Final Fantasy 14 Stormblood-Test: Eine fantastische Reise gen Osten

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Final Fantasy 14 Stormblood-Test: Eine fantastische Reise gen Osten
Quelle: buffed

Final Fantasy: Stormblood im Test: Die zweite Erweiterung für Final Fantasy 14 setzt neue Maßstäbe im Genre der Online-Rollenspiele und deklassiert in Sachen Storytelling die MMO-Konkurrenz. Was ihr über das neue Addon wissen müsst und warum Final Fantasy 14: Stormblood mit Singleplayer-Spielen der Final-Fantasy-Reihe mithalten kann, erfahrt ihr im Artikel.

Fast genau zwei Jahre nach dem Release der ersten Erweiterung Heavensward erhält Final Fantasy 14 mit Stormblood ein weiteres Addon. Und das ist umso erstaunlicher, wenn wir uns den Werdegang von Final Fantasy 14 anschauen. Erst kürzlich erschien dazu eine auch für Nicht-Fans absolut

Hinweis: Wir werden Final Fantasy 14 Stormblood noch weiter ausgiebig spielen und den Artikel gegebenenfalls ergänzen, nachdem wir noch weitere Erfahrungen sammeln konnten. 

sehenswerte Dokumentation auf dem Youtube-Channel von Noclip, die den desaströsen Release der Original-Version 1.0 im Jahr 2010 beleuchtet und die Entwickler zu Wort kommen lässt. Es geht in der Doku aber auch darum, dass jedes Scheitern nicht schlimm ist, sofern man danach aufsteht und weitermacht. Das Ergebnis ist eine Erfolgsgeschichte, die in der Gaming-Welt einzigartig ist. Und Stormblood beweist das erneut. Eine Erweiterung, die die Konkurrenz im MMO-Genre hinter sich lässt und im Vergleich mit dem schon sehr guten Vorgänger Heavensward noch eine Schippe drauflegt.

FF14 Stormblood: Im Osten was Neues

Die Geschichte von Stormblood schickt unseren Helden in den Osten Eorzeas, der vom Stil her die Samurai-Filme von Regisseur Kurosawa erinnert. Nach den eher mittelalterlichen Wintergebieten von Heavensward sind die wärmeren Gefilde im asiatischen Look eine willkommene Abwechslung für unsere Augen. Besonders gelungen ist die neue Hauptstadt Kugane, die durch Liebe zum Detail besticht und glücklicherweise nicht so verschachtelt ist wie Ishgard. Ebenfalls richtig gut gefallen, hat uns die Azim Steppe. Die weiten Graslandschaften der Steppe sowie die exzellente Geschichte um die dort lebenden Stämme weckte in uns die Abenteuerlust, wie Die neue Weltkarte, auf der man erkennt, dass die neuen Gebiete größer sind als die bisherige Landmasse. Quelle: buffed Die neue Weltkarte, auf der man erkennt, dass die neuen Gebiete größer sind als die bisherige Landmasse. es selten ein Online-Rollenspiel in den vergangenen Jahren vermochte. Stormblood zieht uns direkt rein ins Geschehen. Wir haben das Gefühl, mit unserem Helden Teil der Geschichte zu sein. Dazu tragen auch die gelegentlich aufploppenden Dialogoptionen in Gesprächen bei. Die ausgewählten Antworten ändern zwar nichts am Ausgang einer Quest, sind aber trotzdem atmosphärisch. Da kann die Legion tatsächlich einpacken.

