Gehäuse für Gaming-PCs: Design, Aufpreise für Features
In unserem Artikel gibt es viele Tipps zur Auswahl eines PC-Gehäuses für euren Gaming-PC sowie eine große Marktübersicht mit 60 Gehäuse-Modellen.
Designs - große Auswahl
Neben der Bauform gibt es auch beim Design verschiedene Optionen. Extrem abgefahrene und aggressive Designs sind allerdings nicht mehr so oft vertreten. Die meisten Gehäuse bieten ein einfaches, quaderförmiges Design mit einer flachen Front oder nur wenigen Applikationen an der Front. Relativ viele Modelle haben vorn auch ein Mesh-Gitter, das für eine gute Belüftung sorgen soll. Zudem gibt es sehr viele Gehäuse mit einem Seitenfenster, falls ihr eure Hardware präsentieren oder auch einfach nur gelegentlich anschauen möchtet. Dabei sind inzwischen robuste Seitenfenster aus echtem, gehärtetem Glas häufiger vertreten als das für Kratzer anfällige Acrylglas.
Bei den Farben dominiert Schwarz den Markt, aber es gibt einige Gehäuse zusätzlich zu einer schwarzen Version auch in Weiß. Dabei kommt es allerdings vor, dass nur die äußeren Flächenteile des Gehäuses Weiß sind, innen aber trotz vorhandenem Sichtfenster weiterhin Schwarz vorherrscht. Ebenso kann es Streben und Designkniffe in Schwarz an der Außenseite geben. Andere Farben sind eher selten - der PC Games-Preisvergleich listet etwa 2000 PC-Gehäuse, davon fast 1600 in Schwarz oder Anthrazit, über 300 in Weiß und gut 100 in Silber.
In Rot findet ihr 12 Modelle, unter 10 wiederum in Rosa, Blau, Grün und Türkis. Jeweils nur ein Gehäuse auf dem Markt gibt es in Braun, Gelb, Orange und Violett.
Falls ihr Wert auf das Design legt, liegt es natürlich an euch, welches Gehäuse ihr auswählt. Besonders auffällige Designs können allerdings dafür sorgen, dass ihr im Vergleich zu anderen, ähnlich teuren Gehäusen mit einem Standarddesign Abstriche bei anderen Features machen müsst. Was für Features das sind, besprechen wir im nächsten Abschnitt.
Mehr oder bessere Features für Aufpreise
Prinzipiell bekommt ihr schon ab etwa 30 bis 35 Euro Gehäuse, die für Gaming-Hardware geeignet sind und lange Grafikkarten, wir reden hier von 30 bis 34 Zentimetern, beheimaten können sowie für relativ hohe CPU-Kühler mit Maßen von 15 bis 16 Zentimetern geeignet sind.
Quelle: Rajintek
Außergewöhnlich: das Raijintek Nyx Pro für 350 Euro
Diese günstigen Gehäuse sind auch gut genug, damit die Luft im Inneren ausreichend zirkulieren kann, wobei oftmals sogar schon ein Lüfter im Lieferumfang mit dabei ist. Dieser sitzt dann hinten, eher oben und sorgt für einen Luftstrom und Druckunterschied, durch den vorne im Gehäuse kühle Luft angesaugt wird.
Je teurer ein Gehäuse ist, desto besser ist aber potenziell das Gesamtpaket. Zum Beispiel kann ein Gehäuse A im Vergleich zu einem Gehäuse B quasi identisch sein, aber beim Modell B sind zwei Lüfter mit dabei, sodass es 10 Euro mehr kostet. Auch ein durchdachteres Innendesign mit vielen Durchlässen für Kabel und geschickt angeordneten Laufwerk-Vorrichtungen kann den Preis erhöhen.
Das Material kann auch eine Rolle spielen: Dünnes Metall ist günstiger, aber der PC kann später lauter sein als bei einem Gehäuse mit soliden Wänden und Streben aus stabilem Material.
Bei der Belüftung können kleine Kniffe dafür sorgen, dass die Luft besser zirkuliert - zum Beispiel kann der Hersteller dafür sorgen, dass im vorderen Bereich möglichst wenig Material im Weg ist, sodass sich die Luft frei und ohne Verwirbelungen nach hinten bewegen kann.
Hierzu verlegen einige Hersteller die Laufwerkhalterungen beispielsweise in eine abgeschottete Kammer, die das untere Viertel des Gehäuses einnimmt und auch das Netzteil beheimatet.
Für Fans von LED-Beleuchtungen sind auch vorinstallierte RGB-LEDs oder Lüfter mit RGB-LEDs interessant. Einige Modelle bieten auch eine RGB-Steuerung, die mit nachträglich eingebautem Zubehör kompatibel sein kann.
Auch Lüftersteuerungen können interessant sein, falls ihr die Lüfter nicht über das Mainboard ansteuern wollt. Ebenso sind gut zugängliche und zahlreich vorhandene Einbaumöglichkeiten für Lüfter oder Radiatoren ein Vorteil, der den Preis erhöhen kann. Vor allem Radiatoren können ein Problem sein - warum, erklären wir als Nächstes.

30 euro Tower, 5er pack Gehäuselüfter von Arctic dazu und man hat für zusammen 50 euro ein gut durchlüftetes Gehäuse das leiser ist als jeder CPU lüfter.
Klar, leuchtet nicht so hübsch... und? Ich hab genau das... nen 30 euro gehäuse von azza (überraschend gute qualität und durchdacht) + die arctic lüfter, verbaut ist ne 4080 RTX von Gigabyte, nen I5 13600k und was halt sonst so anfällt. Kein Bauteil erreicht die 55°, vollausgelastete GPU erreicht nur mit großer anstrengung mal die 50° die CPU nur kurze peaks auf über 60° mit nem be quiet slim tower dran. Wichtig ist ne gute luftzirkulation im Gehäuse... von unten kalte Luft rein, oben warme raus, und es reicht die Lüfter auf 50% oder weniger drehen zu lassen, was sie praktisch unhörbar macht... insbesondere wenn der PC unter dem Tisch steht.
Wozu brauchts da das ganze bling bling und Wasserkühlung hier und dort?
Aber gut, ist wohl die gleiche Sache wie mit dem Auto aufmotzen... hauptsache dicker Auspuff und neonleuchten verbauen, das ist wichtig. *schulterzuck*