F1 23 im großen Test: EA kann's ja doch - so gut ist F1 23!
Die Situation der virtuellen Formel 1, kurz gehalten: Das letztjährige F1 22 war nach einigen gelungenen Teilen ein ziemlicher Reinfall. Seit der Übernahme durch Electronic Arts wirkt die offizielle Racing-Spielereihe von Codemasters wie ein Schatten ihrer selbst - bis jetzt. Mit F1 23 klappt der Sprung zurück in die Königsklasse des virtuellen Rennsports. Unsere Review zu F1 23.
Bei den Updates wurden gleich mehrere Strecken in Angriff genommen, etwa die Anfahrt auf Kurve drei beim Steiermark-GP in Österreich, aber auch Jeddah, Zandvoort und Baku. Beim Großen Preis von Spanien wurde nach vielen Jahren endlich ein Update am dritten Sektor vorgenommen, das es auch ins Spiel geschafft hat. Die echten Fahrer der Formel 1 lieben die Änderungen und auch wir müssen sagen: Der Spanien-GP gewinnt deutlich an Reiz durch das Strecken-Update und bietet somit eine spürbar bessere Racing-Erfahrung. Die geplanten Änderungen für Singapur sollen nach Veröffentlichung von F1 23 folgen. Mit insgesamt 26 Strecken bietet F1 23 ein tolles Paket, das üppiger ausfällt als beim direkter Vorgänger.
Grafik, Technik & Konsolenunterschiede
Im Bereich Technik präsentiert sich F1 23 ähnlich wie auch schon in den vergangenen zwei Jahren. Große grafische Sprünge bleiben aus, die Performance und Optik sind solide und beinahe durch die Bank zufriedenstellend. Und das gilt übrigens für alle Plattformen, ob auf dem PC, den Current-Gen-Konsolen, also der Playstation 5 und Xbox Series X/S, oder auf Xbox One und PS4. F1 23 läuft auf stabilen 60 Bildern pro Sekunde, kann jedoch auch mal ins Zittern kommen. Das gilt zum einen für den Splitscreen-Modus, der schnell mal recht chaotisch ausfällt, aber auch für Regenrennen, bei denen wir auf die altbekannte Rückspulfunktion zurückgreifen. Beides in Kombination kann nämlich zu Framerate-Einbrüchen und (gelegentlich für ein paar Sekunden) zu leichten Grafikproblemen führen.
Quelle: PC Games
Zu den Konsolenunterschieden können wir euch auch noch das ein oder andere Detail verraten: Die Microsoft-Konsole (Xbox Series X) hat ein marginal helleres Bild als die PS5. Einen Unterschied macht das aber nicht. Auf den alten Konsolen, also der PS4 und der Xbox One, muss man hingegen mit leichten Abstrichen rechnen. So vermisst man die überarbeiteten Lichteffekte, die dem F1-Look von Codemasters auf den neuen Konsolen und dem PC ein leichtes, aber auffälliges Grafik-Upgrade spendieren. Auch die allgemeine Farbgebung wirkt etwas zu knallig und dadurch unrealistischer in der Last-Gen-Fassung. Ebenso fallen die Regeneffekte schwächer aus. Doch auf welcher Plattform ihr auch zugreift, ihr könnt nicht viel falsch machen. Erwartet nur kein Grafikbiest, wie es bei Gran Turismo 7 oder beim anstehenden Forza Motorsport der Fall ist.
Wer sich einen detaillierteren Blick in Bezug auf PC-Performance und Features wie Raytracing in F1 23 wünscht, dem empfehlen wir unseren Tech-Test von unseren Freunden der PC Games Hardware - den Link findet ihr gleich hier.
Zu den Neuerungen im Bereich Multiplayer können wir leider noch wenig sagen, da sich der vor Release natürlich noch nicht richtig testen lässt. Fans dürfen sich auf jeden Fall auf die Rückkehr von Crossplay in F1 23 freuen, dabei sind der Ranglisten-Modus und die Zeitfahr-Ranglisten jetzt auch plattformübergreifend - erfreulich, das war letztes Jahr noch nicht der Fall. Ebenso feiert der VR-Modus sein Comeback, ohne dabei auf große Neuerungen zu setzen. Die unterstützten Geräte sind dabei die Oculus Quest 2 + Link Cable, die Oculus Rift S, die HTC Vive sowie Vive Cosmos + Valve Index.
