Free2Play: Das beste System für Entwickler und Spieler
Free2Play und Pay2Win sind nicht das Gleiche. Während Pay2Win den Spielemarkt verseucht, hat Free2Play viel Positives zu bieten. Mikrotransaktionen, Ingames-Shops und Battlepass zum Trotz, findet Toni, dass viel mehr Spiele dieses System nutzen wollten, wie sie in ihrer Kolumne verrät.
Free2Play oder Freemium, sind Spielmodelle, die grundsätzlich kostenlos sind, bei denen es aber die Möglichkeit gibt, Geld auszugeben. Das können rein kosmetische Inhalte sein oder virtuelle Gegenstände, dem Spieler einen Vorteil geben. Besser bekannt als Pay2Win. Meine Meinung über Pay2Win-Titel ist schnell abgefrühstückt: Für Menschen mit zu viel Kohle, bestimmt ganz toll, aber für den Rest ein echt blödes System. Also nett ausgedrückt, denn wir alle wissen, dass Pay2Win, die absolute Pest ist.
Doppelt zahlen
Free2Play-Spiele mit erwerbbaren Inhalten rein kosmetische Natur sind aber etwas komplett anderes. Für Singleplayer existiert dieses System im Grunde nicht und warum auch? Ich habe keinen Grund, mir einen schönen Skin zu kaufen, wenn ihn eh keiner sieht. Dieser logische Schluss hält der Realität allerdings nicht stand. In Assassin's Creed, stoße ich trotz Einzelspielerfokus ständig auf die Möglichkeit echtes Geld zu investieren, um noch hübscher durch die virtuellen Welten zu reisen.
In diesem Artikel
Das geht mir besonders gegen den Strich, weil es sich hier eben nicht um ein Free2Play handelt, sondern ich bereits Geld investiert habe, um das Spiel überhaupt in Händen halten zu dürfen. Gerade im Falle eines Assassin's Creed kommt noch hinzu, dass es sich nicht um rein kosmetische Sachen handelt, die man da erwerben kann.
Pay2Win ist das im engeren Sinne zwar nicht, denn ich habe keine echte Konkurrenz. Aber dafür wird die Immersion dauerhaft gestört, die in atmosphärischen Spielen wie Assassin's Creed gerade wichtig ist.
Ein Hoch auf alle Singleplayer, die nicht auf derartige Mechaniken zurückgreifen. Dass Publisher wie Ubisoft überhaupt derartige Monetarisierungs-Mechaniken nutzen, spricht aber dafür, dass es genügend dankende Abnehmer gibt, die die schlechte PR und abspringende Käufer ausgleichen, die solche eine Entscheidung mit sich bringt.
Gamer lieben ... Mikrotransaktionen?
Und tatsächlich sieht man in den offiziellen Statistiken des Game-Verbands: Ingame-Käufe machen einen immer größeren Teil des Umsatzes aus, der in Deutschland mit Videospielen erzielt wird. Letztes Jahr 2021 waren es immerhin 80 Prozent des Gesamtumsatzes. Tendenz steigend.
Der Anteil der Umsätze für tatsächliche Spielekäufe geht dafür zurück. Anscheinend spielen Deutsche lieber kostenlose Spiele und legen dann Geld für virtuelle Gegenstände hin, als in ein "ordentliches" Spiel zu investieren.
Dass sich Spieler so verhalten, hat sich die Industrie aber auch hart erarbeitet. Was haben uns die Publisher nicht schon alles an Features versprochen? Und anschließend sitzt man mit langem Gesicht vorm Rechner, weil alles irgendwie anders ist, als behauptet. In Zeiten von dauerhaft steigender Inflation und ebenfalls steigender Kosten für Vollpreistitel also kein Wunder, dass sich Spiele schlechter verkaufen.
Quelle: Game Verband
Free2Play: Das beste System für Entwickler und Spieler (2)
Erst einmal Schnuppern
Bevor aber jemand den Finger hebt und die Gratismentalität unter den Gamern ankreidet: Spieler sind natürlich bereit, Geld auszugeben, wir sind es nur leid, die Katze im Sack zu kaufen.
