Everspace im Test: Roguelike trifft Weltraum-Shooter - jetzt mit Review-Video

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Test Michael Cherdchupan - Autor Benedikt Plass-Fleßenkämper - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 17,99 €
Everspace im Test: Roguelike trifft Weltraum-Shooter - jetzt mit Review-Video
Quelle: ROCKFISH Games

Everspace im Test: Dieser Roguelike-Weltraum-Shooter ist theoretisch endlos spielbar. Aber wie lange macht er wirklich Spaß? Wir sind geflogen - und gestorben. Im Everspace-Review gibt's unsere Eindrücke zum Weltraum-Abenteuer und der potentiellen Frustgefahr.

Der Weltraum: Unendliche Weiten, unendlicher Loot. Das Konzept von Roguelikes mit zufallsgenerierten Levels ist vor allem bei Indie-Entwicklern sehr beliebt, da mit einem verhältnismäßig geringen Aufwand das Maximum an Spielzeit herausgeholt werden kann. Binding of Isaac zum Beispiel schickt euch durch zufällig generierte Dungeons, während ihr in FTL: Faster Than Light eine ganze Raumschiff-Crew kontrollieren müsst, die durch den Weltraum irrt und auf unvorhersehbare Ereignisse trifft. Wenn euch Letzteres zu strategisch war, ihr aber schnelle Raumschlachten mögt, könnte euch das neue Spiel von Rockfish Games sehr gelegen kommen. Nach einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne haben die ursprünglichen Entwickler der Galaxy-on-Fire-Serie mit Everspace eine Mischung aus rasanter Arcade-Weltraumaction und Roguelike-Elementen geschaffen, bei der das ständige Ableben eurer Spielfigur ein zentraler Aspekt des Spielprinzips ist.

Everspace im Test: Täglich grüßt der Klonpilot

Ihr übernehmt die Rolle eines Piloten, der sich mit lediglich verzerrten Erinnerungen in einem wendigen Kampfjäger wiederfindet. Er kann sich nur grob an einen fatalen Streit, eine Gefangennahme und eine Flucht erinnern. Während ihm seine Verfolger dicht auf den Fersen sind, muss er per Hyperraumsprung von einer Weltraum-Sektion in die nächste fliehen. Begleitet wird er von einem sarkastischen Bordcomputer, der euch nicht nur in beiläufigen Tutorials das Spiel erklärt, sondern auch so manche Hintergrundinformation zur Geschichte parat hat.

Nach jedem Bildschirmtod kaufen wir uns Perks oder erstellen aus gefundenen Blueprints neue Ausrüstung. Nicht verwendete Credits verfallen und können nicht aufgespart werden. Quelle: Computec Media GmbH Nach jedem Bildschirmtod kaufen wir uns Perks oder erstellen aus gefundenen Blueprints neue Ausrüstung. Nicht verwendete Credits verfallen und können nicht aufgespart werden. Schon früh stellt sich im Gespräch mit der KI heraus, dass der Pilot einer von etlichen Klonen ist, die immer wieder ins All geschickt werden und sich deshalb mit jeder Iteration zunehmend an mehr erinnern können. Das gilt auch für seine Erfahrungen, die er aus dem vorherigen Leben mitnimmt. Was sein Original verbrochen hat, woher die Klone stammen und wie die politischen Verhältnisse zwischen verschiedenen Fraktionen liegen, erfahrt ihr Stück für Stück mit jedem weiteren Everspace-Durchlauf.

Allzuviel solltet ihr in Sachen Story allerdings nicht erwarten: Zwar sind die kurzen Zwischensequenzen mit animierten Standbildern und in Wracks versteckten Logbuch-Einträgen eine nette Dreingabe, doch die Geschichte ist nicht besonders spannend, und die Charaktere wirken fade. Nur die kurzen Dialoge mit dem Bordcomputer sorgen für den einen oder anderen Lacher. Von dieser Lebendigkeit hätten wir uns mehr gewünscht.

