Fire Emblem Engage im Test: Anime-Overkill im Switch-Game - nur für Fans der Serie? + Video

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Test Yannik Cunha - Redakteur Katharina Pache - Autorin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Fire Emblem Engage im Test: Anime-Overkill im Switch-Game - nur für Fans der Serie? + Video
Quelle: Nintendo

Fire Emblem Engage erscheint exklusiv für Nintendo Switch und liefert mal wieder strategische Rundenkämpfe, Dating-Sim-Elemente und viel Fan-Service. Ob es sich bei Engage um einen Pflichtkauf für eure Switch handelt, verrät unser Test.

Mit Fire Emblem Engage bekommt die beliebte Strategiespiel-Reihe einen weiteren Nachfolger, wobei dieses Mal das gern benutzte Adjektiv "traditionsreich" wörtlich zu verstehen ist. Im Fokus des neuen Spiels stehen nämlich Protagonisten vergangener Fire-Emblem-Titel, die als Geister Hauptgegenstand der Geschichte und sogar des Gameplays werden. Bei zwölf Vorgängerspielen sollte genug Material vorhanden sein, um ein weiteres Spiel drumherum aufzubauen. Doch wir stellten uns schon beim ersten Trailer die Frage: Ist Engage reiner Fan-Service, oder wird die Idee sinnvoll umgesetzt? Diese Frage und mehr klären wir im Test!

Ein Held? Warum nicht gleich 13!

Die Geschichte fängt mit unserem Helden an, der in einem prunkvollen Bett aufwacht und anscheinend über keine Erinnerungen an seine Vergangenheit verfügt. Unser Protagonist ist je nach Wahl weiblich oder männlich, wir bestimmen außerdem den Namen. Es gibt aber auch einen vorgefertigten Namen, der lautet Alear. Wir haben die Story mit der männlichen Version des Charakters gespielt, weshalb wir ihn im Rahmen dieses Tests Alear nennen und als Mann bezeichnen.

Weiter geht's: Alear wird bei seinem Erwachen von zwei Jugendlichen begrüßt, die ihm erzählen, er sei der Wyrmgott, ein legendärer Drache, der 1.000 Jahre geschlafen hat. Er verfügt außerdem über die besondere Fähigkeit, Helden vergangener Tage zu beschwören, sogenannte Embleme - das sind die Protagonisten der anderen Fire-Emblem-Teile. Diese Geister, die normalerweise in Ringen gefangen sind, kommunizieren und kämpfen sogar mit uns, weswegen sie als besonders mächtige Waffen angesehen werden. Schnell akzeptieren wir die Rolle als Anführer und nehmen schwuppdiwupp die Aufgabe an, eben einmal alle Königreiche zu bereisen, um die gesamten zwölf Ringe in unseren Besitz zu bringen, damit wir die Welt vor dem bösen Dämonendrachen retten.

Ja, hört sich klischeehaft an, und das ist es auch. Das Rad der Erzählung wird nicht neu erfunden und die meisten Plot-Twists, falls man diese so nennen kann, sehen wir voraus. Das ist schade, da die Welt und Charaktere mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet worden sind. Unterhaltsam ist die Geschichte trotzdem, gerade wegen des komplexen World Building, den Charakteren und dem ansehnlichen Grafikstil. Zu verdanken ist das auch den filmreifen Zwischensequenzen, die wir öfter vor und nach Gefechten zu sehen bekommen.

Schere, Stein, Papier

Fire Emblem Engage im Test: Anime-Overkill im Switch-Game - nur für Fans der Serie? (4) Quelle: Nintendo Fire Emblem Engage im Test: Anime-Overkill im Switch-Game - nur für Fans der Serie? (4) In den Kämpfen bewegen wir wie gehabt eine Einheiten einer Armee in rundenbasierten Kämpfen über ein gekacheltes Spielfeld. Jeder unserer Kämpfer besitzt einzigartige Werte, die sich bei einem Level Up zufällig erhöhen. Feindliche Einheiten verfügen ebenfalls über einsehbare Werte. So müssen wir uns meistens zu einem Boss vorkämpfen und Vorteile der vielen verschiedenen Klassen so effizient wie möglich nutzen. In Fire Emblem Engage (jetzt kaufen ) greift dieses Prinzip mehr denn je, denn das altbekannte Waffendreieck ist zurück, heißt: Schwerter besiegen Äxte, Äxte besiegen Lanzen und Lanzen besiegen Schwerter.

