Fallout-Spiele: Mysterien und offene Erzählweisen sind wichtig, sagt Miterfinder Tim Cain

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News Marc Zander - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Fallout-Spiele: Mysterien und offene Erzählweisen sind wichtig, sagt Miterfinder Tim Cain
Quelle: Bethesda

Tim Cain ist einer der Köpfe hinter der Spieleserie Fallout. In einem YouTube-Video hat er jetzt verraten, warum die Spiele seiner Meinung nach in Sachen Story so einzigartig sind. Seine Begründung: Mysteriös bleiben und Geheimnisse bewahren.

Die Geschichte der Fallout-Spiele wird nicht nur von Fans als sehr gut beschrieben und bleibt teilweise im Gedächtnis verankert. Tim Cain, der damals schon das erste Fallout-RPG mit aus der Taufe gehoben hat, spricht in seinen Videos immer mal wieder über Dinge, die er im Laufe seines Lebens als Videospielentwickler gelernt hat, auch in Fallout. Jetzt hat er sich zu dessen Story-Mechaniken geäußert.

Er ist davon überzeugt, dass Entwickler den Spielern nicht jedes Geheimnis preisgeben sollten, sondern vieles im Verborgenen halten müssen. Als Beispiel nennt er Harold, dessen Geschichte nie so richtig aufgelöst wurde. Somit bleibt es ein Rätsel, das auch in spätere Teile mitgenommen werden könne. Ein Spiel solle laut Cain immer ein gewisses Maß an Geheimnissen bewahren.

Nicht alles müsse Spielern durch Zwischensequenzen, gefundene Bücher im Spiel oder NPCs vorgekaut und erklärt werden. Es genüge, wenn das Entwicklerteam weiß, was dahintersteckt, damit es nicht zu Widersprüchen in der Geschichte komme. Der Spieler hingegen solle das Gefühl haben, er kenne die Antwort, man setzt ihm diese jedoch nicht vor, sondern ermöglicht, dass sie seiner Imagination entspringt. Das klingt erst einmal etwas verschwurbelt, doch er liefert Beispiele.

Etwa, wenn ein NPC eine Quest hat, einen Gegenstand zu besorgen. Warum benötigt er diesen? Der Spieler weiß es nicht. Einige Spieler werden sich selbst eine Geschichte dazu ausdenken, anderen ist es gleichgültig, weil die Quest Erfahrungspunkte und Geld bringt, die sie benötigen. Oder wenn man statt eines Kampfs mit einem Gegner, diesen zum Fortgehen bewegen kann. Als Spieler weiß man dann nicht, wohin er geht, doch für die Entwickler bietet sich so die Möglichkeit, genau diesen Gegner als Antagonisten eines DLCs oder nächsten Teils zu nutzen. Vielleicht bleibt er jedoch ewig verschwunden.

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Und das sei das entscheidende Merkmal für gute Geschichten in Computer- und Videospielen. Nur mit Geheimnissen kann man in DLCs oder direkten Fortsetzungen deren Geschichte wieder aufgreifen und den Spieler bei der Stange halten. Daher ist sein Rat an alle Spieleentwickler, dass es völlig okay sei, wenn sie Geheimnisse für später im Spiel lassen oder diese niemals aufklären. Hauptsache, es bleibt ein gewisses Mysterium im Spiel. Die Spieler würden das mögen.

Quelle: Tim Cain, via YouTube

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