FIFA 2006: Rasantes Gameplay

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Das schmucke Dortmunder Westfalenstadion sieht dem realen Vorbild zum Verwechseln ähnlich.
Quelle: EA

Anpfiff zur neuen Meisterschaft: Kann FIFA 06 in der 13ten Saison die Schale zurückerobern? Wir haben die Antwort!

Die Keeper sind in FIFA 06 nicht sonderlich stark und lassen erstaunlich viele Bälle in den Kasten. Quelle: EA Die Keeper sind in FIFA 06 nicht sonderlich stark und lassen erstaunlich viele Bälle in den Kasten. Das gelingt Ihnen nur, wenn Sie Ihre Truppe ordentlich auf Vordermann bringen. Dafür heuern Sie möglichst fähige Spezialtrainer an, die beispielsweise das Können der Stürmer oder Verteidiger verbessern. Außerdem spielt die aus Euro 2004 bekannte Team-Chemie eine wichtige Rolle. Interne Streitereien - die Sie durch MultipleChoice-Antworten schlichten können - oder vergebene Elfmeter drücken die Moral und somit die Leistung auf dem Platz.

Letztere können Sie maßgeblich selbst beeinflussen, indem Sie einfach persönlich Ihre Elf in einer Partie kontrollieren. Haben Sie darauf keine Lust, verfolgen Sie das Geschehen anhand eines langweiligen Textbildschirms. Taktikänderungen oder Auswechslungen dürfen Sie dummerweise keine vornehmen. Ein unverzeihliches Manko. Man fühlt sich, als sei man als Coach vom Schiri auf die Tribüne verbannt worden. Wie lange Sie letztendlich im Amt bleiben, entscheidet ferner das Präsidium.

Erfüllen Sie nicht die Saison-Vorgaben, dürfen Sie sich bald nach einem neuen Verein umschauen. Alles in allem sorgt der Manager-Modus für eine solide Langzeitmotivation. Eine echte Alternative zum komplexen Fußballmanager 2005 ist er jedoch nicht. Dafür fehlen einfach zu viele Optionen, was man aber locker verschmerzen kann, schließlich kommt es bei der FIFA-Serie noch immer darauf an, was auf dem Rasen geboten wird.

Erneute Steuerreform

Dank der "Off-the-Ball"-Steuerung können Sie den Gegner leichter abschütteln. Quelle: EA Dank der "Off-the-Ball"-Steuerung können Sie den Gegner leichter abschütteln. Der Umstieg von PES 4 auf FIFA 06 fällt extrem leicht, vorausgesetzt Sie benutzen ein Vier-Tasten-Gamepad mit zwei Analogsticks. Dann brauchen Sie sich so gut wie gar nicht umgewöhnen. Einzig und allein die Tatsache, dass der Tackling-Knopf im Ballbesitz einen Torschuss auslöst und nicht wie bei PES 4 einen Pass, verwirrt anfangs. Ansonsten gibt es kaum Unterschiede zum großen Vorbild. Selbst die typischen PES-Kombinationen wurden übernommen.

Ein Beispiel: Drücken Sie die linke Schultertaste und den Steilpass-Button gleichzeitig, schlägt Ihr Mann einen hohen Pass in die Spitze. Leider gelang es EA Sports aber nicht, auch noch das einzigartige Spielgefühl von PES 4 zu kopieren. Im Gegenteil, die Partien fallen heuer unrealistisch schnell aus und sind von hektischen Aktionen geprägt. Zeit zum Taktieren bleibt kaum. Schade, denn FIFA 06 bietet eine Fülle an strategischen Optionen. Mit dem digitalen Steuerkreuz kombinieren Sie jeweils vier taktische Verhaltensmuster, nach denen sich Ihre Mitspieler richten.

So können Sie beispielsweise im Handumdrehen von Konter- auf Flügelangriff umstellen oder sich für Raumdeckung und Pressing entscheiden. Dadurch wirken die Spielzüge nicht ganz so einstudiert wie in der Vergangenheit. Schlichtweg genial gelöst ist die Manndeckung: Im Team-Menü können Sie für jeden Gegenspieler einen "Aufpasser" bestimmen.

Doch zurück zum übertrieben rasant ausgefallenen Gameplay. Große Schuld trägt hier die unnatürliche Ballphysik. Das Leder zischt fix wie eine Flipperkugel über die Wiese. Ein ähnlich unglaubwürdiges Beschleunigungsverhalten legen die Spieler auf den Rasen. Bei Sprints gehen die Akteure ab, als hätten sie einen Raketenantrieb umgeschnallt oder eine Überdosis Red Bull konsumiert.
Was erlauben Kahn?

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