese könnten kaum realistischer ausfallen. So müsst ihr erst einen kurzen Moment der Trägheit überwinden, bevor ihr mit eurem Tier im Vollsprint durch die Pampa heizen könnt. Auch die Sprünge und Angriffe sehen famos aus.
Guild Wars 2: Path of Fire - Natürlich tauchen auch in den neuen Zonen überall Events auf, hier stürzen sich die Spieler auf eine wandelnde Piñata. Quelle: buffed Guild Wars 2: Path of Fire - Natürlich tauchen auch in den neuen Zonen überall Events auf, hier stürzen sich die Spieler auf eine wandelnde Piñata. Gut gefallen hat uns auch die Qualität der Sprecher, die den Figuren in Path of Fire Leben einhauchen, sowie die Sequenzen, mit denen Arenanet wichtige Ereignisse teils bombastisch in Szene setzt. Unterm Strich gehört für uns Guild Wars 2 damit auch fast fünfeinhalb Jahre nach Release zu den hübschesten Online-Rollenspielen auf dem Markt. Und da auch der Release von Path of Fire - von kleineren Wehwehchen wie langen Ladebildschirmen oder kleineren Bugs abgesehen - geschmeidig lief, haben wir, was die Technik angeht, eigentlich nichts zu meckern.


Guild Wars 2: Path of Fire - Das geheime Mount

Viele Guild-Wars-2-Fans schauten kurz nach dem Release von Path of Fire nicht schlecht, als die ersten Spieler mit einem fliegenden Greifen die Gegend unsicher machten. Tatsächlich haben die Entwickler das besondere Mount als kleines Geheimnis ins Spiel eingebaut und mit einer längeren, sehr unterhaltsamen Schnitzeljagd verknüpft, die euch einige Stunden beschäftigen wird. Richtig fliegen kann der Greifen zwar nicht, doch könnt ihr mit ihm eine längere Zeit durch die Luft gleiten. Außerdem besitzt er einen Turbomodus, wenn ihr das Tier nach einem Sturzflug im richtigen Moment nach oben zieht. Für den versteckten, sehr schicken Greifen samt zugehöriger Questreihe gibt es von uns ein Daumen hoch! Guild Wars 2: Path of Fire - Diesen schicken Greifen erhaltet ihr erst dann als Reittier, wenn ihr eine geheime Questreihe meistert. Quelle: buffed Guild Wars 2: Path of Fire - Diesen schicken Greifen erhaltet ihr erst dann als Reittier, wenn ihr eine geheime Questreihe meistert.


Guild Wars 2: Path of Fire - Mix aus Free- und Buy2Play

Die guten Nachrichten zuerst: Das Hauptspiel von Guild Wars 2 steht ohne nervige Restriktionen kostenlos zum Download bereit, auch ein monatliches Abo sucht ihr in Tyria vergebens. Geld müsst ihr jedoch investieren, wenn ihr euch die beiden Erweiterungen zulegen wollt, die in der Standardversion jeweils knapp 30 Euro kosten. Das Besondere: Ihr müsst Heart of Thorns nicht besitzen, um die Inhalte von Path of Fire spielen zu können! In dem Fall müsst ihr nur damit leben, dass euch Features aus HoT wie die Gleiten-Beherrschung nicht in PoF zur Verfügung stehen. Wichtig ist zudem, dass ihr die neuen Episoden der vierten Staffel der Lebendigen Welt nur dann kostenlos genießen dürft, wenn ihr Path of Fire besitzt und euch einmal einloggt, während eine Episode aktuell ist. Alte Episoden der Lebendigen Welt lassen sich nachträglich über den Ingame-Shop freischalten.


Meinung

Wertung zu Guild Wars 2 (PC)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
Abwechslungsreich designte ZonenDie neuen Reittiere!Elite-Spezialisierungen für alle KlassenUnterhaltsame StoryNeuer Raid, neues FraktalGeheime Questreihe für Greifen-MountNostalgie-Fest für GW-1-Spieler
Das "Endgame" von GW2 muss man weiterhin mögenDie Zahl an Währungen und Items wird immer unübersichtlicherDie große WvW-Überarbeitung kommt erst noch
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