Everspace im Test: Kampf um Ressourcen

Hauptreiz von Everspace soll aber ohnehin nicht die Geschichte, sondern der motivierende Kreislauf aus Tod und Wiedergeburt sein. Jede Sektion ist ein abgestecktes Areal, das mit zufälligen Rohstoffen, Wertgegenständen und Gegnern bestückt wird. Während euer potenzieller Ertrag immer größer wird, steigen sowohl die Schwierigkeitsstufe der Feinde als auch die Häufigkeit von natürlichen Gefahren kontinuierlich an. Bekommt ihr es zu Beginn nur mit ein paar zweitklassigen Jägerpiloten und eher harmlosen Kampfdrohnen zu tun, stoßt ihr später zum Beispiel auf Maschinen, die eure Sensoren stören oder sogar die Beweglichkeit eures Schiffs beeinträchtigen können. Auch die Wahrscheinlichkeit, einem großen Schlachtschiff zu begegnen, steigt. Sogar obskure Erscheinungen gibt es ab und an - zum Beispiel Weltraumblitze oder wabernde Flüssigkeiten mit tödlichen Strahlungen.
Wracks von Raumschiffen und Stationen sind nicht nur Teil der Hintergrundgeschichte, sondern bieten uns oftmals wertvollen Loot. Manchmal sind das sogar Zugangscodes für besondere Container. Quelle: Computec Media GmbH Wracks von Raumschiffen und Stationen sind nicht nur Teil der Hintergrundgeschichte, sondern bieten uns oftmals wertvollen Loot. Manchmal sind das sogar Zugangscodes für besondere Container. Abgeschossene Gegner hinterlassen meistens wertvolles Gut, etwa neue Waffen und Technologien, Geld oder Treibstoff. Letzterer ist essenziell, um überhaupt in die nächste Sektion gelangen zu können. Ihr könnt jederzeit frei entscheiden, wann ihr den nächsten Sprung wagen möchtet, doch wenn nicht genug Treibstoff vorhanden ist, riskiert ihr einen Motorschaden.

Erledigte Feinde sind allerdings nicht die einzige Möglichkeit, um aufzutanken. Ihr könnt die Gegend zusätzlich nach natürlichen Ressourcen absuchen oder Raumstationen überfallen. Es könnte allerdings sein, dass zunächst friedlich gesinnte Fraktionen nach eurem Angriff für den restlichen Durchlauf eure Feinde werden. Ein Überfall bleibt also nicht ohne Konsequenzen.

Everspace im Test: Schwereloser Marktplatz

Werte von Ausrüstung lassen sich mitten im All ansehen und auf Wunsch ausrüsten. Das fühlt sich so intuitiv an wie das schnelle Wechseln einer Rüstung in einem Rollenspiel. Quelle: Computec Media GmbH Werte von Ausrüstung lassen sich mitten im All ansehen und auf Wunsch ausrüsten. Das fühlt sich so intuitiv an wie das schnelle Wechseln einer Rüstung in einem Rollenspiel. Rohstoffe oder Schrotteile könnt ihr bei Händlern gegen hilfreiche Gegenstände tauschen. Besonders die Nanobots sind begehrte Helfer bei der Flucht: In einem Menü können wir festlegen, welchen Teil des Raumschiffes die winzigen Dinger reparieren sollen. Nicht nur der Rumpf kann durch Beschuss beschädigt werden, sondern auch wichtige Systeme. Die Funktion für Zweitwaffen, im klassischen Fall Raketen, ist ebenso gefährdet wie das Lock-On-System für Ziele. Die Robustheit dieser Komponenten lässt sich neben anderen Eigenschaften nach einem Bildschirmtod verbessern.

