F1 23 im großen Test: EA kann's ja doch - so gut ist F1 23!
Die Situation der virtuellen Formel 1, kurz gehalten: Das letztjährige F1 22 war nach einigen gelungenen Teilen ein ziemlicher Reinfall. Seit der Übernahme durch Electronic Arts wirkt die offizielle Racing-Spielereihe von Codemasters wie ein Schatten ihrer selbst - bis jetzt. Mit F1 23 klappt der Sprung zurück in die Königsklasse des virtuellen Rennsports. Unsere Review zu F1 23.
Das liegt zum einen daran, dass Codemasters den eigenen Charakteren deutlich mehr zutraut, ob es der serientypische Rivale und Bully Devon Butler ist, unser Hauptcharakter Aiden oder auch die junge Fahrerin Callie Mayer. Zum anderen gefällt die knapp 8- bis 10-stündige Story-Erfahrung dank ihrer überraschend interessanten Themen. Die Formel 1 ist berühmt für das Highspeed-Draufgängertum der Fahrerlegenden, klar, aber auch für den medialen Druck und die damit verbundenen psychischen Probleme, die selbst die mental stärksten Fahrer belasten - man blicke etwa auf Daniel Riccardo.
Wir wollen so wenig wie möglich verraten, deshalb werden wir nicht darauf eingehen, inwieweit diese Elemente in die Geschichte eingebaut wurden, aber sie sind definitiv Teil der Erfahrung. Eine sinnvolle Neuerung ist auch, dass Codemasters sich dazu entschieden hat, auf ein komplett neues und speziell fürs Spiel erfundene Team namens Konnersport Racing Team zu setzen. In F1 2021 waren es nur die zehn Original-Teams, worunter natürlich die F1-Atmosphäre gelitten hat, da erfundene Figuren bekannte Gesichter verdrängen.
Diesmal ist die Darstellung des Teams losgelöster und die erzählerischen Möglichkeiten sind deshalb bedeutender und attraktiver. Schon mit dem ersten Teil der Geschichte wollte man unbedingt die Spannung der supererfolgreichen Netflix-Doku Drive to Survive aufgreifen, aber diesmal funktioniert das auch. Es gibt sogar überraschende Plot-Twists! Sehr schön.
Quelle: Codemasters / EA Sports
Einen kleinen Kritikpunkt haben wir aber am zweiten Kapitel Braking Point: Wieder einmal bietet Codemasters nur insgesamt drei Schwierigkeitsstufen an für Braking Point, eine normale, eine herausforderndere und eine schwere. Die Abstufungen sind dabei zu stark und so wird es vermutlich einige - auch bei uns in der Redaktion geben -, die sich mit ihrem Skill irgendwo dazwischen positionieren. In den anderen Bereichen des Rennspiels setzt man, wie auch schon in vergangenen Teilen der Reihe, auf eine Skala von 1 bis 100, um die perfekte Stufe für die Gegner-K.I. zu finden. Braking Point bleibt da also auch weiterhin recht unausgereift. Zumindest in Bezug auf die spielerische Herausforderung und die Möglichkeit, diese anzupassen. Da geht noch mehr, Codemasters.
Werft einen Blick auf Michis aktuelle Kolumne zum Story-Modus von F1 23
Der heimliche Star in F1 23: F1 World verändert alles!
Womit wir schon zum letzten wichtigen Spielmodus in F1 23 kommen. Vor der Veröffentlichung gab es verständlicherweise viele laute Sorgen in Bezug auf den an FIFA & Co. erinnernden Spielmodi F1 World - auch bei uns, kein Wunder, direkt nach F1 22. Doch der neue Spielmodus entpuppt sich tatsächlich als heimlicher Star! In vorherigen Teilen war es kaum sinnvoll, für eine kurze Session ins Spiel zu springen, höchstens für das klassische Zeitfahren oder kurze Online-Rennen. Diesmal ist das dank F1 World anders, sogar ziemlich anders. Wir designen zu Beginn unser ganz eigenes F1-Auto und haben dann die Möglichkeit, aus einer Vielzahl an Events zu wählen. So gibt es etwa ein aus mehreren Rennen bestehendes Event in Australien, bei dem uns die Ideallinie Schritt für Schritt abgestellt wird, sodass wir die Komfortzone verlassen müssen. Außerdem gibt es diverse Zeitenjagden, Einzelspielerrennen auf vorgegebenen Strecken, Multiplayer-Sessions und vieles mehr.
