Friedhof der Kuscheltiere: Filmrezension zum Horror-Remake
Auf der Grundlage von Stephen Kings Roman und letztlich auch seinem Drehbuch wurde 1989 die Originalfassung von "Friedhof der Kuscheltiere" veröffentlicht. Der Horrorklassiker steht diese Woche von den Toten auf, diesmal unter Regie von Kevin Kölsch und Dennis Widmyer. Es geht um den jungen Arzt Dr. Louis Creed, der mit seiner Familie aufs Land zieht; in ein Haus, das nahe einem verfluchten Friedhof gelegen ist. Nach und nach sterben die Neuankömmlinge und kehren wieder...
Derzeit liegen Stephen King-Verfilmungen im Trend. Auf das gefeierte erste Kapitel zu Es folgte der am Ziel vorbei geschossene Fantasy-Actioner Der dunkle Turm. Dass die King-Welle nun eine Neuversion von Friedhof der Kuscheltiere (jetzt kaufen 15,39 € ) bringt, wundert nicht. Der 1983 veröffentlichte Roman ist eins der meistverkauften Werke des Bestseller-Autors und die 1989er Verfilmung von Mary Lambert eine der erfolgreichsten King-Adaptionen. Kevin Kölsch und Dennis Widmyer (Starry Eyes) übertragen das nervenaufreibende Buch geschickt auf die Leinwand.
Als Louis und Rachel Creed mit ihrer 8-jährigen Tochter Ellie und dem kleinen Sohn Gage von Boston in die Kleinstadt Ludlow in Maine ziehen, soll das Ruhe ins Familienleben bringen. Doch es kommt anders. Nach dem Unfalltod des von Ellie innig geliebten Katers Church führt der neue Nachbar Jud Crandall Louis zu einer alten indianischen Begräbnisstätte im Wald. Was dort beerdigt wird, kehrt zurück... Tatsächlich kommt der Kater lebendig wieder, verhält sich aber auf unangenehme Weise verändert.
Was danach passiert, ist Genrekennern bekannt. Kölsch, Widmyer und der Skriptautor Jeff Buhler (Nightflyers) spielen allerdings clever mit den Erwartungen und liefern neben gut getimten Jump Scares einige Überraschungen. Eine in den Trailern verratene Änderung erweist sich als interessante Variation der Schauergeschichte: Statt Gage stirbt die ältere Ellie.
Die Neuadaption holt den Grusel tricktechnisch in die Gegenwart. Der effektive Score von Christopher Young, schauerliche Halluzinationen und die markante Gestaltung des struppigen Katers funktionieren bestens. Auch der neue Cast überzeugt: Jason Clarke, Jeté Laurence und John Lithgow bringen die emotionalen Einschnitte mitreißend rüber. So erweist sich der neue Friedhof der Kuscheltiere als atmosphärisch unheilvoller Horrortrip mit einem bitteren Ende.
Fazit: Bündig inszenierte und zeitgemäße Neufassung zum pechschwarzen King-Klassiker.

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