Copy Protection: Die Geschichte des Raubkopierens
Digitale Tauschbörsen wie Edonkey beschleunigten die Verbreitung von Raubkopien maßgeblich.
Die nächste Generation des Crackens und Hackens entwickelte sich durch das Internet. Die alteingesessenen Szene-Mitglieder konnten mit dem neuen Medium zwar wenig anfangen, alle anderen nutzen das WWW, um sich neu zu organisieren. Im Zuge der digitalen Verbreitung von Filmen, Musik und Spielen entstanden neue Release-Gruppierungen (Bezeichnung für Cracker-Gruppen, die illegale Software veröffentlichen), die sich speziell auf diese Medien konzentrierten. Anfang April zogen sich zwei bekannte Gruppierungen, "Silent Gate" und "Post Mortem", aus dem illegalen Geschäft zurück. Zusammen stellten beide in den letzten 4 Jahren rund 600 Raubkopien in internationale Netzwerke. Im Jahr 2005 veröffentlichte das Marktforschungsinstitut IDC eine Studie, der zufolge die Software-Industrie in Deutschland einen Umsatzverlust von 1,84 Milliarden Euro durch Raubkopien verzeichnete.
Der CD-Brenner machte das Kopieren von CDs Massenmarkt tauglich.
In der aktuellen Diskussion stellt sich nach wie vor die Frage, ob man wirklich von einem "Umsatzverlust" sprechen kann. Niemand kann abschätzen, wie viele der illegalen Kopierer das entsprechende Produkt tatsächlich gekauft hätten. Bezüglich der Verbreitung von PC-Spielen gehen die Meinungen weit auseinander: Vor Kurzem schloss das Entwicklerstudio Iron Lore Entertainment seine Pforten. Michael Fitch, Kreativdirektor bei Publisher THQ, gab Raubkopien Mitschuld: "Hätte nur eine geringe Anzahl derer, die auf illegale Weise an das Spiel gelangt sind, Geld dafür ausgegeben und die mehr als 40 Stunden Unterhaltung dadurch gewürdigt, wäre heute alles anders", so Fitch in den Quarter-to-Three-Foren. Das Statement blieb nicht lange ungehört, entfachte sich dadurch doch erneut eine Diskussion ums Thema Raubkopien. Zu Wort meldete sich dabei auch Brad Wardell, Präsident von Stardock (Sins of a Solar Empire, Test in der neuen PC Games 06/08): "Natürlich schaden Raubkopien den Verkaufszahlen. Aber sollte man deshalb gleich argumentieren, dass Raubkopien die alleinige Schuld daran haben, dass sich ein Spiel schlecht verkauft? Ich denke nicht."

wieso wird das schicksal des AMIGAS in dem artikel nicht mehr hervorgeben bzw. überhaupt erwähnt???
Eine tolle Kiste damals - technisch mindestens ebenbürtig mit den gängigen Konsolen - wegweisend bei vielen Dingen. Nur leider, wirklich leider wurde das System in der Tat "tot-raubkopiert"! Dort gab's sogar Software, die mit beigepackten Zetteln versehen wurde, wo die Entwickler darum gefleht haben, dass der Käufer des Originals dies nicht einfach weiterkopieren soll...
Jedenfalls war's dann folgendermaßen: es wurde nur noch kopiert, die Veröffentlichungen von Amiga-Spielen wurden immer weniger, der Amiga-Absatz fiel ebenfalls in den Keller, die Maschine wurde nicht mehr nennenswert weiterentwickelt und bald war's überhaupt aus damit.
Alles das, was gerade so am PC passiert erinnert wirklich frappierend an diese Zeit und an den Amiga. Hoffentlich wiederholt sich hier nicht 1:1 die ganze Geschichte...
Hihi,
ich entsinne noch wie mein Vater mir in so nem kleinen Laden mitte der 80'er meinen ersten Computer gekauft hat, einen C64er :-) Mit dabei eine Diskettenbox voller 5 1/4 Zoll Disketten (alles Kopien) mit insgesamt über 300 Spielen drauf.
Damals hat sich niemand beschwert und mein Vater hat alles in einem Laden gekauft.
*schwelginerinnerung*
Wenn es in meiner Kindheit (von 8-18 jahren) den sicheren Kopirschutz gegeben hätte, Würde ich mir heute (bin jetzt 25) keine Pc Spiele kaufen!!
Ich denke, Hardcore Gamer so wie ich, werden in der Kindheit geprägt und da waren nicht mehr als höchstens 2 Orginale im Jahr finanziell drinn. Und für 2 Spiele im Jahr hätt ich mir bestimmt nicht einen teuren Pc gekauft - also währ ich nie ein Pc gamer geworden.
(und jetzt kommt mir nicht mit:"du hättest ja arbeiten gehen Können"), das hab ich um mir einen neuen Pc zu kaufen.
Heute hab ich eine gesunde Miaschung aus Orginalen und Kopierten. soo weit währe es ohne Raubkopien Nie gekommen- da bin ich mir SICHER:!!!
danke
Wieso zieht man sich etwas, wenn man es eh nicht braucht ?
Hi, mal ganz davon abgesehen, das ich bei meinen MMORPGs bleibe, finde ich es wirklich ein bisschen teuer, für ein spiel 50€ zu bezahlen ! Dazu kommt dann noch, wie mein Vorredner schon sagte, das die Spiele teilweise nur 15 Stunden (wenn überhaupt) spielzeit haben. Zum Schluss bleibt noch zu sagen, das die Patche dir runter geladen werden vielleicht auch ein bisschen erhöht sind, da man viele Spiele auch aus einer Videothek bekommen kann ;)! Spekulation, Vermutungen und die Wirklichkeit ... ja ja, das sind alles so Dinge über die man ewich reden kann.