PCs zusammenstellen für Anno 2205, Star Wars Battlefront und Co
Mit Gaming-PC in den Spieleherbst: In den kommenden Monaten stehen einige interessante Spiele an, von Anno bis Battlefront. Das ruft auch PC-Bastler auf den Plan, die ihre Systeme fit machen wollen. Wir haben Empfehlungen für PC-Zusammenstellungen ab 550 Euro für euch vorbereitet, mit denen ihr hardwareseitig für aktuelle und kommende Spiele gut gewappnet seid.
Wir haben für euch nun mehrere Beispiel-Konfigurationen für Spiele-PCs ab 550 Euro zusammengestellt. Wichtig für die Leistung ist jeweils die CPU und Grafikkarte-Serie, die wir für den PC vorsehen. Die restlichen Bauteile sind wiederum reine Vorschläge, die wir für sinnvoll und für das jeweilige PC-Budget passend halten.
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Natürlich könnt ihr selber ein anderes Mainboardmodell (lediglich der Sockel muss zur CPU passen) oder eine andere Menge des Arbeitsspeichers oder des Festplattenplatzes wählen. Beim Gehäuse steht euch auch die Wahl offen - solange der Formfaktor passt. Bezüglich des Netzteils können bei Bedarf auch 10 bis 20 Euro eingespart werden, wenn euch die Effizienz und Qualität nicht ganz so wichtig sind, oder umgekehrt: wenn beides für euch besonders relevant ist, könnt ihr auch ein teureres Netzteil wählen. Ebenfalls lassen sich natürlich auch Teile eines teureren PCs mit denen eines günstigeren vermischen - zu einigen PCs geben wir jeweils unter der Tabelle Hinweise auf solche möglichen Alternativen. Auch die Grafikkarten, die wir in den Tabellen nennen, sind nicht die einzige Wahloption: ob ihr am Ende beispielsweise in unserem Vorschlag für einen Einsteiger-PC eine AMD R9 270X von Asus oder doch von einem anderen Hersteller nehmt, spielt keine Rolle. Leistungsunterschiede sind keine vorhanden, sofern die Grundserie der Grafikkarte, also hier eine AMD R9 270X, identisch bleibt. Taktunterschiede durch übertaktete Modellvarianten bieten dabei aber natürlich einen Vorteil, auch wenn dieser nur klein ist.
Einsteiger PCs für 550 Euro
Für 550 Euro haben wie je einen PC auf Intel- und AMD-Basis für euch parat. AMD wird bei den weiteren PCs keine Rolle mehr spielen, was wir auch in unserem Special von letzter Woche zum Thema CPUs besprochen haben: AMD bietet leider keine wirklich starken Spiele-CPUs mehr.
Quelle: Asus
Asus R9 270X
Bei unseren beiden PC ist allerdings der AMD FX-8320E dem Intel Core i3-4170 im Durchschnitt sogar überlegen - dafür kostet er etwas mehr, und ihr verzichtet mit dem Sockel AM3+ auch auf die Unterstützung von PCIe3.0 für Grafikkarten, was aber bislang noch kein relevanter Unterschied ist. Trotzdem hat die Intel-Variante den Vorteil, dass sie die modernere Plattform bietet. Hier lohnt sich im Gegensatz zu AMD auch noch ein CPU-Upgrade, das ihr vielleicht in ein bis zwei Jahren durchführen wollt. Die Vor- und Nachteile von AMD und Intel gleichen sich bei unseren PCs also aus. Der AMD FX-8230E reicht zudem noch selbst dann aus, wenn ihr eine deutlich stärkere Grafikkarte einbauen wollt als die von uns vorgeschlagenen Grafikkarten - es handelt sich dabei um die gleich starken AMD R9 270X und Nvidia GTX 950, wobei die Nvidia-Karte durch ihren moderaten Strombedarf sogar die bessere Wahl ist. Ob ihr zur AMD oder Intel-CPU am Ende die Karte von AMD oder die von Nvidia wählt, spielt leistungstechnisch aber keine Rolle. Thema Arbeitsspeicher: hier nennen wir keine spezielle Modellserie - achtet nur darauf, dass es DDR3-1600-RAM vorgesehen zum Betrieb bei 1,5 Volt ist. Wenn ihr wisst, dass ihr in absehbarer Zeit nachrüstet, wäre nur ein Riegel mit acht Gigabyte passend. Ansonsten nehmt zwei Riegel mit je vier Gigabyte Kapazität.