Die große Neuerung daran: Greifen wir eine feindliche Einheit mit Vorteil an, kann sie sich den restlichen Zug nicht mehr vor Attacken schützen und auch nicht zurückschlagen. Da das gleiche Prinzip aber auch bei uns funktioniert, müssen wir mehr denn je aufpassen, welchen Charakter wir gegen welche Gegner antreten lassen. Das Schere-Stein-Papier-Prinzip bestimmt den Großteil unseres Schlachtplans, ignorieren wir es, finden wir uns flott vor dem Game Over Screen wieder.

Allgemein und besonders am Anfang ist Engage sehr viel schwieriger als vorherige Titel der Reihe. Erst, wenn wir die vielen verschiedenen Anpassungen freischalten, wird das Spiel deutlich einfacher, jedoch erfordert das Personalisieren unglaublich viel Zeit, wenn wir optimal spielen wollen.

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DieserDa Anwärter/in
        Anstatt zu schreiben dass das Spiel "anime" ist und so zu tun als wäre damit etwas gesagt (und als wäre es in dieser Verwendung ein Wort) hättet ihr auch einfach sagen können, dass die Charaktere ziemlich einseitig rüberkommen und der gesamte Dialog banal und langweilig ist.
      • Von DieserDa Anwärter/in
        Anstatt zu schreiben dass das Spiel "anime" ist und so zu tun als wäre damit etwas gesagt (und als wäre es in dieser Verwendung ein Wort) hättet ihr auch einfach sagen können, dass die Charaktere ziemlich einseitig rüberkommen und der gesamte Dialog banal und langweilig ist.
      • Von DarkSamus666 Spiele-Enthusiast/in
        Nach ca 9 Stunden Spielzeit bin ich vom Kampfsystem absolut begeistert. Die Bündnisse finde ich richtig gut gemacht. Die erlauben mehr Variablen wie die Armeen von Three Houses und sind extrem vielseitig.
        Die Charaktere sind mMn bis jetzt (Kapitel 8) aber auch für mich ein wenig das Sorgenkind.
        Dass es einen Wyrmdrachen-Fanclub-Betreiber, der dann auch noch Cheer-Chants verfasst gibt... sagen wir's so, definitiv Murtaugh für mich ?
        Für mich wäre ein etwas weniger Schriller Haufen angenehmer gewesen. Es gibt aber auch hier Charaktere, die durchaus sympathisch sind. Die HUB ist ganz nett, aber ich genieße hier, dass ich nichts machen muss. Alles ist optional.
      • Von Gelöschtes Mitglied 3268579 Mitglied
        Also für mich ist der Idol-Look nix. Die Reihe war noch nie für brutale Mittelalter-Fantasy-Kost bekannt, aber Engage mutet schon fast einer TV-Soap im Ritterkostüm an. Das bräuchte in Zukunft nicht so "on-the-nose" sein, bloß um sich besser von anderen Genrevertretern abzuheben.
      • Von DarkSamus666 Spiele-Enthusiast/in
        Fazit: Fantastisches Spiel, aber zu viel Anime und Popkultur? Liest sich komisch, da es halt so nur bedingt als professionelle Kritik taugt, da es vermutlich zig jüngere Spieler gibt, die genau darauf abfahren ?
        Ich würde zumindest kein Spiel abwerten, bei dem mir jetzt die Coleur der Charaktere aus rein subjektiver Vorliebe weniger zusagen.
        Dabei geht es mir weniger um die Wertung, die ja immer noch sehr gut ist (obwohl ich jetzt nicht weiß, wie man das Genre viel besser bedienen könnte), sondern eben um das, wieviel Gewicht hier in einen vom Tester negativ empfundnen Begleitaspekt gesetzt wird.
        Natürlich heißt das nicht, dass es nicht so empfunden werden darf.
        Auch ich hab beim Intro-Song erstmal geschluckt, da der mMn echt furchtbar ist, aber bei den Kämpfen fallen jede Menge kleine Details auf, die noch besser als in Three Houses sind, das Brechen finde ich super spannend, da es ne ganz neue Komponente mit sich bringt.
        Auch, dass Nintendo Intelligent System mehr Geld zur Verfügung gestellt hat, ist offensichtlich. Die HUBbist um Einiges schöner als die Klosterschule in Three Houses.
        Bis jetzt macht es mal jede Menge Spaß und der Anfang ist mit seinen vielen Schlachten richtig nett. Kleiner Kritikpunkt: man könnte für Veteranen eine Funktion einbauen, um die Erlärungen der Basics der Reihe zu überspringen.
      Direkt zum Diskussionsende
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