FF14 Stormblood: Der heldenhafte Laufbursche

Natürlich gibt's auch in Stormblood noch zahlreiche Bringe- und Töte-Aufgaben. Doch die Entwickler haben es in den neuen Gebieten geschafft, für jede Menge Abwechslung zu sorgen. Gab es in A Realm Reborn und Heavensward fast ausschließlich Quests im Oldschool-Design der Marke Laufbursche, ballern wir in Stormblood mit unserer Heldin schon mal mit Final Fantasy 14: FATE Kampf Quelle: buffed In den Szenarien geht's ab. (6) einem Scharfschützengewehr auf Garleische Soldaten, laufen einen abgesteckten Parcours, spielen einen Verkäufer, der die Vorlieben der Kunden anhand von Gesprächen errät oder merken uns in einem Memory-Spiel das Warenangebot verschiedenster Verkäufer. Die Aufgaben sind deutlich spannender (oft auch lustiger) als in Heavensward. Das Leveln auf die neue Maximalstufe 70 dauert trotz kurzweiliger Missionen noch eine kleine Ewigkeit, fühlt sich aber in Stormblood dank der Aufgabenvielfalt geschmeidiger an. Highlight auf dem Weg zu Stufe 70 sind die Hauptszenario-Quests, die die epische Geschichte vorantreiben. Und die Story legt die Messlatte im MMORPG-Genre ganz weit nach oben. Die Charaktere, die wir teilweise schon aus A Realm Reborn und Heavensward kennen, heben die emotionale Geschichte auf ein neues Niveau.

Die Vertonung ist gelungen und die Zwischensequenzen großartig. Jede Hauptaufgabe wartet meist mit einem längeren Video auf. Die Szenarien, kurze instanzierte Abschnitte, in denen wir wichtige Teile der Geschichte spielen, sind sogar noch besser. Wenn wir mit unsere Gruppe aus Gefährten einen Brücke stürmen oder wichtige Knotenpunkte gegen die anrollenden Feinde verteidigen, während neben uns alles explodiert und die Kämpfer Die Geschichte ist wie immer toll in Szene gesetzt. Quelle: buffed Die Geschichte ist wie immer toll in Szene gesetzt. fallen wie die Fliegen, schlägt das Herz höher und es wird klar: Wir müssen den Feinden Einhalt gebieten! Als Final-Fantasy-Fan fühlt man sich in Stormblood heimisch und wird daran erinnert, warum man überhaupt Fan der Serie wurde. Die Qualität der Geschichte kann es locker mit einem Singleplayer-Rollenspiel aufnehmen. Mit gut 50 Stunden Spielzeit nur für die Story hält Stormblood auch in Sachen Spieldauer locker mit Solo-RPGs mit. Hauptfeinde in Stormblood sind die Schergen des Garleischen Imperiums. Allen voran Legatus Zenos yae Galvus (Was für ein Psycho!), der uns in verschiedenen Szenarien immer wieder seine Stärke beweist und uns bereits vom Story-Ende von Heavensward bekannt ist. Ein Sieg gegen den übermächtigen Legatus ist in zunächst unmöglich. Überleben, lautet die Devise.

FF14 Stormblood: Gemeinsam sind wir stark

Diese Devise gilt natürlich auch in den neuen Dungeons oder bei den Primae von Stormblood, die wir im Verlauf der Hauptquest zwingend erledigen Der Kampf gegen Lakshmi ist lustig, aber auch nervenaufreibend. Immer dann, wenn die Gruppenkollegen die Mechanik mit der Blase nicht kapieren. Quelle: buffed Der Kampf gegen Lakshmi ist lustig, aber auch nervenaufreibend. Immer dann, wenn die Gruppenkollegen die Mechanik mit der Blase nicht kapieren. müssen. Auch wenn wir einen Großteil der Geschichte und Quests im Alleingang abhaken, lassen sich manche Aufgaben nur mit Mitspielern lösen. Aber das ist dank Duty Finder kein Problem. Ein Klick und wir reihen uns in die Warteschlange für entsprechende Instanzen ein. Die neuen Dungeons und Primae-Kämpfe sind nicht nur optisch eine Wucht, sondern haben es auch in Bezug auf die Boss-Mechaniken in sich. Einfach stur reinmarschieren und alle Gegner umbolzen, funktioniert in Stormblood und allgemein in Final Fantasy 14 oft nicht. Und das ist auch gut so, denn so stellt sich nach dem Sieg ein wohliges Erfolgsgefühl ein. Oft chatten wir mit den Mitspielern und reden über die Taktik, um Bosse zu besiegen. Schaffen wir es am Ende, nachdem jeder in der Gruppe seinen Teil beigetragen hat, ist das einfach eine tolle Sache. Abgesehen von den tollen Primae-Fight ist