| Komponente | Einsteiger-PC Intel | Preis ab | Einsteiger-PC AMD | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| Prozessor | Intel Core i3 Sockel 1150, z.B. i3-4170 | 115 Euro | AMD FX-8320E | 125 Euro | |
| Mainboard | ASRock B85M Pro4 | 65 Euro | Gigabyte GA-970A-DS3P | 70 Euro | |
| Arbeitsspeicher | 2x4 GB oder 1x8 GB DDR3-1600, 1,5V | 45 Euro | 2x4 GB oder 1x8 GB DDR3-1600, 1,5V | 45 Euro | |
| Grafikkarte | Gigabyte GTX 950 OC | 160 Euro | Asus R9 270X R9270X-DC2-2GD5 | 150 Euro | |
| Gehäuse | AeroCool Strike-X One Advance | 35 Euro | LEPA LPC306B-B | 35 Euro | |
| Netzteil | be quiet! System Power 7 450W | 55 Euro | Corsair VS550 550W | 50 Euro | |
| Festplatte | 1000GB, 7200 U/Min, 3,5 Zoll | 50 Euro | 1000GB, 7200 U/Min, 3,5 Zoll | 50 Euro | |
| SSD | keine | keine | |||
| DVD-Laufwerk | Je nach Verfügbarkeit im Shop | 15 Euro | Je nach Verfügbarkeit im Shop | 15 Euro | |
| CPU-Kühler | mitgelieferter Box-Kühler der CPU | mitgelieferter Kühler der CPU |
Alternativen: vor allem mit der AMD-CPU arbeiten auch deutlich stärkere Grafikkarten noch gut zusammen. Für relativ wenig Aufpreis (30 bis 50 Euro) könnt ihr eine der beiden Grafikkarten wählen, die wir bei unseren nächsten beiden PCs vorschlagen. Sparmaßnahme: wem die 550 Euro bereits zu viel sind, der kann vorerst mit einer Nvidia GTX 750 Ti zufrieden geben - man verliert zwar etwa 50% Leistung, aber trotzdem reicht die Leistung aus, damit moderne Spiele zumindest auf niedrigeren Details spielbar sind, und ihr spart etwa 40 Euro ein.
Quelle: Asus
Asus Z170-K
Auch der Griff zur 400-Watt-Version des Be Quiet! System Power 7 spart euch 10 bis 15 Euro ein, allerdings kann sich dies bei einer späteren Aufrüstung rächen, falls dann mehr Leistung nötig wird.
Mittelklasse PCs für 750 bis 900 Euro
Für die Mittelklasse bieten sich eindeutig die Core i5-CPUs für den Sockel 1150 an, doch auch der neue Sockel 1151 kommt ins Spiel. Von den nächsten beiden PCs kostet der eine 900 Euro und passt speziell zu Usern, die den PC gerne auch übertakten möchten. Hier entscheiden wir uns für den neuen Sockel 1151. Der andere PC verzichtet auf eine Übertaktungsoption, ist dafür gute 160 Euro günstiger, auch da der bewährte, aber derzeit noch nicht merklich langsamere Sockel 1150 zum Einsatz kommt. Den Mehrpreis des Übertakter-PCs macht neben dem CPU-Preis (75 Euro mehr) auch das teurere Mainboard, DDR4-RAM mit einem Takt von 2666 Megahertz und der Übertakter-Kühler aus. Der Aufpreis für die Übertakter-Variante ist eher eine Investition in die Zukunft. Beide PCs statten wir mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher aus, und als Grafikkarten schlagen wir eine Nvidia GTX 960 oder AMD R9 280X vor. Letztere bietet mehr Leistung als Nvidias Grafikkarte, dafür verlangt die GTX 960 aber um einiges weniger Strom.
