FIFA 20 gegen PES 2020: Wer hat in der nächsten Fußballsaison die Nase vorn?
Nachdem wir die im Rahmen der E3 2019 nun endlich die Gelegenheit hatten, die beiden großen Fußballsimulationen anzuspielen, wollen wir ein erstes, kurzes Fazit ziehen. Wer hat im kommenden Jahr die Nase vorn, für wen lohnt sich FIFA 20 und wer sollte eher zu PES 2020 greifen?
Die Frage nach FIFA oder PES ist in den vergangenen Jahren zur Glaubensfrage geworden. Ähnlich wie bei Big Mac vs. Whopper, Pepsi vs. Cola oder Bayern vs. Dortmund gibt es in der Frage kein klares richtig oder falsch. Beide Fußballsimulationen sind ausgezeichnete Spiele und feiern vollkommen zu Recht Jahr für Jahr große Erfolge in den Verkaufscharts. Aber dennoch gibt es einige Unterschiede zwischen PES und FIFA, die jedes Jahr erneut die Frage aufwerfen: Welche Version ist die bessere für mich? Denn die Entwickler von EA und Konami legen ihren Entwicklungsschwerpunkt in anderen Bereichen. Wir konnten im Rahmen der E3 2019 nun FIFA 20 und PES 2020 bereits selber zocken und wollen euch einen kurzen Überblick geben, wo die größten Unterschiede liegen und welche Simulation für euch die bessere sein dürfte.
Realismus - Vorteil FIFA 20
Quelle: EA
FIFA 20 kommt am 27. September für PC, PS4 und Xbox One in den Handel.
Obwohl sich Konami dieses Jahr auf die Fahnen geschrieben hat, den Realismus innerhalb von PES zu verbessern, und das auch stellenweise geschafft hat, liegt der Vorteil in diesem Punkt auf Seiten von FIFA. Bei den einzelnen Tricks und der Optik der Spieler liegen die Japaner zwar noch etwas vorn, die KI der Mit- und Gegenspieler bei FIFA lässt die Waage dann aber deutlich Richtung FIFA kippen. Die in der neuen Version noch weiter verbesserte KI attackiert euch weniger aggressiv und direkt, wodurch Spielzüge entstehen, die sich so auch in jedem Bundesliga-Spiel beobachten lassen. PES wirkt da auf den ersten Blick immer noch hektischer - eher wie die letzten drei Minuten eines K.O.-Spiel. (jetzt kaufen 15,00 € )
Optik - Unentschieden
Sowohl in FIFA als auch in PES ist der Rasen grün und der Ball rund. In Sachen Animationen, Spielergesichter oder Inszenierung geben sich die beiden Kontrahenten nicht besonders viel. FIFA wirkt in unseren Augen einen kleinen Tick runder bei den Spielfiguren, wogegen PES leichte Vorteile bei der Wiedererkennbarkeit von Spielern anhand deren Bewegungen hat. Was einem nun besser gefällt, muss jeder für sich selber entscheiden.
Kompetitivität / Esport - Vorteil PES 2020
Quelle: Konami
eFootball PES 2020 erscheint am 10. September für PC, PS4 und Xbox One.
Esport ist das große Hauptaugenmerk von Konami, wenn es um die Weiterentwicklung von PES geht. Nicht umsonst heißt die jüngste Version offiziell "eFootball PES 2020". Das macht sich beispielsweise durch einen etwas höheren Schwierigkeitsgrad bemerkbar. So ist es unabhängig von der gegnerischen KI in PES etwas schwerer, reihenweise Gegenspieler per Spezial-Moves aussteigen zu lassen, als es das in FIFA ist. Wobei EA in FIFA 20 die Schrauben ein wenig angezogen und derartige Aktionen ebenfalls erschwert hat.
Ähnliche Unterschiede zeigen sich auch in anderen Bereichen - beispielsweise dem passenden Timing beim Grätschen oder passgenauen Flanken. Auch die Vielzahl an komplexen, taktischen Einstellungsmöglichkeiten ist bei PES nach wie vor höher (obwohl FIFA auch hier nachlegt). Um es kurz zu halten, der spielerische Unterschied zweier Kontrahenten spielt in PES auch in der kommenden Version eine gewichtigere Rolle als in FIFA. Das bedeutet zwar nicht, dass Anfänger in FIFA lässig Pro-Spieler schlagen können. Die Chance, einen etwas stärkeren Gegenspieler in die Schranken weisen zu können, ist bei FIFA aber etwas höher als bei PES.
Innovation - Vorteil FIFA 20
Quelle: EA
In FIFA 20 gibt es mit Volta einen neuen Spielmodus.
Während PES neben den üblichen, kleinen Weiterentwicklungen vor allem die Meister Liga überarbeitet und mit Match Day eine Art Missions-Modus einführt, erweitert EA das kommende FIFA mal eben um den komplett neuen Spielmodus Volta, bei dem ihr auf Kleinfeldern oder im Käfig mit drei bis fünf Spielern pro Seite gegeneinander antretet.
Da wir noch keine der Neuerungen - weder bei FIFA, noch bei PES - testen konnten, lässt sich schwer sagen, wer hier am meisten punktet. Gehen wir aber nach der Größe der Innovationen, dann werten wir den Volta-Modus höher als einen Match Day oder Überarbeitungen der Meister Liga. Allerdings darf auch hier jeder für sich entscheiden, auf was er mehr Wert legt.
Fazit: FIFA für die Masse - PES für Enthusiasten
Auch mit der jüngsten Generation von FIFA und PES scheint sich nichts an diesem Grundsatz zu ändern. FIFA 20 ist wie seine Vorgänger für die breite Masse entwickelt worden und funktioniert bei Anfängern wie Pro-Spielern gleichermaßen gut. PES ist hingegen nach wie vor weniger einsteigerfreundlich, und deutlich mehr auf kompetitives Spiel auf höherem Niveau ausgelegt.
In welchem Spiel eure Partien ab Herbst ausgetragen werden, dürft ihr nach unserer kurzen Übersicht nun selber entscheiden. Aber keine Angst, wir werden natürlich sowohl FIFA 20 als auch eFootball PES 2020 vor dem Release noch ausführlich für euch testen, damit ihr euch vor dem Kauf ein abschließendes Urteil bilden könnt. Dann werden wir auch auf die bisher noch nicht integrierten Neuerungen eingehen, wie den Volta-Modus oder die Überarbeitung der Meister Liga.

Einer, der sehr viel spielt, wird auch von den Fifa-Kommentatoren genervt, und Menüs usw. sind oftmals nicht so wichtig.
Nennen wir es einfach mal "Präsentation" - die ist bei Fifa halt viel besser. Trotzdem finde ich das Spielerische bei PES so viel besser, dass ich lieber PES spiele.
Aber gut, wirkliche Fortschritte konnte ich bei der PES-Reihe in den letzten fünf Jahren leider keine ausmachen (abgesehen vom Menü-Soundtrack; der ist mittlerweile wirklich gelungen)
schön gesagt...aussage trift zu 101%!!