Apocalypse abgesagt: Die eingestellten Fallout-Spiele

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Special Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Apocalypse abgesagt: Die eingestellten Fallout-Spiele
Quelle: Bethesda

Kurz vor dem Test zu Fallout 4 blicken wir zurück: Im mehrteiligen Serienspecial ackern wir uns durch die komplette Fallout-Reihe und beleuchten, wie das verrückte Endzeit-Rollenspiel ein ganzes Genre umgekrempelt hat.

Gleich mehrere Ableger der Fallout-Serie – sowohl Spin-offs als auch ein Hauptteil der Reihe – erblickten niemals das Licht der Welt. Wir stellen die wichtigsten Endzeit-Abenteuer vor, die dereinst geplant waren, und verraten, was sie eigentlich hätten sein sollen.

Van Buren/Fallout 3

Das Hauptmenü der Techdemo zu Van Buren/Fallout 3. Quelle: de.fallout.wikia.com Das Hauptmenü der Techdemo zu Van Buren/Fallout 3. Zweifellos das wichtigste Spiel in dieser Liste, denn Van Buren – das ursprüngliche Fallout 3, entwickelt von den Black Isle Studios – hätte das Konzept der beiden Vorgänger fortgesetzt. Das bedeutet: Anstatt aus der Ego- oder Verfolgerperspektive hätten wir das Geschehen weiterhin aus einer isometrischen Ansicht betrachtet. Eine brandneue Grafikengine hätte die Welt und Charaktere aber aufwendig in 3D berechnet. Das Kampfsystem wäre trotz des Schwerpunktes auf Rundentaktik erstmals auch in der Lage gewesen, Echtzeit-Angriffe zuzulassen. Auch einen kooperativen Mehrspielermodus hatten die Entwickler angedacht. Die Story hätte uns im Jahr 2253 im Südwesten der USA in die Haut eines Gefängnisinsassen gesteckt. Seine Aufgabe: die Pläne des verrückten Wissenschaftlers Viktor Presper zu verhindern, welcher die postnukleare Welt mit einem Virus von der Menschheit befreien will. Im heutigen Fallout 3 sieht das alles natürlich deutlich anders aus. Als Bethesda im Jahr 2004 das Recht erwarb, eigene Fallout-Spiele zu entwickeln, wurde Van Buren (der Arbeitstitel bezieht sich übrigens auf Martin Van Buren, den achten Präsidenten der USA) eingestampft. Dabei war das Spiel zum diesem Zeitpunkt schon weit in der Entwicklung fortgeschritten. Viele alteingesessene Fans trauern "ihrem" Fallout 3 noch heute nach. Immerhin: Mit Wasteland 2 bekamen sie erst im letzten Jahr ein schönes Trostpflaster.

Fallout Extreme

Das Logo des nie veröffentlichten Fallout Extreme. Quelle: de.fallout.wikia.com Das Logo des nie veröffentlichten Fallout Extreme. Erst 2010 wurde bekannt, dass Interplay insgeheim an einem weiteren Projekt im Fall­out-Universum gearbeitet hatte, und zwar schon zehn Jahre zuvor: Das Spiel mit dem Arbeitstitel Fallout Extreme war 2000 bei Interplays internem Studio 14 Degrees East in Entwicklung, allerdings nur wenige Monate lang. Damit kam das Spiel nie über die Konzeptphase hinaus. Fallout Extreme sollte ein teambasierter Taktiktitel auf Basis der Unreal-Engine werden, spielbar aus der Ego- oder Third-Person-Perspektive. Der Spieler hätte ein vierköpfiges Team aus Spezialisten durch verschiedenste, eng verknüpfte Kampfeinsätze geführt. Neben taktischem Tiefgang und RPG-Elementen sollte das Spiel auch leichte Shooter-Einflüsse bieten.

