Far Cry Primal: Steinzeit-Shooter angespielt - Unsere Eindrücke mit Video

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Special Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 26,99 €
Far Cry: Primal in der Vorschau
Quelle: Ubisoft

Am 23. Februar erscheint mit Far Cry: Primal der nächste Teil der beliebten Open-World-Shooter-Reihe. Wir konnten bereits mehrere Stunden des Abenteuers selbst erleben und verraten, wie es sich spielt. Reicht das neue Setting, um Far Cry: Primal von den Vorgängern abzuheben? Und wie viel Spaß macht es, Tiere als Helfer in den Kämpfen zu befehligen? Alle Infos gibt's in der Vorschau!

Während viele Shooter in den vergangenen Jahren immer weiter in die Zukunft gegangen sind und uns zeigen, wie die Kriegsführung in einigen Jahrzehnten aussehen könnte, geht Ubisofts Open-World-Serie Far Cry mit dem neuesten Teil Primal genau den umgekehrten Weg: Hier begeben wir uns ins Jahre 10.000 vor unserer Zeitrechnung und erforschen in Gestalt des Jägers Takkar den fiktiven Kontinent Oros. Angetrieben vom Wunsch, sein Volk, die Wenjas, zu beschützen und dem gegnerischen, bösen Clan unter der Herrschaft des sadistischen Ull das Handwerk zu legen, erlebt er dort allerlei Abenteuer. Unterstützung erhält er nicht nur von einem anscheinend durchgeknallten Schamanen, sondern auch von der resoluten Wenja-Kriegerin Sayla, die es sich zum Hobby gemacht hat, die abgeschnittenen Ohren ihrer getöteten Feinde als Mobilé in ihrer Hütte aufzuhängen. Man sieht: Die Figurenzeichnung dürfte den Entwicklern in Far Cry Primal wieder einmal prima gelungen sein.

Far Cry: Primal - Es war einmal ...

Auch etwas ausgefallenere Ideen gibt es in Far Cry Primal wieder. Quelle: Ubisoft Auch etwas ausgefallenere Ideen gibt es in Far Cry Primal wieder. Im Rahmen eines Anspiel-Events konnten wir erneut selbst Hand an Far Cry: Primal legen und erlebten dort gemeinsam mit Takkar die ersten paar Stunden des Abenteuers mit. Anders als bei unserem letzten Anspieltermin in London - unseren Vorschau-Bericht dazu findet sich hier -, durften wir diesmal auch schon Missionen der Haupthandlung erledigen. Diese fühlen sich für Kenner der Vorgänger vertraut an; gerade zu Beginn dienen sie dazu, uns an die verschiedenen spielerischen Möglichkeiten des Abenteuers heranzuführen. So erlernen wir etwa, wie man aus sammelbaren Materialien wie Schiefern, Holz und Farn Gegenstände wie Pfeil und Bogen, Speerspitzen oder Knüppel herstellt, erfahren, wie man Tiere zähmt oder werden daran herangeführt, wie man Lager erobert. Auch etwas ausgefallenere Ideen gibt es wieder. So kehren die Drogenträume aus dem direkten Vorgänger zurück - nun eben anstatt von zwei Junkies von unserem Dorfschamanen initiiert. Diese Abschnitte gehören zu den visuell mit Abstand beeindrucktesten und lassen uns etwa gemeinsam mit einer goldenen Eule durch einen scheinbar unendlichen, glänzenden Ozean fliegen oder vor feurigem Hintergrund in einem Dorf mit Pfeilen dem Mond vom Himmel schießen. Schräg, aber toll!

Knüppel statt Kugeln

Generell spielt Action aber eine weniger große Rolle als bisher. Anstatt auf wilde Schießereien zu setzen, müssen wir uns diesmal mehr auf unsere schiere Manneskraft verlassen, denn Pfeil und Bogen sowie Speer sind uns im Nahkampf nur von geringer Hilfe. Stattdessen verfügt Far Cry: Primal über ein neues Nahkampfsystem, dass uns je nachdem, wie lange wir den Knopf gedrückt halten, entscheiden lässt, wie stark wir mit unserer Keule auf unseren Widersacher einprügeln. Eine interessante Idee, die trotz der simplen Ausführung durchaus eine Prise Taktik benötigt.

Far Cry: Primal - Tierfreund

Wir haben das Gefühl, dass wir es diesmal in den Gefechten mit deutlich weniger bösen Buben auf einmal zu tun bekommen. Quelle: Ubisoft Wir haben das Gefühl, dass wir es diesmal in den Gefechten mit deutlich weniger bösen Buben auf einmal zu tun bekommen. Übrigens haben wir das Gefühl, dass wir es diesmal - passend zur Thematik - in den Gefechten mit deutlich weniger bösen Buben auf einmal zu tun bekommen. Ein interessanter, mutiger Schritt, welcher dafür sorgt, dass der Kampf nicht mehr der bestimmende Faktor des Spiels ist. Zudem haben wir diesmal ja auch unsere zähmbaren Tiere als Begleiter dabei, welche wir gezielt auf Gegner hetzen können und die uns durch ihre effizienten Angriffe so manchen Kampf sogar gänzlich ersparen. Ebenfalls praktisch: Unsere Eule, über die wir auf Knopfdruck die Kontrolle übernehmen und anschließend aus der Luft die Gegend auskundschaften und auch unseren animalischen Freund am Boden auf Feinde hetzen können. Übrigens wird es auch wieder möglich sein, am Rücken einiger tierischer Urzeit-Bewohner Platz zu nehmen und durch die Pampa und auch die feindlichen Reihen zu pflügen - wie bereits bei den Elefanten in Far Cry 4 ein Heidenspaß!

