Warum Fortnite mittlerweile ein richtig gutes Spiel für Shooter-Fans ist
Redakteur Michi hat jahrelang die Finger vom Battle-Royale-Shooter Fortnite gelassen. Was er bei seiner Rückkehr so erlebt hat, teilt er in diesem Special.
Aber auch feindliche NPCs laufen über die Map. Sobald ich die erledige, bekomme ich besseren Loot und hin und wieder einen dicken Batzen Gold. Richtig stark sind diese Gegner übrigens nicht. Zwar halten sie ordentlich viele Kugeln aus, schießen jedoch schlechter als der typische Halbwüchsige auf dem Jahrmarkt. Was mich direkt zum nächsten Punkt bringt: Die skillbasierte Spielersuche greift ordentlich ein. In meinen ersten Runden muss ich mich erst einmal wieder an die Steuerung gewöhnen und bin noch komplett verloren in der Spielwelt. Als jemand, der gerne Shooter spielt, reicht es für mich trotzdem mit Leichtigkeit immer wieder für die Top 10. In meiner fünften oder sechsten Runde hole ich tatsächlich sogar den ersten Sieg im Solomodus, da die Gegner wirklich gar nichts treffen. Das zeigt mir einmal mehr, dass die skillbasierte Spielersuche, egal in welchem Spiel, die Dinge nur bedingt fairer macht.
Das Architektur-Problem 2.0
Auf der Welle des Erfolgs wage ich mich im Anschluss sogar an ein normales Battle-Royale-Match. Ja, mit Bauen und allem, was dazu gehört. Allerdings stoße ich erneut recht schnell an meine Grenzen.
Zwar wurden auch in dem Modus einige Verbesserungen eingeführt, ich kann beispielsweise mit den Schultertasten am Gamepad nun festlegen, welche Art von Objekt ich baue, aber selbst das hilft mir nicht wirklich. Während ich auf einer Plattform am Boden herumturne, errichten meine Gegner ganze Schlösser. Für mich heißt es daher weiterhin "Kein Bauen".
Der Shop schreckt ab
Bis hierhin hat sich Fortnite absolut positiv entwickelt, doch ein fader Beigeschmack bleibt für mich der Ingame-Shop. Natürlich ist das auch ein Grund, warum der Free2Play-Titel so hohe Einnahmen generiert.
Ein schneller Blick in den sogenannten Item-Shop genügt und mir springen Crossover-Skins aus Terminator, Futurama, Transformers und seit dem aktuellen Update der Mangaserie Jujutsu Kaisen entgegen - die meisten natürlich zu gesalzenen Preisen.
Nachdem Fortnite nach wie vor eher die jüngeren Generationen anspricht, ist das weiterhin problematisch. Das Spiel hat eine Altersfreigabe ab 12 Jahren, für mich sollte das definitiv angehoben werden.
Dass es im Shop kunterbunt zugeht, stört mich dagegen weniger als in einem Call of Duty oder Battlefield. Das Gameplay spiegelt absolut nicht die Realität wider und schreibt sich nicht auf die Fahne, ein authentischer Shooter zu sein.
Ob ich unbedingt mit Marshmallow oder Ariana Grande durch die Welt hüpfen muss, überlasse ich jedem selbst. Dennoch ist mir das lieber, als in CoD mit Snoop Dog oder Nicki Minaj übers Schlachtfeld zu rennen.
Ich bin mir sehr sicher, dass mein derzeitiger Spaß an ein paar Runden Fortnite nur von kurzer Dauer und dem Sommerloch geschuldet ist. Sobald Spiele wie Starfield, Alan Wake 2 und Co. auf dem Markt sind, flaut das wieder ab und der Shooter verstaubt erneut in meiner Spiele-Bibliothek. Aber für einen kurzen Augenblick im Sommer 2023 war ich doch überrascht.
