Nur 0,95 € für einen Thriller, dazu Directive 8020: So sieht Supermassives neue Horror-Formel aus
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Auf der Cassiopeia läuft etwas herum, das aussieht wie ein Mensch, und genau das ist das Problem. Directive 8020 macht aus Sci-Fi keinen Abenteuertrip, sondern einen Horrortrip mit Misstrauen, falschen Entscheidungen und einer Crew, die sich selbst nicht mehr trauen kann.
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Im Weltall gibt es viele schlechte Arten zu sterben. Directive 8020 interessiert sich aber für die unangenehmste. Nicht die große Explosion, nicht das Loch in der Hülle, sondern den Moment, in dem plötzlich keiner mehr sagen kann, wer eigentlich noch an Bord ist. Das neue Abenteuer von Supermassive Games verlegt die bekannte Formel des Studios in eine Mond- und Raumfahrtkulisse.
Klingt erst mal nach klassischer Sci-Fi. Wird aber schnell ziemlich hässlich. Denn der eigentliche Horror kommt nicht nur von außen. Auf der Cassiopeia läuft etwas herum, das Menschen kopieren kann. Genau damit spielt das Spiel. Wer ist echt, wer nicht, wem ist noch zu trauen?
Dazu kommen diese Woche noch ein paar starke Angebote. Fort Solis geht ebenfalls in Richtung Sci-Fi-Spannung, Ace Combat 7 und Dragon's Dogma 2 bringen deutlich mehr Tempo rein, und mit Fahrenheit ist auch ein alter Adventure-Klassiker dabei.
Directive 8020: Sci-Fi-Horror mit Misstrauen als eigentlicher Bedrohung
Directive 8020 ist im Kern ein interaktives Horror-Abenteuer. Entscheidungen, Dialoge, schnelle Reaktionen und mögliche Tode bleiben also der Grundaufbau. Neu ist aber, wie stark das Spiel auf direkten Druck setzt. Es gibt mehr Schleichpassagen, mehr unmittelbare Kontrolle und deutlich stärker das Gefühl, nicht nur eine Geschichte anzustoßen, sondern aktiv durch eine feindliche Umgebung zu kommen.
Auf der Cassiopeia trifft die Crew auf eine fremde Lebensform, die Menschen nachahmen kann. Genau daraus entsteht der eigentliche Reiz. Nicht nur die Frage, was hinter der nächsten Tür wartet, sondern auch, wem überhaupt noch zu trauen ist. Supermassive setzt damit stärker auf Paranoia und Misstrauen als auf einzelne Schockmomente. Dazu kommt mit dem neuen Turning-Points-System eine klarere Übersicht über wichtige Verzweigungen, was die Struktur nachvollziehbarer macht als in manchen früheren Spielen des Studios.
Bislang werden vor allem das Setting gelobt, außerdem die stärkere Spannung, der Body-Horror und die neue Richtung zu mehr Survival-Horror. Kritischer gesehen werden eher die Schleichpassagen, die nicht immer gut funktionieren sollen, sowie kleinere technische Macken. Der Gesamteindruck bleibt aber ordentlich bis gut. '
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Ein Thriller-Klassiker, der bis heute nachwirkt
Fahrenheit ist kein klassisches Adventure und auch kein Actionspiel. Es ist ein interaktiver Thriller, der Mordfall, Mystery und mehrere spielbare Figuren verbindet. Das Spiel wechselt ständig die Perspektive, schneidet schnell zwischen Szenen hin und her und legt viel Gewicht auf Entscheidungen, Reaktionen und Inszenierung. Vieles davon wirkt heute vertraut, Anfang der 2000er war es das nicht.
Gerade deshalb ist Fahrenheit bis heute interessant. Hier sieht man schon sehr klar, worauf Quantic Dream später seine bekanntesten Spiele aufgebaut hat, also Heavy Rain, Beyond: Two Souls und Detroit: Become Human. Im Rückblick wirkt Fahrenheit wie die rohe erste Fassung dieser Linie. Nicht alles ist gut gealtert, manches wirkt heute sperrig oder überzogen. Als früher, ziemlich eigenwilliger Vorläufer moderner Entscheidungsspiele bleibt es aber ein wichtiges Stück Geschichte.
Die besten Deals der Woche
Wer nach all dem All-Horror noch etwas anderes sehen will, findet diese Woche eine ziemlich gute Mischung. Ein wenig Sci-Fi, ein bisschen Fantasy, ein paar Action-Sachen und ein paar Spiele, die eher über Idee und Stimmung kommen.
- Fort Solis (-75 %)
Ein Sci-Fi-Abenteuer auf einer isolierten Mars-Basis. Der Reiz liegt vor allem in der dichten Atmosphäre, der Ruhe und dem langsamen Aufbau von Spannung. Kein Action-Spiel, sondern ein Titel, der über Ort, Ton und Ungewissheit funktioniert. - Sand Land (-66 %)
Action-Rollenspiel im Stil von Akira Toriyama. Der Wüsten-Schauplatz, Fahrzeuge und der klare Anime-Look geben dem Spiel sofort ein eigenes Gesicht. Gerade das Fahren und der Aufbau der Welt machen hier viel aus. - Styx: Shards Of Darkness (-91 %)
Eines der besseren Schleichspiele der letzten Jahre. Styx ist klein, flink und gewinnt seine Kämpfe selten offen. Stattdessen geht es um Wege, Schatten, Timing und darum, Gegner möglichst sauber auszuspielen. - Ace Combat 7: Skies Unknown (-86 %)
Sehr direkte Jet-Action mit hohem Tempo. Dogfights, Raketen und schnelle Zielwechsel stehen im Mittelpunkt. Kein komplizierter Simulator, sondern ein Luftkampfspiel, das sofort funktioniert. - Cairn (-30 %)
Ein Kletterspiel, das den Vorgang selbst ernst nimmt. Jeder Griff muss sitzen, jede Route will mitgedacht werden. Der Reiz entsteht nicht über Action, sondern über Konzentration und das langsame Vorankommen. - Dragon's Dogma 2 (-62 %)
Ein Rollenspiel, das stark über seine Welt, seine Kämpfe und das Pawn-System funktioniert. Gerade das Gefühl, mit einer kleinen Gruppe durch eine offene, oft unberechenbare Welt zu ziehen, trägt das Spiel sehr gut. - Kunitsu-Gami: Path of the Goddess (-32 %)
Ein ungewöhnlicher Mix aus Action und Taktik. Tagsüber wird vorbereitet, nachts kommen die Angriffe. Das Spiel lebt stark von seinem Rhythmus und von der Mischung aus Kampf, Verteidigung und japanischer Folklore. - Blades of Fire (-33 %)
Actionspiel mit Fokus auf Nahkampf und Waffen. Der Titel wirkt roher und direkter als viele Hochglanz-Produktionen und setzt stärker auf Treffergefühl und Druck als auf große Schauwerte. - Panzer Corps 2 (-68 %)
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