Neben dem kurzweiligen Spielspaß-Format ist das alles hilfreich für Gelegenheitsspieler und Neueinsteiger, da viele Faktoren, wie der leicht überarbeitete Einsatz von ERS, angenehm und einfach erlernt werden. Belohnt werden wir mit Upgrades und Personal, die wir unserem Boliden zuweisen. Dadurch erhöht sich unser Tech-Level, also die Stärke unseres Autos, aber auch spezielle Teilaspekte und Verhaltensmuster verbessern sich. F1 World ist nicht nur motivierend, es lockert den zuvor eher konservativen Spielablauf auf. Freche Pay-2-Win-Mechaniken bleiben außen vor, verrückt. Man kann zwar Geld investieren, um sich neue Helme, Freizeitkleidung und anderen Kram zu kaufen, aber wir hatten zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass wir das müssen. Bei den Helmen, Rennanzügen und Auto-Designs würden wir uns zwar immer noch ein paar mehr Möglichkeiten wünschen, im direkten Vergleich zu F1 22 ist es aber deutlich einfacher, sich gestalterisch auszutoben - unser F1-Wagen sah nie besser aus! Es gibt auch das ein oder andere spezielle Design zum Freischalten, etwa den von Audi geteilten Entwurf ihres 2026-Autos. Hier hätten wir uns mehr gewünscht, etwa das "Triple Crown"-Design von McLaren, das erst kürzlich in Monaco zelebriert wurde oder die "Japan-Livery" von Red Bull.
Neue Strecken und Updates - Las Vegas, Baby!
Ein neues F1-Spiel bedeutet dank des stetig wachsenden Rennkalenders meist frisches Futter in Form von neuen Rennstrecken. In diesem Jahr ist das der von Fans und Königsklasse heiß ersehnte Grand Prix in Las Vegas sowie die F1-Strecke in Katar. Beide konnten im Test überzeugen, besonders der insgesamt dritte Ausflug in die USA. Den berüchtigten "Las Vegas Strip" entlangzurasen, während Leuchtreklamen und Scheinwerfer die Nacht erhellen, ist etwas ganz Besonderes.
Quelle: PC Games
Ebenso mit von der Partie sind die drei Strecken Shanghai, Portimão und der Frankreich GP, auch wenn die Kurse nicht mehr zum Kalender der F1 zählen. Die Uhrzeiten können wir übrigens bei den Strecken anpassen, etwa ob wir im Sonnenaufgang über die Piste rasen, mittags oder im Sonnenuntergang. Die Option, jede Strecke zum Nachtrennen zu wandeln, wie das etwa beim kommenden Forza Motorsport von Xbox geplant ist, gibt es leider nicht.

Wie gut ein heutiger Fahrer im Vergleich zu früher ist, kann man mMn nie eruieren.
Wenns so wäre: Schumacher hat gegen Rosberg bei Mercedes den kürzeren gezogen (im selben Auto)
Hamilton war über Jahre hinweg besser als Rosberg -> Hamilton ist der bessere Fahrer wie Schumacher
Dass ein Alonso ein guter Fahrer ist, würde wohl auch niemand bestreiten...und trotzdem hat ihn Hamilton geschlagen.
So gesehen funktioniert diese Kette nicht.
Ein Michael Schumacher saß nun mal genau wie Senna nicht immer in einem Top-Auto. Aber richtigerweise kann man solche Generationen von Formel 1 Fahrern nicht miteinander vergleichen, weil sie unter anderen Voraussetzungen und Anforderungen fuhren.
Wobei ich da in den ersten Jahren auch keine Wunder erwarte.
Dass man aber ein Team mit Geduld und finanziellen Mitteln aufbauen kann, zeigte Redbull eindrücklich und Aston Martin in dieser Saison ebenso.
