Warum Fortnite mittlerweile ein richtig gutes Spiel für Shooter-Fans ist

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Warum Fortnite mittlerweile ein richtig gutes Spiel für Shooter-Fans ist
Quelle: Epic Games

Redakteur Michi hat jahrelang die Finger vom Battle-Royale-Shooter Fortnite gelassen. Doch nach Ewigkeiten kehrte er zurück aufs kunterbunte Schlachtfeld. Ein virtueller Erlebnisbericht.

Wir schreiben das Jahr 2017: Der Begriff Battle Royale ist frisch und Spiele wie PUBG stehen in den Startlöchern. Call of Dutys Warzone muss erst erfunden werden und selbst der Blackout-Modus von Black Ops 4 existiert noch nicht. Das sollte sich in den folgenden Jahren drastisch ändern. Eine gewisse "Schuld" an der Entwicklung des Genres trifft da sicherlich den Shooter Fortnite. Beim Titel von Epic Games war der Battle-Royale-Ansatz im Grunde gar nicht die oberste Priorität. Vielmehr konnte man damals einen kostenpflichtigen PvE-Koopmodus namens Rette die Welt vorbestellen und "for free" gab's dagegen den Battle-Royale-Modus.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mich damals Freunde angeschrieben haben und meinten, ich müsse mir unbedingt Fortnite (jetzt kaufen 25,00 € ) herunterladen und anspielen. Also habe ich das gemacht. Und was soll ich sagen, ich bin ziemlich lange am Ball geblieben. Über 900 Stunden zeigt bis heute meine Playstation als Info an, wenn ich auf die Kachel des Shooters klicke. Nach vier Jahren Pause wollte ich vor kurzem einmal nachsehen, wie sich Fortnite in dieser Zeit weiterentwickelt hat und welche neuen Dinge es ins Spiel geschafft haben. Für mich war's quasi ein komplett neues Abenteuer.

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Ein Architektur-Problem

Nachdem ich seit den Anfängen längere Zeit jede Weiterentwicklung mitbekommen hatte, gab es für mich einen Zeitpunkt, ab dem mich der Shooter nicht mehr wirklich reizte. In etwa müsste das Mitte 2019 gewesen sein.

In Kapitel 2 spielte ich nur noch ganz kurz rein, um ein paar Dinge auszuprobieren. Den Schlussstrich zog ich dagegen schon vorher. Daran Schuld hatte das eigentliche Aushängeschild von Fortnite, das Bausystem.

Von Beginn an war ich ein ziemlich mieser Baumeister. Mit meiner Shooter-Erfahrung ließ sich das bis zu einem bestimmten Update jedoch ganz gut ausgleichen. Kurz bevor Kapitel 2 startete, verstärkte Epic Games die Mechaniken allerdings so extrem, dass Spieler mit besseren Bau-Skills deutlich bevorzugt wurden.

Spieler kämpfen in Fortnite vor einer Burg Quelle: Epic Games

Das bedeutete für mich eines: Game Over. Immer und immer wieder versuchte ich verzweifelt beim Bauen mitzuhalten, doch während ich mir ein paar Rampen und Mauern errichtet habe, standen meine Gegner in kompletten Festungen. Durch deren erhöhte Position war ich natürlich ein gefundenes Fressen.

Für jemanden, der sich zwischendurch doch immer wieder Siege sichern konnte, blieb da extrem viel Frustration zurück. Und irgendwann bin ich dann eben zur Konkurrenz von PUBG, Darwin Project oder eben Blackout, dem Battle Royale von CoD: Black Ops 4, abgewandert.

Mehr Spielspaß ohne Bauen

Mittlerweile gibt's einen offiziellen Modus von Epic, bei dem das Bauen komplett außen vor gelassen wird. Unter anderem ein Grund für mich, seit langem wieder Fortnite auszuprobieren. Schon einmal vorab: Ich hatte ziemlich viel Spaß auf der Insel und das kam selbst für mich absolut überraschend.

Der "Kein-Bauen"-Modus verändert das Gameplay logischerweise komplett. Aus Fortnite wird das, was es eigentlich schon immer war - nämlich ein richtig guter Third-Person-Shooter. Die Kämpfe fokussieren sich auf Ballereien, Angriffe mit Superkräften und das Einbeziehen der Umgebung. Denn in der Spielwelt ist ordentlich was geboten. Das macht mir deutlich mehr Laune als das schnelle Türmchenbauen, denn dafür bin ich einfach zu schlecht.

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