Die FIFA-Serie: Tops und Flops aus fast 30 Jahren Fußball-Dominanz

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Special Olaf Bleich - Autor Benedikt Plass-Fleßenkämper - Autor Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Die FIFA-Serie: Tops und Flops aus fast 30 Jahren Fußball-Dominanz
Quelle: EA Sports / Medienagentur plassma

Momentum, Mikrotransaktionen und musikalische Meisterwerke: Im großen Report blicken wir auf die besten Features und die größten Patzer der FIFA-Historie. Was macht die Fußballspiel-Reihe so großartig, aber bisweilen auch so furchtbar?

Im Jahr 2023 endet eine 30-jährige Historie: Das am 30. September 2022 erscheinende FIFA 23 ist der letzte Teil der Sportspielserie - zumindest unter diesem Namen. Denn nachdem sich Electronic Arts und der Fußballverband FIFA finanziell nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen konnten, wird aus FIFA kurzerhand EA Sports FC.

FIFA ist die erfolgreichste Sportspielserie aller Zeiten und landete mit 325 Millionen verkauften Einheiten bis 2021 auch im Guinness Buch der Rekorde. Wer den virtuellen Kick liebt, kennt die FIFA-Spiele, schließlich ließ die Reihe über die Jahre sogar den einstigen Erzrivalen Pro Evolution Soccer hinter sich. Mit FIFA sicherte sich Hersteller Electronic Arts unter seinem Label EA Sports eine Monopolstellung im Sportsektor und ganz egal, ob man deren jährlichen Upgrades oder FUT-Mikrotransaktionen mag, den Erfolg kann der Reihe niemand absprechen.
Grund genug, einen Blick auf die Geschichte der Fußballspiel-Reihe und ihre Höhen und Tiefen zu werfen: Welche Features prägten die FIFA-Franchise? Und welche Fehler machten den Fußball-Primus fast zum Abstiegskandidaten?

TOP - Lizenzkönig

FIFA - der Name war von Anfang an Programm. Der Serien-Erstling FIFA International Soccer besaß im Jahr 1993 noch keine Originalnamen und lediglich eine breite Auswahl an Nationalmannschaften. Erst später wurden Originalspieler- und Vereinsnamen zum Markenzeichen der Serie. FIFA 96 war der erste Ableger, der die FIFPRO-Lizenz verwendete.
Leider gibt es bei FIFA eine Zweiklassengesellschaft. Der Fokus liegt auf der aktuellen Konsolengeneration. Die Nintendo Switch (im Bild: FIFA 18) erhält lediglich Content-Updates in Form der sogenannten Legacy Editions. Quelle: Moby Games Leider gibt es bei FIFA eine Zweiklassengesellschaft. Der Fokus liegt auf der aktuellen Konsolengeneration. Die Nintendo Switch (im Bild: FIFA 18) erhält lediglich Content-Updates in Form der sogenannten Legacy Editions. Im Gegensatz zum Langzeitrivalen Pro Evolution Soccer, der in frühen Jahren vielerorts auf Fantasienamen setzen musste, erzeugte die Integration der Team- und Spielernamen bei FIFA stets einen maximalen Wiedererkennungswert. Electronic Arts zielte mit seiner Serie nie auf beinharte Fans von Fußballsimulationen ab, sondern wollte stets eine möglichst breite Zielgruppe erreichen.

Das umfangreiche Lizenzpaket trug dazu bei. Es war ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal und begründete letztlich auch bei schwächeren Serienablegern den Erfolg.
So sah FIFA International Soccer auf dem Sega Genesis im Jahr 1993 aus. Damals war die isometrische Darstellung wegweisend und die Präsentation absolut atemberaubend. Quelle: Moby Games So sah FIFA International Soccer auf dem Sega Genesis im Jahr 1993 aus. Damals war die isometrische Darstellung wegweisend und die Präsentation absolut atemberaubend. Im Verlauf der Jahre fielen zwar einige Clubnamen aufgrund anderer Lizenzdeals weg - wie beispielsweise Lazio Rom, das in FIFA 22 den Namen "Latium" erhielt. Trotzdem stand und steht FIFA seit jeher für möglichst viel Authentizität und Mainstream-Fußball.

FLOP - Legacy Editions und PC-Versionen zweiter Klasse

Über viele Jahre kritisierten Fans und Fachpresse die alljährliche Update-Politik von EA Sports. Viel zu selten waren die Verbesserungen von einem FIFA zum nächsten derart einschneidend, dass sich ein Wechsel wirklich lohnte.

Häufig waren es Detailverbesserungen und Anpassungen, die das Spielgefühl von einem Jahr auf das nächste nur geringfügig veränderten. Die wahren Sprünge traten meist durch Engine-Wechsel oder auch durch neue Konsolengenerationen auf.