uns besonders gut ein Boss aus dem Level-65-Dungeon in Erinnerung geblieben, der unsere Gruppe nicht angreift, sondern jede Menge Ausweichübungen mit uns spielt. Wer hier nicht auf Zack ist und die Reflexe einer Katze an den Tag legt, versaut der Gruppe immer wieder den Sieg.

Klingt doof, macht aber sehr viel Spaß. Doch natürlich gibt's auch Schattenseiten im Gruppenspiel - besonders nach den umfangreichen Änderungen an allen Klassen. Entwickler Square Enix wollte damit vor allem die überbordende Anzahl an Fähigkeiten verringern, die jede Spielweise in den Der neue Primae Susano hat einige interessante Mechaniken, die auch im Normalmodus bei Nichtbeachtung zum Wipe der Gruppe führen. Nach vier Anläufen lag er aber - der EX-Modus wird sicher lustig. Quelle: buffed Der neue Primae Susano hat einige interessante Mechaniken, die auch im Normalmodus bei Nichtbeachtung zum Wipe der Gruppe führen. Nach vier Anläufen lag er aber - der EX-Modus wird sicher lustig. Aktionsleisten hat. Das ist größtenteils gelungen, auch wenn die Menge an Skills im Vergleich zu anderen Online-Rollenspielen noch immer gewaltig ist. Das Problem an der Sache ist aber, dass viele liebgewonnene Fähigkeiten bei manchen Klassen nicht mehr existieren und sich die Spieler so umgewöhnen müssen. Natürlich sorgten solche drastischen Veränderungen für Unmut in den Foren. Besonders hart hat es Paladine und Weißmagier getroffen. So erleben wir derzeit noch leicht überforderte Tanks und Heiler in Dungeons, aber das wird sich mit der Zeit auch ausgehen. Die Änderungen an der von uns gespielten Klasse Barde gefallen jedoch. Nachdem Heavensward aus der eigentlich sehr mobilen Fernkampfklasse einen stationären Caster gemacht hatte, nimmt Stormblood die Änderungen wieder zurück. Endlich!

FF14 Stormblood: Noch mehr Jobs

Wie auch schon Heavensward bringt auch Stormblood wieder neue Jobs. Samurai und Rotmagier sind zwei komplexe Schadensausteiler, die auf Ein Regenbogen in der Azim Steppe Quelle: buffed Ein Regenbogen in der Azim Steppe Stufe 50 ins Geschehen starten und jeweils eine eigene Klassen-Story erleben. Wählen dürfen wir den neuen Nah- beziehungsweise Fernkämpfer aber nur, sofern wir schon über eine Kampfklasse auf Stufe 50 verfügen. Zusätzliche Voraussetzung, um dann in die neuen Stormblood-Gebiete vorzudringen, ist nach wie vor der Abschluss der gesamten Story-Kampagne von A Realm Reborn und Heavensward. Gerade für Neueinsteiger ein Albtraum, denn wir reden hier von mehreren hundert Aufgaben, an denen Neulinge im Genre gut und gerne einige Wochen sitzen.

