FIFA: Tops und Flops aus fast 30 Jahren Fußball-Dominanz

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Special Olaf Bleich - Autor Benedikt Plass-Fleßenkämper - Autor Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
FIFA: Tops und Flops aus fast 30 Jahren Fußball-Dominanz
Quelle: EA Sports / Medienagentur plassma

Im Report blicken wir auf die besten Features und die größten Patzer der FIFA-Historie. Was macht die Reihe so großartig, aber bisweilen auch so furchtbar?

Wer keine Lust darauf hat, nebenbei Spotify laufen zu lassen, für den waren die Ingame-Soundtracks der FIFA-Spiele immer ein entscheidender Punkt. Machen wir uns nichts vor: Die meisten von euch erinnern sich bei FIFA 98 in erster Linie noch an Song 2 von Blur, das einem zum Start des Spiels entgegen dröhnte. Übrigens hieß das Spiel eigentlich FIFA: Road to World Cup 98 und gab den Ton für die nächsten Jahre vor. Bei dem ein halbes Jahr später erschienen World Cup 98 sorgte Chumbawamba mit dem Kneipen-Hit Tubthumping für Stimmung. Wenn man in die jüngere Vergangenheit blickt, sind ebenfalls höchst populäre Tracks wie etwa The Nights von Avicii (FIFA 15) oder You Should See Me In A Crown von Billie Eilish (FIFA 19) dabei. Ein knackiger und gut hörbarer Lizenz-Soundtrack gehört in FIFA auf jeden dazu.

FLOP - Momentum-Mysterium

Lange Zeit hielt sich hartnäckig ein Gerücht: In den Online-Matches der FIFA-Serie gibt es das sogenannte Momentum, das in kritischen Phasen über Sieg oder Niederlage entscheidet. Wer also in Führung liegt, bringt plötzlich keinen Pass mehr an den Mann und ballert das Leder selbst aus bester Position über den Kasten.

Hat EA Sports seine Kundschaft jahrelang mit falschen Versprechen auf bessere Chemie-Werte geködert? Der sogenannte Chemgate-Skandal schlug zwar große Wellen, jedoch gab es nie echte Konsequenzen. Quelle: EA Sports / Medienagentur plassma Hat EA Sports seine Kundschaft jahrelang mit falschen Versprechen auf bessere Chemie-Werte geködert? Der sogenannte Chemgate-Skandal schlug zwar große Wellen, jedoch gab es nie echte Konsequenzen. Über Jahre hinweg gab es Dementi seitens EA Sports, doch die Community wollte dies nicht glauben. 2021 machte es das Unternehmen vor Gericht infolge einer Klage offiziell: Es gab nie und wird auch nie eine Technologie zur automatischen Anpassung des Schwierigkeitsgrads innerhalb des Online-Betriebs und im Speziellen innerhalb von FUT geben.

Stattdessen verwies man auf Faktoren wie Zufall oder auch die Müdigkeit der virtuellen Kicker, die einen Einfluss auf bestimmte Aktionen haben könnten.
In FIFA 17 begann der Weg von Alex Hunter in The Journey. Die Geschichte endete in FIFA 19. Seitdem wagte sich EA Sports an keinen echten Story-Modus mehr. Quelle: EA Sports / Medienagentur plassma In FIFA 17 begann der Weg von Alex Hunter in The Journey. Die Geschichte endete in FIFA 19. Seitdem wagte sich EA Sports an keinen echten Story-Modus mehr.

TOP - Mit Pro Club zum Teamerfolg

Über wenige Spiele wird derart emotional und negativ diskutiert wie über die FIFA-Serie. Ein Modus fliegt unter dem Radar, brachte aber eine eingeschworene Community und virtuelle Teams zusammen: Be a Pro samt der Pro Clubs. Was hier das Spielgefühl so besonders macht? Man kontrolliert lediglich einen Spieler auf dem Feld und nicht das ganze Team.

Die eigene Leistung wird dabei anhand von Faktoren wie der Positionstreue, aber auch guten Pässen und natürlich Toren bemessen. Die Progression durch das Freischalten von Skills motiviert und unterstützt zugleich die Identifikation mit dem eigenen Pro. Das Schönste hier ist allerdings der Zusammenhalt, der durch regelmäßige Matches mit Freunden entsteht. Jeder hat seine Aufgabe, arbeitet für den anderen und gibt sein Bestes.
Chelsea-Spielerin Sam Kerr ist neben PSG-Stürmer Kylian Mbappé Cover-Star von FIFA 23. Trotzdem spielen die Damen auch im aktuellen Ableger noch die zweite Geige. Quelle: EA Sports / Medienagentur plassma Chelsea-Spielerin Sam Kerr ist neben PSG-Stürmer Kylian Mbappé Cover-Star von FIFA 23. Trotzdem spielen die Damen auch im aktuellen Ableger noch die zweite Geige. Pro Clubs mit fremden Spielern ist zumeist sinnfrei und endet in heillosem Chaos wie bei den Bambini im heimischen Fußballverein. In geselliger Runde aber ist es ein toller Freizeitspaß, der (fast) die Tugenden eines realen Fußballspiels zum Vorschein bringt.