| Komponente | Mittelklasse-PC 735 Euro | Preis ab | Mittelklasse-OC-PC 900 Euro | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| Prozessor | Intel Core i5-4460 | 170 Euro | Intel Core i5-6600k | 245 Euro | |
| Mainboard | MSI H97 PC-Mate | 80 Euro | Asus Z170-K | 120 Euro | |
| Arbeitsspeicher | 16GB Crucial Ballistix Sport DDR3-1600 | 80 Euro | 16GB Kingston HyperX Fury DDR4-2666 | 110 Euro | |
| Grafikkarte | Gainward GTX 960 Phantom 4GB | 210 Euro | Sapphire Vapor-X R9 280X Tri-X | 200 Euro | |
| Gehäuse | Antec GX505 | 55 Euro | Corsair Carbide Series 200R | 55 Euro | |
| Netzteil | FSP Fortron/Source Raider 550W | 55 Euro | Cooler Master G550M 550W | 65 Euro | |
| Festplatte | 1000GB, 7200 U/Min, 3,5 Zoll | 50 Euro | 1000GB, 7200 U/Min, 3,5 Zoll | 50 Euro | |
| SSD | keine | keine | |||
| DVD-Laufwerk | Je nach Verfügbarkeit im Shop | 15 Euro | Je nach Verfügbarkeit im Shop | 15 Euro | |
| CPU-Kühler | EKL Alpenföhn Sella | 20 Euro | Thermalright Macho 120 | 40 Euro |
Alternativen: zu beiden CPUs würden auch deutlich stärkere Grafikkarten passen, hier sind dann aber mindestens 80 Euro Aufpreis in Kauf zu nehmen für eine AMD R9 290. Diese bietet dann dafür aber direkt 30 Prozent mehr Leistung als die AMD R9 280X. Eine SSD ist für PCs dieser Leistungsklasse ebenfalls zu empfehlen - wer die etwa 50 Euro mehr für eine SSD mit 128 Gigabyte Speicherplatz nicht aufbringen kann, sollte eventuell beim Arbeitsspeicher auf acht der 16 Gigabyte verzichten und dafür die SSD in den PC einbauen. RAM lässt sich auch später leicht nachrüsten.
Quelle: Palit
Palit GTX 970 Jetstream
Einsparpotential gibt es ansonsten vor allem beim Übertakter-PC: der übertaktbare Core i5-4690K für den Sockel 1150 ist ein wenig günstiger, dazu gibt es Sockel 1150-Übertakter-Mainboards mit dem Z97-Chipsatz schon unter 100 Euro - auch das passende DDR3-RAM spart ein wenig Kosten ein - selbst DDR3-RAM mit einem Takt weit über dem Standard (1600 Megahertz) gibt es schon für 90 Euro, wie zum Beispiel 16 Gigabyte G.Skill Ares DDR3-2133 mit CL11.
Oberklasse-PCs für 1050 bis 1300 Euro
Für etwas über 1000 Euro haben wir einen PC für Nutzer zusammengestellt, die nicht unbedingt übertakten möchten. Die Leistung des PCs kann erst mit einem deutlichen und eigentlich nicht mehr sinnvollen Aufpreis nennenswert getoppt werden. Der verwendete Intel Xeon E3-1231 v3 entspricht dabei beinah einem Core i7-4770 - es fehlt lediglich die eigene Grafikeinheit und im Turbotakt nicht merkbare 0,1 Gigahertz. Als Grafikkarte arbeitet eine Nvidia GTX 970 im PC. Auch eine SSD haben wir dem PC spendiert. Der zweite Oberklasse-PC kostet knappe 1300 Euro - diese Zusammenstellung richtet sich an Übertakter-Fans. Hier haben wir, wie auch bei den Mittelklasse-PCs, auf den neueren Sockel 1151 gesetzt. Der Core i7-6700k dient dabei als Prozessor. Die Grafikkarte ist eine AMD R9 390, die ein wenig schneller als die Nvidia GTX 970 ist, allerdings beim Strombedarf enorm zulangt. Wen dies sehr stört, der ist auch mit einer Nvidia GTX 970 immer noch sehr gut bedient. Auch an einigen anderen Komponenten ergibt sich ein kleiner Aufpreis im Vergleich zum Xeon-PC.