Achja: Ich hab nicht mal nen Führerschein :P
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Damals war ich nämlich noch Fan von Schumacher. Anfang der 2000er wurde das dann immer weniger, da mir die Dominanz von Ferrari einfach zu groß wurde. Die Kritik an der heutigen F1 kann ich daher auch nicht wirklich nachvollziehen, denn früher gab es ebenfalls immer wieder solche Phasen, in denen ein Team dominiert hat. Solche Ausreißer wie 2005, 2007, 2008, 2012 und 2021 sind da die absolute Ausnahme.
Zu der Diskussion um Lewis Hamilton kann ich nur sagen, er ist für mich einer der Besten aller Zeiten. Natürlich saß er jahrelang im stärksten Auto, aber das war mit Fangio, Senna, Schumi, Vettel und jetzt Verstappen ganz genauso. Wir werden eh nie herausfinden, wer der Beste überhaupt und nicht einmal der Beste derzeit ist. :) Fakt ist allerdings: Lewis fährt seit 2007 in der Formel 1 und seine Fehler kann man an zwei Händen abzählen. Alleine das macht ihn zu einem sensationellen Fahrer!
Als mittlerweile McLaren-Fan hoffe ich, dass die mal wieder einen Schritt nach vorne machen und Lando Norris zumindest um Siege mitfahren kann. Sein Talent wird gerade so dermaßen verschwendet xD
Da gab es regelmäßig Rennen wo gerade mal 10 Rennwagen (oder weniger) die Zielflagge sahen.
Denn nach dem Bankencrash waren auf einmal nicht mehr alle Teams mehr in der Lage oder gewillt finanziell einigermassen mit den grossen 2-3 grosse mithalten zu können.
Früher wurden Motoren gewechselt am laufenden Band, weils die Kosten hergaben.
In den unlimitierten Tests wurde der Asphalt mit Helikoptern trockengeweht, wenns feucht war, etc
Die Tabakwerbung wurde verboten, welche Millionen brachten.
Das ganze war auch den Grund, dass ein BMW ausgestiegen ist von einem Tag auf den anderen... die Kosten standen in keinem Verhältnis mehr und wirkt irgendwie aus heutiger Sicht auch ziemlich komisch:
Wie soll das Werbung sein, wenn ein Auto zu 30% ins Ziel kommt?
Aber: im ersten Jahr war er knapp vor DeAngelis, danach hatte er noch Dumfries und Nakajima als Teampartner, welche die Messlatte nicht sooo hoch gesetzt haben. Von dem her ist da der Vergleich recht schwierig, zu was der Lotus "fähig" war.
Und im Regen sieht man auch heute noch, wer was kann.
Erstaunlicherweise gehört da eben eine Stroll auch dazu ;)
Was zeigt, dass Kontinuität zu Erfolg führt.
Beispiel: Mercedes, Redbull.
Dauerwechsel funzt nicht
Beispiel: Ferrari
Zur Zeit rumorts allerdings:
Audi und Aston Martin werben ab.
Früher war das so ein 40/60 Verhältnis zwischen Fahrer und Auto, was den Erfolg ausmachte, in den 70igern und davor sogar noch ein 50/50. Heute ist das Auto zu 80 oder 90 % für den Erfolg entscheidend und der Fahrer muss nur noch gucken, dass er es auf der Strecke halten kann.
Wie gut ein heutiger Fahrer im Vergleich zu früher ist, kann man mMn nie eruieren.
Wenns so wäre: Schumacher hat gegen Rosberg bei Mercedes den kürzeren gezogen (im selben Auto)
Hamilton war über Jahre hinweg besser als Rosberg -> Hamilton ist der bessere Fahrer wie Schumacher
Dass ein Alonso ein guter Fahrer ist, würde wohl auch niemand bestreiten...und trotzdem hat ihn Hamilton geschlagen.
Entweder man lässt alles offen und hat einen Brawn oder Newey, welche mit "Tricks" die Kisten uneinholbar machen, oder man gibt ein engeres Kroset und dann machen halt auch die Fahrer wieder einen Teil des Erfolgs aus.
Achja, erstes F1-Spiel war Nigel Mansell's World Championship Racing auf dem SNES. Das hab ich aber nicht so viel gespielt, wie später dann Grand Prix 2 auf dem PC (sogar mit Lenkrad, uiuiui).