Fazit: F1 23 ist ein facettenreiches und großartiges Racing-Paket!
Wir möchten überhaupt nicht behaupten, F1 23 sei perfekt. Im Bereich der Atmosphäre steht die Reihe weiterhin etwas zu still, auch die Interviews warten seit einer Weile auf ein Update. Schwierigkeitsstufen in Braking Point waren uns ein wie bereits erwähnt ebenso ein Dorn im Auge. Die roten Flaggen sind zwar eine willkommene Bereicherung, aber die Präsentation fällt dennoch etwas enttäuschend aus. Und auch das Schadensmodell bleibt so unspektakulär wie zuvor. Doch alles in allem überwiegen die vielen Positivaspekte und wenn man durch das hübsche neue Menü stöbert, dann merkt man schnell: So ein üppiges und großartiges Rennsportpaket gab es lange nicht mehr auf dem aktuellen Racing-Markt. Und dank des neuen Spielmodus F1 World finden auch Gelegenheitsspieler und Neuankömmlinge deutlich leichter in den virtuellen F1-Alltag. Wer es also mag, ultraschnelle und technologisch eindrucksvolle Rennautos über die prestigeträchtigsten Strecken der Welt zu steuern, Fan der Formel 1 ist oder es werden möchte, der kommt an F1 23 einfach nicht vorbei.
Quelle: Codemasters / EA Sports
F1 23 erscheint am 16. Juni 2023 für PC, Playstation 5, Xbox Series X/S, Playstation 4 und Xbox One. Eine Version für die Nintendo Switch wird es, wie auch schon in der Vergangenheit, nicht geben. Die Deluxe-Edition, in der neben den My-Team-Icons noch einige weitere Zusatzinhalte enthalten sind, erscheint wie üblich drei Tage früher.
Meinung
Wir haben etwas ausgelassen? Wenn es weitere Fragen von euch zu den Inhalten von F1 23 gibt, die nicht im Test behandelt wurden, dann schreibt uns in den Kommentaren. Unser Tester Maci Naeem Cheema wird euch versuchen weiterzuhelfen. Abseits dessen freuen wir uns natürlich auch über eure Gedanken und Meinungen zum neuen F1 23. Seht ihr die Entwicklung auch so positiv wie wir oder hättet ihr euch mehr von EA und Codemasters gewünscht? Welches Feature wäre für euch wichtig fürs nächste Jahr?

Wie gut ein heutiger Fahrer im Vergleich zu früher ist, kann man mMn nie eruieren.
Wenns so wäre: Schumacher hat gegen Rosberg bei Mercedes den kürzeren gezogen (im selben Auto)
Hamilton war über Jahre hinweg besser als Rosberg -> Hamilton ist der bessere Fahrer wie Schumacher
Dass ein Alonso ein guter Fahrer ist, würde wohl auch niemand bestreiten...und trotzdem hat ihn Hamilton geschlagen.
So gesehen funktioniert diese Kette nicht.
Ein Michael Schumacher saß nun mal genau wie Senna nicht immer in einem Top-Auto. Aber richtigerweise kann man solche Generationen von Formel 1 Fahrern nicht miteinander vergleichen, weil sie unter anderen Voraussetzungen und Anforderungen fuhren.
Wobei ich da in den ersten Jahren auch keine Wunder erwarte.
Dass man aber ein Team mit Geduld und finanziellen Mitteln aufbauen kann, zeigte Redbull eindrücklich und Aston Martin in dieser Saison ebenso.