FLOP - Chemieprobleme im FUT

Beim Aufbau des FIFA Ultimate Teams geht es nicht alleine darum, die besten Spieler zu sammeln. Auch das Optimieren der Teamchemie ist besonders wichtig.

Diese konntet ihr beispielsweise erhöhen, indem ihr Spieler oder Trainer aus den gleichen Nationen oder Clubs sammelt und aufstellt. Die von euch gezogenen Karten besitzen dabei unterschiedliche Chemie-Boosts, die sich mehr oder weniger stark auf die Leistung der Kicker auswirken.

Im Jahr 2016 deckte die Community aber ein später "Chemgate" getauftes Phänomen auf. Demnach sorgten zum Start des Spiels ausgelieferte Day-One-Karten für ebenso starke beziehungsweise schwache Chemie-Boosts wie seltene, an die aktuellen Werte der realen Stars angepasste Inform-Karten. Das bedeutet: Man kaufte für teures Geld aktualisierte Sonderkarten und bekam noch nicht einmal den entsprechenden Chemie-Bonus dazu. Hier zeigte sich das EA-Sports-System von seiner schmutzigen Seite.

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Die ersten Fifa-Versionen hab ich von 1994-2005 gespielt, nicht immer alle davon, weil man dort für WM und EM auch mal gerne eine eigene Edition heraus brachte.
        Was hier als Highlight unterschlagen wurde, war die Möglichkeit FIFA mit der Manager-Version zu koppeln, so dass man, wenn man im Besitz beider Spiele war, die eigentlichen Spiele in FIFA austragen konnte, während man alles andere im Manager-Spiel erledigt hatte. Kaum zu glauben, dass sowas gefühlte 20 Jahre später nicht mehr möglich ist.
        Daran liegt ja auch der Knackpunkt - ein Feature was eigentlich gut ankommen, kann in der kommenden Version schon wieder verschwunden sein um 2 Versionen später als "brandneues" Feature wieder eingeführt zu werden.

        Peinlich auch, wenn Bugs aus der Vorgängerversion in der Nachfolgerversion 1:1 übernommen wurden, obwohl bekannt. Da fragt man sich schon mal welche Prioritäten die Entwickler haben. Tunnelblick auf FUT wahrscheinlich.
        Mich selbst hat die Story um Alex Hunter zurück zu FIFA gebracht, die sich über 3 Teile erstreckte. Schade, dass man dafür auch keine Ressourcen mehr hat.

        Etwas irritiert bin ich von der Aussage, dass die Frauenmannschaften keine gleichwertigen Werte wie Männermannschaften bekommen haben. Man kann sich gerne auf den Kopf stellen und "nein, nein, nein"-schreien, aber durch die Körperlichkeit des Sports wird jeder Bundesligaverein den amtierenden Weltmeister im Frauenfußball locker in die Tasche stecken können. Warum sollten also die Werte von Männern und Frauen auf das selbe Niveau angeglichen werden? Realistisch wäre das nicht.
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Die ersten Fifa-Versionen hab ich von 1994-2005 gespielt, nicht immer alle davon, weil man dort für WM und EM auch mal gerne eine eigene Edition heraus brachte.
        Was hier als Highlight unterschlagen wurde, war die Möglichkeit FIFA mit der Manager-Version zu koppeln, so dass man, wenn man im Besitz beider Spiele war, die eigentlichen Spiele in FIFA austragen konnte, während man alles andere im Manager-Spiel erledigt hatte. Kaum zu glauben, dass sowas gefühlte 20 Jahre später nicht mehr möglich ist.
        Daran liegt ja auch der Knackpunkt - ein Feature was eigentlich gut ankommen, kann in der kommenden Version schon wieder verschwunden sein um 2 Versionen später als "brandneues" Feature wieder eingeführt zu werden.

        Peinlich auch, wenn Bugs aus der Vorgängerversion in der Nachfolgerversion 1:1 übernommen wurden, obwohl bekannt. Da fragt man sich schon mal welche Prioritäten die Entwickler haben. Tunnelblick auf FUT wahrscheinlich.
        Mich selbst hat die Story um Alex Hunter zurück zu FIFA gebracht, die sich über 3 Teile erstreckte. Schade, dass man dafür auch keine Ressourcen mehr hat.

        Etwas irritiert bin ich von der Aussage, dass die Frauenmannschaften keine gleichwertigen Werte wie Männermannschaften bekommen haben. Man kann sich gerne auf den Kopf stellen und "nein, nein, nein"-schreien, aber durch die Körperlichkeit des Sports wird jeder Bundesligaverein den amtierenden Weltmeister im Frauenfußball locker in die Tasche stecken können. Warum sollten also die Werte von Männern und Frauen auf das selbe Niveau angeglichen werden? Realistisch wäre das nicht.
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