Fire Emblem Engage im Test: Anime-Overkill - nur für Fans? + Video - Seite 2
Fire Emblem Engage erscheint exklusiv für Nintendo Switch und liefert mal wieder strategische Rundenkämpfe, Dating-Sim-Elemente und viel Fan-Service. Ob es sich bei Engage um einen Pflichtkauf für eure Switch handelt, verrät unser Test mit Video.
Waffen können aufgewertet werden, jeder Charakter besitzt einzigartige Fähigkeiten, es gibt unglaublich viele Klassen, dazu können wir ausrechnen, wie viel Schaden uns ein Gegner zufügt, oder ob wir ihn zweimal angreifen dürfen - und das sind nur die Grundlagen.
Die Embleme spielen ebenfalls eine große Rolle. Wir rüsten die Ringe nicht nur an Charakteren aus, um deren Werte zu steigern, sondern können auch passive Fähigkeiten der Embleme auf Einheiten übertragen. Über Optimierung und Taktiken könnten wir noch viele weitere Seiten schreiben, aber sicher ist: Es ist bis zum Ende des Spiels wichtig, Einheiten bis ins kleinste Detail akribisch zu verbessern. Wie viel Stunden man braucht, um Fire Emblem Engage durchzuspielen, können wir deswegen gar nicht konkret festlegen. Je nachdem, ob man sich an Details und sperriger Menüführung aufhält, oder ob man ausgiebig mit den Charakteren interagiert, benötigt man 30 Stunden oder auch über 60.
Reise Reise, Seemannreise
Außerhalb der Hauptmissionen eröffnen sich uns im Verlaufe des Spiels auf der Overworld Nebenmissionen und kleinere Gefechte. In diesen trainieren wir unsere Charaktere, schalten weitere Informationen über die Spielwelt und Embleme frei und erhalten gelegentlich sogar neue Charaktere für unsere Truppe.
Quelle: Nintendo
Fire Emblem Engage im Test: Anime-Overkill im Switch-Game - nur für Fans der Serie? (1)
Obwohl die Karten in einigen der Nebenmissionen dieselben sind wie die, die wir in der Story besuchen, werden Feinde anders platziert. So bekommen wir stets eine frische Erfahrung - zumal sich die Entwickler bei der Platzierung von Feinden in den verschiedenen Schlachten offensichtlich sehr viele Gedanken gemacht haben.
Von langen bis zu kurzen Auseinandersetzungen gibt es eine Vielfalt an Missionen. Obendrein können wir in unserem fliegenden Schloss Somniel den Turm der Prüfungen betreten, indem wir in sogenannten Sturmprüfungen weiter Charaktere und Embleme verstärken.
Sogar Online-Funktionen sind untergebracht: Die Staffelprüfungen lassen uns abwechselnd mit anderen Spielern einzelne Missionen bestreiten, während wir in Dimensionsprüfungen sogar eigene Karten anfertigen, die andere Spieler downloaden und spielen! Wie viele Freiheiten wir bei den Online-Funktionen haben, konnten wir leider noch nicht testen, jedoch könnten besonders die selbsterstellten Maps für sehr viel Wiederspielwert sorgen!
Die Charaktere
Außerhalb der Gefechte und Zwischensequenzen gibt es aber noch die zweite Ebene von Fire Emblem, die an Dating Sims erinnert. Wir können in unserem Stützpunkt Somniel mit allen Charakteren unglaublich viel Zeit verbringen. Schade dabei: In einfachen Gesprächen sind die Modelle zwar schön, sie wirken aber sehr steif und stehen wie Zaungäste hinter verschiedenen Textboxen. In vergangenen Titeln des Franchise bekamen wir stattdessen liebevoll gezeichnete Artworks aller Charaktere, die sehr viel lebendiger aussehen als die verloren herumstehenden 3D-Modelle.

Die Charaktere sind mMn bis jetzt (Kapitel 8) aber auch für mich ein wenig das Sorgenkind.
Dass es einen Wyrmdrachen-Fanclub-Betreiber, der dann auch noch Cheer-Chants verfasst gibt... sagen wir's so, definitiv Murtaugh für mich ?
Für mich wäre ein etwas weniger Schriller Haufen angenehmer gewesen. Es gibt aber auch hier Charaktere, die durchaus sympathisch sind. Die HUB ist ganz nett, aber ich genieße hier, dass ich nichts machen muss. Alles ist optional.
Ich würde zumindest kein Spiel abwerten, bei dem mir jetzt die Coleur der Charaktere aus rein subjektiver Vorliebe weniger zusagen.
Dabei geht es mir weniger um die Wertung, die ja immer noch sehr gut ist (obwohl ich jetzt nicht weiß, wie man das Genre viel besser bedienen könnte), sondern eben um das, wieviel Gewicht hier in einen vom Tester negativ empfundnen Begleitaspekt gesetzt wird.
Natürlich heißt das nicht, dass es nicht so empfunden werden darf.
Auch ich hab beim Intro-Song erstmal geschluckt, da der mMn echt furchtbar ist, aber bei den Kämpfen fallen jede Menge kleine Details auf, die noch besser als in Three Houses sind, das Brechen finde ich super spannend, da es ne ganz neue Komponente mit sich bringt.
Auch, dass Nintendo Intelligent System mehr Geld zur Verfügung gestellt hat, ist offensichtlich. Die HUBbist um Einiges schöner als die Klosterschule in Three Houses.
Bis jetzt macht es mal jede Menge Spaß und der Anfang ist mit seinen vielen Schlachten richtig nett. Kleiner Kritikpunkt: man könnte für Veteranen eine Funktion einbauen, um die Erlärungen der Basics der Reihe zu überspringen.