Achja: Ich hab nicht mal nen Führerschein :P
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Damals war ich nämlich noch Fan von Schumacher. Anfang der 2000er wurde das dann immer weniger, da mir die Dominanz von Ferrari einfach zu groß wurde. Die Kritik an der heutigen F1 kann ich daher auch nicht wirklich nachvollziehen, denn früher gab es ebenfalls immer wieder solche Phasen, in denen ein Team dominiert hat. Solche Ausreißer wie 2005, 2007, 2008, 2012 und 2021 sind da die absolute Ausnahme.
Zu der Diskussion um Lewis Hamilton kann ich nur sagen, er ist für mich einer der Besten aller Zeiten. Natürlich saß er jahrelang im stärksten Auto, aber das war mit Fangio, Senna, Schumi, Vettel und jetzt Verstappen ganz genauso. Wir werden eh nie herausfinden, wer der Beste überhaupt und nicht einmal der Beste derzeit ist. :) Fakt ist allerdings: Lewis fährt seit 2007 in der Formel 1 und seine Fehler kann man an zwei Händen abzählen. Alleine das macht ihn zu einem sensationellen Fahrer!
Als mittlerweile McLaren-Fan hoffe ich, dass die mal wieder einen Schritt nach vorne machen und Lando Norris zumindest um Siege mitfahren kann. Sein Talent wird gerade so dermaßen verschwendet xD
Da gab es regelmäßig Rennen wo gerade mal 10 Rennwagen (oder weniger) die Zielflagge sahen.
Denn nach dem Bankencrash waren auf einmal nicht mehr alle Teams mehr in der Lage oder gewillt finanziell einigermassen mit den grossen 2-3 grosse mithalten zu können.
Früher wurden Motoren gewechselt am laufenden Band, weils die Kosten hergaben.
In den unlimitierten Tests wurde der Asphalt mit Helikoptern trockengeweht, wenns feucht war, etc
Die Tabakwerbung wurde verboten, welche Millionen brachten.
Das ganze war auch den Grund, dass ein BMW ausgestiegen ist von einem Tag auf den anderen... die Kosten standen in keinem Verhältnis mehr und wirkt irgendwie aus heutiger Sicht auch ziemlich komisch:
Wie soll das Werbung sein, wenn ein Auto zu 30% ins Ziel kommt?
Aber: im ersten Jahr war er knapp vor DeAngelis, danach hatte er noch Dumfries und Nakajima als Teampartner, welche die Messlatte nicht sooo hoch gesetzt haben. Von dem her ist da der Vergleich recht schwierig, zu was der Lotus "fähig" war.
Und im Regen sieht man auch heute noch, wer was kann.
Erstaunlicherweise gehört da eben eine Stroll auch dazu ;)
Was zeigt, dass Kontinuität zu Erfolg führt.
Beispiel: Mercedes, Redbull.
Dauerwechsel funzt nicht
Beispiel: Ferrari
Zur Zeit rumorts allerdings:
Audi und Aston Martin werben ab.
Früher war das so ein 40/60 Verhältnis zwischen Fahrer und Auto, was den Erfolg ausmachte, in den 70igern und davor sogar noch ein 50/50. Heute ist das Auto zu 80 oder 90 % für den Erfolg entscheidend und der Fahrer muss nur noch gucken, dass er es auf der Strecke halten kann.
Wie gut ein heutiger Fahrer im Vergleich zu früher ist, kann man mMn nie eruieren.
Wenns so wäre: Schumacher hat gegen Rosberg bei Mercedes den kürzeren gezogen (im selben Auto)
Hamilton war über Jahre hinweg besser als Rosberg -> Hamilton ist der bessere Fahrer wie Schumacher
Dass ein Alonso ein guter Fahrer ist, würde wohl auch niemand bestreiten...und trotzdem hat ihn Hamilton geschlagen.
Entweder man lässt alles offen und hat einen Brawn oder Newey, welche mit "Tricks" die Kisten uneinholbar machen, oder man gibt ein engeres Kroset und dann machen halt auch die Fahrer wieder einen Teil des Erfolgs aus.
Achja, erstes F1-Spiel war Nigel Mansell's World Championship Racing auf dem SNES. Das hab ich aber nicht so viel gespielt, wie später dann Grand Prix 2 auf dem PC (sogar mit Lenkrad, uiuiui).