Fair Strike
Auch ungelenkte Raketen sind effektiv, wenn man gleich mehrere auf Panzerverbände oder Stützpunkte abfeuert.
Ein Spiel ganz im Sinne von Präsident Bush: Als Mitglied einer elitären Hubschrauberstaffel "befreien" Sie in vier Kampagnen karibische Eilande und Wüstenfestungen von verschlagenen Terroristen und Drogenbaronen. Anders als in vergleichbaren Spielen, die sich meist auf ein Modell beschränken (etwa Comanche 4), tummeln sich hier gleich sechs unterschiedliche Helikopter im Hangar. Zumindest im Action-Modus ist es aber völlig gleich, in welchem Cockpit Sie Platz nehmen: Alle sechs steuern sich gleichermaßen präzise, aber anspruchslos. Erfahrenere Piloten bevorzugen den Simulator-Modus: Hier lässt sich das Flugmodell individuell konfigurieren - sogar authentische Details wie der Heckrotorströmungsabriss sind einstellbar. Schade: Trotz Karriere, bei der Sie für Missionserfolge befördert werden, mag sich aufgrund der zum Abstürzen öden Missionen keine Langzeitmotivation einstellen. Sind die bis zu vier Hubschrauber eines Teams (Sie und maximal drei Flügelmänner) erst mal mit Lenkraketen, Bordkanone und Munition bestückt, beginnt nämlich das große Gähnen: Die Einsätze erfordern statt Anschleichen und geschicktem Nahkampfverhalten nur simples "Feuer frei auf alles, was sich bewegt". Verglichen mit Comanche 4 wirkt Fair Strike auch technisch so hoffnungslos unterlegen wie ein verrosteter Sowjet-Hind - trotz DirectX-9-Effekten. Schuld sind unscharfe, eintönige Texturen, verpixelte Bäume und wenig spektakuläre Explosionen.