Die gewonnenen Credits, welche sich aus den erbeuteten im Spiel und der Belohnung für die Erfüllung besonderer Ziele ergeben, investiert ihr in dauerhafte Perks, die in die nächste Spielrunde mitgenommen werden. So verbessert ihr einerseits die Widerstandsfähigkeit eures Raumschiffs, indem ihr Geschwindigkeit oder Panzerung ausbaut. Ferner erhöhen sich auch die Wahrscheinlichkeit für kritische Treffer oder besonders wertvollen Loot. Ebenso lässt sich die Übersichtskarte um mehr Anzeigen erweitern. So könnt ihr nach einer Zeit schon vorab sehen, in welcher Sektion das Risiko für euch höher ist und wo sich Händler verbergen.
Manche Drohnen haben fiese Tricks auf Lager. Diese hier befeuert uns mit einem sonderbaren Strahl, der unsere Zielsysteme und Anzeigen stört. Quelle: Computec Media GmbH Manche Drohnen haben fiese Tricks auf Lager. Diese hier befeuert uns mit einem sonderbaren Strahl, der unsere Zielsysteme und Anzeigen stört.

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    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Loosa Senior Community Officer
        Huch, das Spiel ging doch glatt an mir vorüber. :O
        Aber schön, dass ich es gerade bei Steam im Angebot entdeckt habe. VR und Mac Support? Vorbildlich.

        Bei Galaxy on Fire war bei mir mit Teil 3 und dem mistigen F2P Schluss. Aber das hier sieht nach einem schönen Ersatz auf PC aus.
      • Von Loosa Senior Community Officer
        Huch, das Spiel ging doch glatt an mir vorüber. :O
        Aber schön, dass ich es gerade bei Steam im Angebot entdeckt habe. VR und Mac Support? Vorbildlich.

        Bei Galaxy on Fire war bei mir mit Teil 3 und dem mistigen F2P Schluss. Aber das hier sieht nach einem schönen Ersatz auf PC aus.
      • Von Savag3r Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von McDrake
        Star Citizen und Shroud of the Avatar tragen da ihren Teil dazu bei.
        Ich habe in SC schon eine mittlere 3-stellige gesteckt. Für mich hat sich das aber schon jetzt ausgezahlt. Selbst wenn das Projekt morgen eingestellt wird, hatte ich schon so viel Spaß in der Community und beim Ausprobieren neuer Schiffe, dass sich die Investition bereits gerechnet hat. Ich erwarte mir sehr viel von Patch 3.0 der ja im Juli kommen soll.

        Aber du hast natürlich absolut recht. Man ist vorsichtiger geworden und das ist auch gut so. Man darf gar nicht dran denken was hier Geld verbrannt wurde, auch abseits von Crowdfunding für Spiele.
      • Von Xivanon Hobby-Spieler/in
        Satellite Reign ist super. Habe mich so über das Spiel gefreut. Dieses Spiel ist auch schon seit einer Weile auf meiner Wunsch-/Beobachtungsliste. War mir noch nicht ganz sicher, aber nach dem Test werde ich es wohl in naher Zukunft kaufen.
      • Von McDrake Mitglied
        Zitat von Savag3r
        Ich finde es ungemein befriedigend, dass aus eine Kickstarter-Kampagne ein wirklich gutes Spiel hervorgegangen ist und wünsche mir für diese Art der Spiele-Entwicklung eine goldene Zukunft.
        Aber auch da ist nicht alles gold was glänzt:
        Failure To Launch: The 15 Biggest Kickstarter Fails
        (Ok, dass SC da dabei ist.... muss noch nicht sein)

        Hab von der Liste zu zweien Geld gegeben.

        Aber ich habe dafür schon andere Titel unterstützt POE, Satellite Reign (mein Überraschungshit!), Thimbleweed, Elite oder Original Sin und ein paar anderen.
        Bin aber schon um einiges vorsichtiger geworden, was das einschiessen von Geld betrifft.
        Star Citizen und Shroud of the Avatar tragen da ihren Teil dazu bei.
      • Von projectNeo Spiele-Novize/Novizin
        Oh, hört sich interessant an. Werds wohl für PC kaufen und mit der Schield auf den TV streamen.
        Hat das Spiel einen lokalen Co-oP Modus?
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