GT Legends
Vor einem Rennen bleibt im Training genügend Zeit, das richtige Setup zu finden, was gerade auf den höheren Stufen über Sieg oder Niederlage entscheidet. Dabei legen Sie in einem übersichtlichen Bildschirm Getriebeübersetzung, Reifendruck, Radsturz, Lenkeinschlag und Stoßdämpferhärte fest. Obwohl die Optionsvielfalt keine Wünsche offen lässt, gibt es aus der Sicht von Fahranfängern Anlass zur Kritik.
Denn wer keinen Schimmer von der Technik eines Autos hat, steht auf verlorenem Posten. Weder im Spiel - zum Beispiel anhand eines Mechanikerlehrgangs - noch im Handbuch wird erklärt, was genau die einzelnen Einstellungsmöglichkeiten bringen. Ferner haben wir vorgefertigte Setups für die jeweiligen Rennstrecken vermisst.
Dafür können Sie in der Box permanent die Konkurrenz anhand eines Monitors beobachten und rasch reagieren. Etwa wenn Sie mitbekommen, dass der Zweitplatzierte kurz vor Schluss erneut herausfährt und Ihre Bestzeit in Angriff nehmen will. Besonders im Mehrspielermodus ein sehr interessantes Feature, um Ihrem Rivalen beispielsweise die schnelle Runde zu vermiesen, indem Sie auf die Piste gehen und den Kollegen unfair blocken.
Realismus pur
Wer angesichts der momentanen Spritpreise keine Lust hat, den Bleifuß bei seinem Privatauto durchtreten zu lassen, sollte dies bei GT Legends tun. Denn der größte Trumpf der schwedischen Simulation ist die brillante Fahrphysik. Bereits nach wenigen Kilometern vergessen Sie, dass Sie eigentlich vor dem PC sitzen und fühlen sich wie in einem echten Rennwagen - dermaßen realistisch verhalten sich die Retroschlitten auf der Piste.
Es gelingen wirklich atemberaubende Drifts und ein ausbrechendes Heck lässt sich durch beherztes Gegenlenken wunderbar einfangen. Beeindruckend auch, wie Bodenwellen oder Curbs Sie zu ständigen Lenkkorrekturen zwingen. Sind Sie mit einem guten Force-Feedback-Lenkrad unterwegs, kommen Sie sogar richtig ins Schwitzen und klagen am nächsten Morgen über Muskelkater in den Armen. Klasse! Auch mit den Analogsticks eines Gamepads bereitet GT Legends riesige Freude am Fahren. Sehr ordentliche Zeiten legen Sie übrigens auch per Tastatur auf den Asphalt. So richtig überspringen will der Funke mit dem Keyboard aber nicht.
Keine Frage, selbst der beste Pilot leistet sich irgendwann einen Fahrfehler und kracht mal in die Streckenbegrenzung. Während ein Formel-1-Renner wahrscheinlich mit einem Totalschaden liegen bleiben würde, geht die Fahrt mit den GT Legends-Autos meistens weiter. Schließlich handelt es sich um äußerst robuste Boliden, die einiges einstecken. Was aber nicht heißt, dass Sie sich auf den 25 originalgetreu nachgebildeten Rennstrecken - zu denen Spa, Monza und der Nürburgring zählen - wie Daniel Küblböck im Straßenverkehr aufführen können.
Je nach Schwere der Kollision haben Sie dank des glaubwürdigen Schadenmodells fortan etwa mit einer verbogenen Aufhängung zu kämpfen. Beeindruckend auch, wie realistisch die Reifen von Runde zu Runde abbauen. Wermutstropfen: Schäden sind optisch nicht sehr differenziert dargestellt. Krachen Sie etwa in das Heck des Vordermanns, fliegen stets Stoßstange, Kühlergrill und Scheinwerfer in einem Stück davon. Beulen oder Kratzer bilden die Ausnahme, Scheiben zerspringen generell nicht. So gewinnt man eher den Eindruck, einen Revell-Bausatz zu zerlegen, nicht aber einen echten Wagen.

Wenn ich mit den Tasten Gas gebe, wie beschleunigt dann mein Fahrzeug? Es war bei einem der letzten Rennspiele, die ich gezoggt habe, so, dass es irgendwie nur Vollgas gab, dadurch meine Reifen oft durchgedreht haben und ich dann durch die Gegend geschleudert bin bzw. die Strecke verlassen habe, da ich das Fahrzeug nicht richtig unter Kontrolle bekommen hab. Glaube es war bei DTM 2.
Kann mir jemand sagen, wie das bei GT Legends ist? Meine, ist das Drücken der Beschleunigungs-Taste sofort = Vollgas, oder beschleunigt das Auto "normal" ...
Danke für die Antworten. Gruß
Dann fahr ich einfach auf auf Semi-Pro und ohne Hilfen, das würd dann schon passen.
Also das ForceFeedback empfand ich jetzt nich als soo toll. Ich habe ein Thrustmaster ForceFeedback Racing Wheel und da kommt eigentlich kaum was rüber, also von "Muskelkater" keine Spur. Das fand ich bei GTR wesentlich besser. Woran liegt das, ist mein Lenkrad zu alt? Wird es nimmer unterstützt? Die Effekte sind jedenfalls auf 100%.
Und noch was. Kann man in der Vollversion den Schwierigkeitsgrad verstellen wie man will, oder ist man auf die vorgefertigten Profile (von Arcade bis Pro) angewiesen? Das fänd ich nämlich nicht so gut, ich würde eigentlich schon gern auf Pro fahren, wegen dem Fahrgefühl und den gscheiten Drifts wegen, allerdings sind mir dann die Gegner zu stark.
Bis auf das, ist das Spiel (Demo) aber ziemlich geil. Die Karren sind halt übercool, und erst der Sound....