Fallout Online/Project V13

Erste Bilder aus dem damaligen Fallout Online zeigen ein vertrautes Bild - die Fallout-Stimmung ist unverkennbar. Quelle: de.fallout.wikia.com Erste Bilder aus dem damaligen Fallout Online zeigen ein vertrautes Bild - die Fallout-Stimmung ist unverkennbar. Streng genommen dürfte das Spiel gar nicht in dieser Liste auftauchen. Denn offiziell ist es gar nicht gecancelt! Als Bethesda 2004 die Markenrechte an Fallout kaufte, war es Interplay durch eine Vertragslücke weiterhin möglich, an einem MMO-Ableger der Reihe zu arbeiten. Ein Online-Spiel im Fallout-Universum hatte Interplay zuvor schon häufig angedeutet. Viele Gerüchte schwirrten in den Monaten nach Bethesdas Markenerwerb durch das Internet, doch erst Jahre später machte Interplay die Entwicklung von Fallout Online tatsächlich offiziell. Mit diesem Schritt war Bethesda aber ganz und gar nicht glücklich, schließlich hatte man inzwischen eigene, große Pläne mit der Reihe. Es folgten langwierige Rechtsstreitigkeiten, bis Bethesda 2012 schließlich auch die Rechte an einem Fall­out-Online-Spiel erwarb. Unter dem Projektnamen V13 arbeitet Interplay weiterhin an seinem post­apokalyptischen RPG, musste dazu aber sämtliche Verweise auf Fallout entfernen.

Fallout: Brotherhood of Steel 2

Schon bevor das konsolenexklusive Fallout: Brotherhood of Steel überhaupt im Laden stand – und dort auf mäßige Verkaufszahlen sowie durchwachsene Kritiken stieß –, arbeitete Interplay bereits an der offiziellen Fortsetzung. 2004 geriet die Firma jedoch in so ernste Finanzschwierigkeiten, dass man sich gezwungen sah, bei dem schon sehr weit entwickelten Endzeit-Abenteuer kurzerhand den Stecker zu ziehen. Dabei hätte es wohl einige interessante Einblicke in einen weiteren Fallout-Titel erlaubt, der niemals das Licht der Welt erblickte: Nachdem Van Buren schon ein Jahr vorher gecancelt wurde, brachten die Entwickler kurzerhand Gameplay-Elemente sowie Teile der Handlung aus Van Buren in Brotherhood of Steel 2 unter. Wie sein Vorgänger sollte das Spiel auf der Dark Alliance-Engine aufbauen und eine verfeinerte Spielmechanik bieten.

Die Fallout-Anthology Quelle: Bethesda Die Fallout-Anthology Und damit wären wir am Ende unseres Serienrückblicks angelangt. Wir hoffen, euch hat die Lektüre gefallen und das letzte bisschen Wartezeit zum Release von Fallout 4 ein bisschen erträglicher gemacht! Nächste Woche geht's hier auf pcgames.de natürlich weiter - dann mit dem Test und Tipps zu Fallout 4.

Und falls ihr nun Lust bekommen habt, die alten Fallout-Teile auszuprobieren: Sowohl über Steam wie auch GOG sind die Klassiker wieder erhältlich und ordentlich lauffähig. Alternativ hat Bethesda auch eine Sonderedition namens Fallout Anthology veröffentlicht, die sämtliche PC-Titel der Fallout-Reihe in einem hübschen Bundle zusammenfasst. Die Spiele stecken in einer schicken Sammlerbox in Form einer kleinen Atombombe - hätten wir jetzt noch den passenden Fatman dazu, würden wir das Ding glatt mal durch's Büro feuern. Einfach nur so, weil's Spaß macht. Fallout halt.

Das Ende unseres Fallout-Serienrückblick. Danke für's Lesen! Quelle: GOG Das Ende unseres Fallout-Serienrückblick. Danke für's Lesen!