Bastelstunde mit Takkar

Die geringere Bedeutung der Kämpfe wird durch mannigfaltige weitere Aktivitäten wieder ausgeglichen. Quelle: Ubisoft Die geringere Bedeutung der Kämpfe wird durch mannigfaltige weitere Aktivitäten wieder ausgeglichen. Die geringere Bedeutung der Kämpfe wird durch mannigfaltige weitere Aktivitäten wieder ausgeglichen. Wie wir in unserer letzten Vorschau zu Far Cry: Primal bereits schrieben, wurde etwa das Crafting-System enorm ausgebaut und setzt nun auf zahlreiche Materialien, mit denen wir nicht nur schicke Dinger wie größere Köcher oder Taschen bauen, sondern auch essenzielle Verbrauchsgüter wie Pfeile und Keulen. Ein interessanter Ansatz, der dafür sorgt, dass wir nicht mehr wie im Vorgänger irgendwann im Grunde keinerlei Verwendung mehr für das Crafting-Feature haben. Genau konträr dazu hoffen wir aber, dass einem das dauernde Craften nach einigen Spielstunden nicht auf die Nerven geht. Allerdings: Wenn wir etwas aus Minecraft gelernt haben, dann, dass Spieler gerne basteln. Auch Skills gibt's deutlich mehr als zuvor, sie verleihen uns etwa mehr Lebensenergie, lassen uns Icons auf der Map sehen oder verleihen uns spezielle Fähigkeiten.

Far Cry: Primal - Dorfkind

Ein neues Feature in Primal ist der Ausbau unserer Siedlung. Am Anfang fast ausgelöscht, sammeln wir über die Welt verstreut die verbliebenen Mitglieder der Wenja wieder ein und bauen nach und nach ein florierendes Dörfchen auf. Das funktioniert aber denkbar simpel: Einfach an den entsprechenden Punkt im Dorf herantreten, eine bestimmte Menge an Ressourcen abgeben und schon steht dort eine Hütte oder ein sonstiges Objekt vor uns. Als Belohnung winken neue Missionen, neue Skills, Itemvorräte und mehr - ein nettes Feature, aber nix besonderes. Welchen Einfluss die Menge der Bewohner des Dorfes auf das Spiel hat, die wir etwa in Nebenmissionen befreien, konnten wir noch nicht genau eruieren.

Alte Tugenden im neuen Gewand

Trotz des neuen Settings bleibt bei Far Cry Primal viel beim Alten. Quelle: Ubisoft Trotz des neuen Settings bleibt bei Far Cry Primal viel beim Alten. Ansonsten bleibt aber, trotz des neuen Settings, viel beim Alten - wer schon einmal Far Cry gespielt hat, wird sich sofort heimisch fühlen. Die Karte abklappern, Locations entdecken, Items sammeln, Missionen erledigen und mehr - all das kennen Serienliebhaber bereits. Sogar Features wie der Grappling Hook aus teil vier finden sich wieder, wenngleich die Item-Beschreibung im Spiel selbst anmerkt, dass das Ding für das Steinzeit-Setting ... ungewöhnlich ist. Somit entpuppt sich Far Cry: Primal trotz des frischen Settings als weniger innovativ als gedacht. Das heißt keineswegs, dass es ein schlechtes Spiel ist - im Gegenteil, wir hatten beim Anspielen jede Menge Spaß -, sondern lediglich, dass es erneut auf ziemlich sicheren Pfaden wandelt. Das tut es aber dem bisherigen Anschein nach so gekonnt, dass wir uns bereits auf ein sehr vergnügliches Open-World-Erlebnis einstellen können.

Meinung

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von golani79 Mitglied
        Zitat von Soulja110
        Naja, gibt bestimmt auch wieder genug Leute ohne Anspruch die auch mit diesem Aufguss Spaß haben werden.
        Man kann auch Anspruch haben und trotzdem Spaß an so nem Spiel haben - irgendwie scheint es so, als schließe bei vielen in der Gamercommunity das Eine das Endere explizit aus.
      • Von golani79 Mitglied
        Zitat von Soulja110
        Naja, gibt bestimmt auch wieder genug Leute ohne Anspruch die auch mit diesem Aufguss Spaß haben werden.
        Man kann auch Anspruch haben und trotzdem Spaß an so nem Spiel haben - irgendwie scheint es so, als schließe bei vielen in der Gamercommunity das Eine das Endere explizit aus.
      • Von USA911 Mitglied
        Zitat
        Trotz Steinzeit wie immer...
        Das sagt schon alles aus und beschreibt meine Haltung zum Spiel. Das gleiche nur in einem anderen Gewand. Naja so ist es, wenn jedes Jahr ein ableger auf den markt kommen muss, da bleibt wenig Zeit für gänzlich neues...
      • Von Oray Mitglied
        Freu mich richtig drauf. Mal ein ganz anderes Setting ...
      • Von Soulja110 Spiele-Enthusiast/in
        "Ich war beim Anspielen überrascht, wie stark Far Cry Primal vor allem dem vierten Teil ähnelt – ich war mir im Vorfeld sicher, dass sich durch das neue Setting massive Änderungen ergeben würden."

        ROFL. Wie war das noch bei der letzten News. Könnte ja sagen ich habs gewusst aber soeiner bin ich ja net. Naja, gibt bestimmt auch wieder genug Leute ohne Anspruch die auch mit diesem Aufguss Spaß haben werden. Gut gemacht, Ubi, ihr macht die Spiele die die Community verdient xD
      • Von MichaelG Mitglied
        Zitat von Aenimus
        Die magere Waffenauswahl stört mich nicht so sehr, solange genug Fahrzeuge...ähm...shit.
        Mammut=Fahrzeug. :D
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