Dass das ein Problem ist, merkte offensichtlich auch Square Enix und bietet im Item Shop inzwischen sogenannte Der Unterwasser-Content geht glücklicherweise nicht in die Richtung eines Vashj'ir, sondern beschränkt sich auf kleinere Aufgaben. Spaß macht's trotzdem. Quelle: buffed Der Unterwasser-Content geht glücklicherweise nicht in die Richtung eines Vashj'ir, sondern beschränkt sich auf kleinere Aufgaben. Spaß macht's trotzdem. Jump Potions an, mit denen sich nicht nur einzelne Klassen auf Stufe 60 aufwerten, sondern auch noch Teile oder gleich die komplette Geschichte bis zum Stormblood-Einstieg überspringen lassen. Eine elegante Lösung ist das nicht, denn schließlich hätten die Entwickler auch einfach die Quest-Voraussetzung im Spiel entfernen können. In der Community gab es heftige Diskussionen über die Potions, der hohe Preis von knapp 20 Euro sorgte aber dafür, dass sich die Gemüter wieder einigermaßen beruhigten. Zudem ist das Level-Potion auf einen Einsatz pro Account beschränkt. Über den Level-Boost aufgeregt hatten sich vornehmlich Hardcore-Spieler. Verständlich, jedoch freuen sich auch Veteranen über frische Spieler auf den Servern. Es ist also ein zweischneidiges Schwert.

FF14 Stormblood: Kommt nach Eorzea!

Ein Online-Rollenspiel ist auf den steten Zustrom neuer Spieler angewiesen. Dass Square Enix etwas an der Zugänglichkeit drehen musste, war klar. Doch die alten Probleme bleiben, denn auch wenn es dank Jump Potion möglich ist, sofort in den aktuellen Content vorzustoßen, Final Fantasy 14 ist vor allem auf dem Maximal-Level nicht gerade einsteigerfreundlich. Das Endgame ist sehr herausfordernd und ohne feste Gruppe verlieren nicht so stark ins Das Fliegen müssen wir uns in den neuen Gebieten erst verdienen. Quelle: buffed Das Fliegen müssen wir uns in den neuen Gebieten erst verdienen. Spiel investierte Helden schnell den Anschluss. Allerdings lohnt sich die Erweiterung auch ohne die Absicht, ins Hardcore-Raiden einzusteigen. Denn die absolut fantastisch erzählte Geschichte, die wunderbaren neuen Gebiete, in denen wir erstmals auch unter der Wasseroberfläche Quests lösen, die tollen neuen Dungeons und die neuen Klassen lohnen sich auch für Casual-Spieler.

Das Handwerk ist immer noch extrem komplex und nervenaufreibend, die Raids und Mechaniken bestrafend und allgemein sind die Laufwege für viele Aufgaben in Final Fantasy 14 viel zu lang und nervig. Doch all das ist

Meckern auf extrem hohem Niveau. Mit Stormblood haben sich die Entwickler bei Square Enix erneut selbst übertroffen und es tut gut, nachdem der fragmentierten Geschichte von Final Fantasy 15, eine so starke, eindringliche und vor allem verständliche Story in einem Final-Fantasy-Spiel zu erleben - und dann auch noch in einem MMORPG! Spätestens jetzt mit Stormblood lohnt sich ein Blick auch für Genre-Neulinge und Fans, die sonst nur die Singleplayer-Spiele der Final-Fantasy-Reihe kennen. Derzeit läuft eine kostenlos Trial-Version, die bis Stufe 35 geht. Es lohnt sich!

Meinung

FF14 Stornblood: Wertung

Wertung zu Final Fantasy 14: A Realm Reborn (PC)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
Wunderbare Geschichte, die durch tolle Szenarien, interessante Figuren und ergreifende Zwischensequenzen berührtSchöne neue Gebiete, die riesig sind und zum Erkunden einladenTeilweise auch Nebenquests mit ZwischensequenzenBosskämpfe in den neuen Dungeons mit witzigen MechanikenNeue Primae, neuer 8-Spieler-Raid, neuer Allianz-Raid (erscheint später)Zwei neue KlassenUnterwasser-Content und SchwimmenInzwischen enorm viel Content im kompletten Spiel
Laufwege teilweise zermürbend langManchmal umständliche „Klickerei“ in QuestsBalancing könnte besser seinFür neue Spieler ist der Einstieg langwierigHandwerk gleicht einer Lebensaufgabe
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