Ein paar findige Publisher haben das bereits erkannt und mit Titeln wie Apex Legends beweisen sie, dass gute Spiele kein Geld kosten müssen und sich für die Entwickler trotzdem lohnen. Perfektioniert wurde das System von Epic Games.
Inzwischen dient Fortnite vielen anderen Spielen als Vorbild, wenn es um Monetarisierung und Vermarktung geht.
Sogenannte Crossover führen Charaktere aus anderen popkulturellen Universen ein, wie Indiana Jones oder Spider-Man. Die können über Mikrotransaktionen gekauft werden. Das Ganze ist so unfassbar lukrativ, dass sogar echte Berühmtheiten bei der Aktion mitmachen, wie Ariana Grande.
Das Konzept findet man also wenig überraschend in anderen Spielen wieder. Wie For Honor, die über Halloween ein Crossover mit Dead by Daylight umsetzen. Blizzard zeigt sich derweil mit Overwatch 2 ebenfalls geneigt, Crossover umzusetzen. So zumindest Overwatchs Vice Präsident Jon Spector, der als bekennender Anime-Fan begeistert davon ist, dass auch Naruto in Fortnite auftaucht.
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Ja, ich hab sie dann auch verwendet und upgegradet, aber eben aus dem Grund, weil ich zu nem Kumpel aufschließen wollte, der schon länger gespielt hat.
Ich persönlich finde auch nicht, dass man in AC Origins/Odyssee/Valhalla wirklich genervt wird - klar, stolpert man ab und an über irgendwelche Hinweise, Menüs oder Händler, die belanglosen Kram anbieten, aber ich finde es jetzt nich auf so nem Level, dass ich genervt davon wäre.
Ein Spiel, wo ich definitiv genervt davon war, war Diablo Immortal - welches ich deshalb auch nach Level 10 oder so deinstalliert habe - aber das ist ja auch reines F2P.
AC, MHW und etwaige Konsorten bzgl. "Nervigkeit" auf ne Stufe ähnlich irgendwelcher F2P Titel zu stellen, finde ich persönlich ein wenig übertrieben.
Aber nimmt wohl jeder individuell ein wenig anders wahr.
Wie geschrieben, geht es mir darum, dass ich die ganze Zeit mit der Rüstung und der Option zum craften dieser genervt werde. Das ist im grundspiel nervig, vor allem, weil es bei MH darum geht, sich hoch zu grinden.
Am Anfang bekommt man übrigens die Option sich auszusuchen, ob man mit dieser Rüstung starten will. Ich habe mich dagegen entschieden, sie taucht aber trotzdem auf und ich kann das nicht dauerhaft ausblenden. Beim Craften dann die meinem Fortschritt entsprechende Rüstung zu bauen und nicht viel günstiger, die Endgame Rüstung ist jedesmal ein Willensakt, der das ganze System und das Erfolgsgefühl torpediert, stundenlang Ressourcen zu farmen.
Wenn man da die Iceborn-Edition holt, bekommt man eine Rüstung ins Inventar gepackt, die Endgame fähig ist und jedes Mal beim Schmied hat man die Option, diese Rüstung für einen Apfel und ein Ei zu basteln.
In Iceborne selbst, ist die Rüstung nämlich gar nicht mehr so was besonderes.
"Was kein SP ist, aber trotzdem Geld kostet..." ? Sollen Onlinespiele kein Geld kosten dürfen? Klingt irgendwie vorwurfsvoll, dass MH etwas kostet.
Zudem ist der Umfang des Spiels riesig und auch der Umfang vom Add-On bietet sehr viel Content.
Lieber einmal kaufen, als F2P und Mikrotransaktionen.
Ich lese da eher raus dass mehr Leute zu Raubkopien greifen...
"Anscheinend spielen Deutsche lieber kostenlose Spiele und legen dann Geld für virtuelle Gegenstände hin, als in ein "ordentliches" Spiel zu investieren."
Es ist ja bekannt dass F2P Spiele durch wenige getragen werden die unfassbar viel zahlen, die Wales. Da es immer mehr "F2P" Zeug gibt investieren diese Leute halt mehr und verfaelschen das Gesamtbild da der Eindruck entsteht mehr Leute spielen das.
Wuerde sogar Sinn ergeben in Zeiten von Corona und Inflation.