Doch während EA Sports den aktuellen Konsolen von Sony und Microsoft stets die größte Aufmerksamkeit widmete, mussten sich etwa die Besitzer einer Nintendo Switch oder älterer Plattformen häufig mit sogenannten Legacy Editions zufriedengeben.
Ein Reihe von Spieler-Karten auf dem Transfermarkt von FIFA 23. Quelle: EA Sports / Medienagentur plassma FIFA Ultimate Team ist für Electronic Arts ein Milliardengeschäft. Jedoch führen die dominanten Mikrotransaktionen im Online-Spiel zu einem hohen Pay2Win-Faktor. Das klingt nach etwas Besonderem, ist aber nicht viel mehr als ein überteuertes Content-Update. Mehr war mehr auf den antiquierten Plattformen offiziell nicht drin. Dem gegenüber steht die PC-Version, die EA Sports trotz ausreichend starker Hardware oft mit aufgebohrten Konsolen-Fassungen der Vorjahre bediente. Schließlich wollte Electronic Arts eine möglichst große Zielgruppe erreichen.

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Die ersten Fifa-Versionen hab ich von 1994-2005 gespielt, nicht immer alle davon, weil man dort für WM und EM auch mal gerne eine eigene Edition heraus brachte.
        Was hier als Highlight unterschlagen wurde, war die Möglichkeit FIFA mit der Manager-Version zu koppeln, so dass man, wenn man im Besitz beider Spiele war, die eigentlichen Spiele in FIFA austragen konnte, während man alles andere im Manager-Spiel erledigt hatte. Kaum zu glauben, dass sowas gefühlte 20 Jahre später nicht mehr möglich ist.
        Daran liegt ja auch der Knackpunkt - ein Feature was eigentlich gut ankommen, kann in der kommenden Version schon wieder verschwunden sein um 2 Versionen später als "brandneues" Feature wieder eingeführt zu werden.

        Peinlich auch, wenn Bugs aus der Vorgängerversion in der Nachfolgerversion 1:1 übernommen wurden, obwohl bekannt. Da fragt man sich schon mal welche Prioritäten die Entwickler haben. Tunnelblick auf FUT wahrscheinlich.
        Mich selbst hat die Story um Alex Hunter zurück zu FIFA gebracht, die sich über 3 Teile erstreckte. Schade, dass man dafür auch keine Ressourcen mehr hat.

        Etwas irritiert bin ich von der Aussage, dass die Frauenmannschaften keine gleichwertigen Werte wie Männermannschaften bekommen haben. Man kann sich gerne auf den Kopf stellen und "nein, nein, nein"-schreien, aber durch die Körperlichkeit des Sports wird jeder Bundesligaverein den amtierenden Weltmeister im Frauenfußball locker in die Tasche stecken können. Warum sollten also die Werte von Männern und Frauen auf das selbe Niveau angeglichen werden? Realistisch wäre das nicht.
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Die ersten Fifa-Versionen hab ich von 1994-2005 gespielt, nicht immer alle davon, weil man dort für WM und EM auch mal gerne eine eigene Edition heraus brachte.
        Was hier als Highlight unterschlagen wurde, war die Möglichkeit FIFA mit der Manager-Version zu koppeln, so dass man, wenn man im Besitz beider Spiele war, die eigentlichen Spiele in FIFA austragen konnte, während man alles andere im Manager-Spiel erledigt hatte. Kaum zu glauben, dass sowas gefühlte 20 Jahre später nicht mehr möglich ist.
        Daran liegt ja auch der Knackpunkt - ein Feature was eigentlich gut ankommen, kann in der kommenden Version schon wieder verschwunden sein um 2 Versionen später als "brandneues" Feature wieder eingeführt zu werden.

        Peinlich auch, wenn Bugs aus der Vorgängerversion in der Nachfolgerversion 1:1 übernommen wurden, obwohl bekannt. Da fragt man sich schon mal welche Prioritäten die Entwickler haben. Tunnelblick auf FUT wahrscheinlich.
        Mich selbst hat die Story um Alex Hunter zurück zu FIFA gebracht, die sich über 3 Teile erstreckte. Schade, dass man dafür auch keine Ressourcen mehr hat.

        Etwas irritiert bin ich von der Aussage, dass die Frauenmannschaften keine gleichwertigen Werte wie Männermannschaften bekommen haben. Man kann sich gerne auf den Kopf stellen und "nein, nein, nein"-schreien, aber durch die Körperlichkeit des Sports wird jeder Bundesligaverein den amtierenden Weltmeister im Frauenfußball locker in die Tasche stecken können. Warum sollten also die Werte von Männern und Frauen auf das selbe Niveau angeglichen werden? Realistisch wäre das nicht.
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