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  1. Seite 1 Die Anfänge: 1988 bis 1997
  2. Seite 2 Zeiten des Umbruchs: 1998 bis 2004
  3. Seite 3 Die Bethesda-Ära: 2005 bis heute
  4. Seite 4 Apocalypse abgesagt: Die eingestellten Fallout-Spiele
    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von matrixfehler Spiele-Enthusiast/in
        Ich lese dieses Spezial zwar gerne, aber ein wenig nervig ist das Copy&Paste zwischen Heft und Seite dann aber doch...
      • Von matrixfehler Spiele-Enthusiast/in
        Ich lese dieses Spezial zwar gerne, aber ein wenig nervig ist das Copy&Paste zwischen Heft und Seite dann aber doch...
      • Von M4xw0lf Stille/r Leser/in
        Zitat
        Die Spielwelt rund um die Mojave-Wüste ist allerdings nicht so glaubhaft und stimmungsvoll wie im Vorgänger, da kann Obisidian leider nicht an Bethesda anknüpfen.
        Komme extra von PCGH rüber, um diesen Stuss zu kommentieren.
        Wer die Welt von Fallout 3 für glaubhafter hält als die von New Vegas, der sollte erstens öfter mal vor die Tür gehen, und zweitens mal die klassischen Fallouts danebenstellen. Dann wird man feststellen, dass Obsidian eine um Welten (haha) glaubhaftere Welt abgeliefert hat als Bethesda, und außerdem den Geist der Vorgänger viel besser eingefangen hat.
      • Von CorhaL Anfänger/in
        Hach ja, ich erinnere mich sogar noch an die PCGames-Ausgabe für Fallout 1. Irgendwie hatte sich das damals so in mein Gedächtnis eingebrannt, dass ich dann beim Spielen sofort wusste,
        dass ich in The Glow ein Seil an den Balken am Krater hängen musste :-D. Fallout 1 und 2 werden für mich wohl immer meine Lieblingsrollenspiele bleiben.

        Zitat von Wynn
        Fallout 2 war von den drei isometrischen Fallout das beste fand ich.

        In Fallout 1 hattest du den Countdown der einen nur hetzte und wo das spiel automatisch "Game Over" zeigte wenn du nicht schnell genug warst.
        In Teil 2 gab es keinen Countdown und viel mehr Gimmicks aber man musste sich einen Uncut Patch runterladen damit manche quest und events funktionierten.
        Fallout Tactics war Jagged Alliance mässig mit eine Story mit diversen Enden
        Der Countdown in Fallout 1 konnte für Spieler die zuerst viel erkundet haben schon etwas nervig sein, betraf allerdings nur den ersten Hauptquest. Außerdem finde ich, dass das atmosphärisch durchaus passend war, um der Ernsthaftigkeit der Situation Nachdruck zu verleihen. Das Fehlen jeglicher Brutalität in F1/F2 betraf auch nur die deutsche Fassung, wobei die abhandengekommenen Quests gar nicht mal so extrem ins Gewicht fallen. Natürlich würde ich dennoch definitiv den Bloodpatch empfehlen(bringt auch einige Quests und Kinder zurück ins Spiel), aber definitiv nerviger fand ich z.B, dass sowohl bei der deutschen als auch finalen englischen Fassung gewisse geplante Quests nicht im Spiel waren, für die es aber viele Andeutungen gab(Dunton Brüder, Suliks Schwester, etc.).

        Deshalb würde ich jedem, der heutzutage noch mal z.B Fallout 2 spielen will, den Bloodpatch + Killap's Fallout 2 Resoration Project(bringt von den Entwicklern geplante Quests zurück ins Spiel) empfehlen.
      • Von Gast1697404202 Mitglied
        Fallout 2 war von den drei isometrischen Fallout das beste fand ich.

        In Fallout 1 hattest du den Countdown der einen nur hetzte und wo das spiel automatisch "Game Over" zeigte wenn du nicht schnell genug warst.
        In Teil 2 gab es keinen Countdown und viel mehr Gimmicks aber man musste sich einen Uncut Patch runterladen damit manche quest und events funktionierten.
        Fallout Tactics war Jagged Alliance mässig mit eine Story mit diversen Enden
      • Von Wut-Gamer Spiele-Kenner/in
        Ich denke ich werde demnächst endlich mal Teil 1 spielen...
      Direkt zum Diskussionsende
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