| Komponente | Oberklasse-PC 1030 Euro | Preis ab | OC-Oberklasse-PC 1290 Euro | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| Prozessor | Intel Xeon E3-1231 v3 | 260 Euro | Intel Core i7-6700K | 360 Euro | |
| Mainboard | Gigabyte GA-H97-D3H | 90 Euro | ASRock Z170 Extreme4 | 140 Euro | |
| Arbeitsspeicher | 16GB G.Skill Ares DDR3-1600, CL9 | 75 Euro | 16GB Corsair Vengeance LPX DDR4-2666 | 110 Euro | |
| Grafikkarte | Palit GTX 970 Jetstream | 340 Euro | MSI R9 390 Gaming 8G (8GB) | 340 Euro | |
| Gehäuse | Sharkoon T28 | 60 Euro | Nanoxia Deep Silence 3 | 70 Euro | |
| Netzteil | Chieftec A-80 CTG-550C | 60 Euro | Seasonic G-Series G-550 | 75 Euro | |
| Festplatte | 1000GB, 7200 U/Min, 3,5 Zoll | 50 Euro | 1000GB, 7200 U/Min, 3,5 Zoll | 50 Euro | |
| SSD | Corsair Force LS 120GB | 50 Euro | Samsung SSD 850 Evo 250GB | 90 Euro | |
| DVD-Laufwerk | Je nach Verfügbarkeit im Shop | 15 Euro | Je nach Verfügbarkeit im Shop | 15 Euro | |
| CPU-Kühler | EKL Alpenföhn Brocken Eco | 30 Euro | Scythe Mugen 4 | 40 Euro |
Alternativen: noch mehr auszugeben lohnt sich nur für absolute Spiele-Freaks mit großem Geldbeutel, denn eine Nvidia GTX 980 für beinahe 500 Euro bringt nur einen kleinen Sprung. Erst eine GTX 980 Ti oder AMD Fury X schafft wirklich merkbar mehr Leistung, allerdings werden dafür dann über 300 Euro Aufpreis fällig.
Quelle: PC Games Hardware
Gigabyte GA-H97-D3H
Seitens der Prozessoren wird eine teurere CPU (zum Beispiel für den Intel Sockel 2011-3) nur für einen minimalen weiteren Vorteil in Spielen sorgen. Was Einsparungen angeht: natürlich könnt ihr auch zunächst eine günstigere Grafikkarte in die PCs einbauen - die CPUs wiederum sind dank Hyperthreading (sie arbeiten mit ihren vier Kernen quasi wie eine Acht-Kern-CPU) eine hervorragende Basis für vermutlich mehrere Jahre. Sinnvoll sparen lässt sich beim Übertakter-PC, wie auch schon bei der Mittelklasse, indem ihr auf den Sockel 1150 setzt: der Core i7-4790K kostet 20 Euro weniger, auch Mainboard und Arbeitsspeicher gibt es günstiger. Ein letzter Tipp zum Sparen: theoretisch könnt ihr den Intel Xeon E3-1231 v3 auch in unserem Einsteiger-PC verwenden und dazu als Grafikkarte die Nvidia GTX 970 oder auch die nur wenig langsamere, aber 30 Euro günstigere AMD R9 290 verwenden. Ihr verzichtet auf die SSD, acht Gigabyte Arbeitsspeicher und spart noch einige Euro durch die etwas günstigeren, aber trotzdem ausreichenden Restkomponenten. Ihr bekommt somit für nur etwa 820 Euro einen PC, der bei der Spieleleistung unserem 1000 Euro-Beispiel entspricht.
