Gene Troopers
Es ist böse, Schindluder mit Erbinformationen zu treiben. Sie sorgen dafür, dass die Gauner ihr Tun bitter bereuen.
Mittels Spezialhandschuh hieven Sie mühelos Gegenstände und sogar Gegner durch die Gegend.
Die so genannten Gene Troopers entführen Lebensformen, sammeln deren Erbinformationen und treiben Schindluder damit. Daraus basteln die Bösewichte treudoofe Supersoldaten und diese sammeln noch mehr Erbinformationen und entführen noch mehr Lebensformen. Dass die Gene Troopers Ihre Tochter verschleppten, geht dann aber doch zu weit.
In typischer Ego-Shooter-Manier ballern Sie sich also durch das Zukunfts-Setting, um den galaktischen Erbgutschändern das Handwerk zu legen. Dabei kommen Ihnen Ihre genmanipulierten Fähigkeiten zugute, die Sie rollenspielähnlich nach und nach freischalten und verbessern. So besitzen Sie etwa einen Handschuh, der wie die Gravity Gun aus Half-Life 2 funktioniert.
Auch Nachtsichtfähigkeiten und eine Zeitlupenfunktion erleichtern das Vorankommen. Getötete Gegner hinterlassen DNA-Kugeln, die es einzusammeln gilt. Hat man genügend zusammengerafft, investiert man die Punkte in neue Fähigkeiten oder verbessert bereits erworbene Specials. Dadurch kommt reichlich Abwechslung in den sonst drögen Shooter-Alltag.
Sogar Rätsel, die das Physiksystem nutzen, bauten die Entwickler ein. Beispiel: Sie müssen eine Tür erreichen, dürfen den elektrifizierten Boden aber nicht berühren. Also lassen Sie per Superhandschuh ein paar Kisten schweben und nutzen diese als Stepping Stones.
Nicht schlecht, aber es gibt auch Mängel. 1. Ihre Gegner kommen ausschließlich aus der Kanonenfutter-Republik. 2. Die bonbonfarbene Grafik ist ziemlich detailarm, was durch schicke Effekte zumindest teilweise kaschiert wird. 3. Das Leveldesign lässt zu wünschen übrig, wirkt nach dem Baukastenprinzip zusammengewürfelt. Der Mehrspielerteil ist zudem nicht mehr als eine nette Beigabe.
Zwar gibt es verschiedene Modi wie Deathmatch, Capture the Flag und so weiter, doch mit maximal acht Spielern ist das ja auch nicht so prickelnd. Wer aber Lust auf ein etwas anderes Ego-Shooter-Erlebnis abseits jedweder Kriegsszenarien sucht, sollte sich Gene Troopers ruhig etwas näher ansehen. Bei einem Verkaufspreis von gerade mal 20 Euro kann man hier nicht allzu viel falsch machen.
