Evolution GT
Der Balken über dem Gegner zeigt dessen Nervenstärke.
Auch beim Nachfolger von Squadra Corse Alfa Romeo (S.C.A.R.), dem mutmaßlich ersten "CARPG" (Wortspiel aus Car und RPG - Auto und Rollenspiel) der Spielegeschichte schlüpfen Sie im motivierenden Karrieremodus in den feuerfesten Overall eines hoffnungsvollen Nachwuchs-Rennfahrers. Im Gegensatz zu S.C.A.R. zwängen Sie sich in Evolution GT nicht ausschließlich hinters Steuer diverser Alfa Romeos, sondern treten aufs Gaspedal 35 lizenzierter Rennwagen wie Audi, VW, Opel, Renault.
Am Spielprinzip hat sich wenig geändert: Sie starten mit einem schwach motorisierten Fahrzeug und schalten durch entsprechend gute Platzierungen schnellere Autos und neue Strecken frei, darunter Nachbildungen von Hockenheim oder Donington Park sowie höllisch enge Stadtkurse in Berlin oder London. Optisch fährt das auf der Playstation 2 entwickelte Evolution GT Konkurrenten wie DTM Race Driver 3 oder Need for Speed Most Wanted mit seiner teils kantigen Grafik hinterher.
Die Fahrphysik der einzelnen Wagen hingegen macht einen recht realistischen Eindruck und die Gegner rollen sehr viel intelligenter als zuvor über die Strecken. Rüpelhaftes Rammen oder frustrierend fehlerfrei fahrende Kontrahenten gehören damit der Vergangenheit an. Wie bei einem Rollenspiel steigern Sie mit Siegen oder guten Fahrmanövern Fähigkeiten wie Kondition oder Nervenstärke.
Letztere ist besonders wichtig: Rückt Ihnen ein Gegner zu nah auf die Pelle, bekommt Ihr Fahrer Herzrasen und die Sicht verschwimmt. Etwaige Unfälle lassen sich zum Glück mit dem Tiger-Effekt rückgängig machen. Wer diesen aktiviert, spult das Renngeschehen um einige Sekunden zurück und vermeidet dadurch womöglich eine Karambolage, die trotz neuem Schadensmodell nur mäßig aussieht.
