Fast Lane Carnage
Die Vogelperspektive gewährt einen guten Überblick.
Frogsters neuer Arcade-Flitzer spielt in ferner Zukunft. Die Reichen leben in geschützten Luxusbereichen und die Armen fristen ihr Dasein in schmuddeligen Ghettos am Stadtrand. Der einzige Weg aus dem Elend: die Karriere als Rennfahrer in einem brutalen Wettbewerb. Bei den Veranstaltungen geht es darum, die gegnerischen Wagen in einen Haufen Schrott zu verwandeln und als Erster über die Ziellinie zu brettern.
Sie beginnen in der niedrigsten von drei Ligen und hausen in einem muffigen Einzelzimmer ohne Mobiliar. Das ändert sich, wenn Sie die ersten Siegprämien einheimsen. Die Rennen verfolgen Sie aus der klassischen Vogelperspektive à la Micro Machines. Wegen der hohen Geschwindigkeit macht die verkorkste Steuerung das Rennfahrerleben aber zur Hölle: Immer wieder verliert man die Übersicht und schon nach wenigen Runden weiß keiner mehr, wer überhaupt auf welchem Platz ist.
Mit der Zeit bekommen Sie immer heftigere Waffen wie Raketen und Minen, die für noch größeres Chaos sorgen. Schlimm: der auf der Packung angepriesene "Aggro Berlin"-Soundtrack beschränkt sich tatsächlich auf einen 20-Sekunden-Loop, der unglaublich an den Nerven zerrt. Im drögen Mehrspielermodus treten bis zu vier Randalemacher in Deathmatch-Partien gegeneinander an. Letztendlich können nicht einmal Retrofans Fast Lane Carnage etwas abgewinnen.
