Review: Escape Plan

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Review: Escape Plan
Quelle: Lionsgate

Simple, aber gute Filmidee: Stallone und Schwarzenegger fliehen aus Hightech-Gefängnis. Starker Auftritt zweier Filmikonen - da wird kaum ein Zuschauer einen Gedanken an eine vorzeitige Flucht aus dem Kinosaal verschwenden.

Ray Breslin (Sylvester Stallone) ist Experte für Sicherheitstechnik. Er hat zu diesem Thema ein Standardwerk verfasst und lässt sich regelmäßig als Undercover-Häftling in Gefängnisse einschleusen, um diese auf ihre Ausbruchssicherheit zu überprüfen. Sein neuester Auftrag erweist sich als ebenso heikel wie finanziell reizvoll.

Normalerweise arbeitet Breslin mit behördlicher Rückendeckung, doch diesmal soll er versuchen aus einem privaten Hochsicherheitsknast zu fliehen, dessen Standort er im Vorfeld nicht erfahren darf. Ray hat Zweifel, lässt sich aber von seinem Freund und Geschäftspartner Lester Clark (Vincent D'Onofrio) überreden, in das überaus einträgliche Geschäft einzuwilligen.

Wenig später wird Ray quasi von der Straße weg gekidnappt, betäubt und in sein neues Domizil verfrachtet: "Das Grab", die einzige Haftanstalt der Welt, aus der es garantiert kein Entkommen gibt – denn Ray hat sie selber konstruiert. Als die brutalen Wärter einen Häftling töten, will er den Einsatz abbrechen, doch der sadistische Gefängnisdirektor Willard Hobbes (Jim Caviezel) ist natürlich nicht daran interessiert, dass jemand den Mord ausplaudert.

So bleibt Ray nichts anderes übrig, als seinen ursprünglichen Auftrag fortzusetzen und einen Fluchtplan zu schmieden; dafür muss er allerdings die nicht vorhandene Lücke in seinem eigenen System finden. Und er benötigt einen Komplizen unter den Mitgefangenen. Seine Wahl fällt auf den undurchschaubaren, aber ausgebufften Österreicher Emil Rottmayer (Arnold Schwarzenegger).

Mittlerweile hat man sich daran gewöhnt, dass Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger gemeinsam in ein und derselben Produktion auftreten. Das Verhältnis der beiden wohl größten Heroen des Actionkinos galt lange Jahre als feindselig und entspannte sich erst mit dem vorläufigen Ende von Schwarzeneggers Schauspielaktivitäten und dessen Wechsel in die Politik. Nun wird ihre dritte Leinwandzusammenkunft zum Lackmustest darüber, ob die beiden Mittsechziger abseits der Expendables-Reihe noch als kommerzielle Zugpferde zu gebrauchen sind; mit Shootout (Sly) bzw. The Last Stand (Arnie) musste jeder von ihnen zu Beginn dieses Jahres einen katastrophalen Flop an den Kinokassen verkraften.

Die Qualität von Escape Plan gibt allerdings kaum Anlass zur Sorge. Beim schwedischen Thriller-Spezialisten Mikael Håfström (Zimmer 1408, The Rite) ist dieser klassische Ausbruchsfilm, der minutiös die dramaturgischen Regeln des Subgenres befolgt, in den allerbesten Händen. Klar, es herrscht kein Mangel an Selbstironie und knackigen Onelinern (insbesondere Schwarzenegger tut sich in dieser Disziplin hervor), aber Håfström erliegt nicht der Versuchung ein albernes Spektakel im Expendables-Stil aufzuziehen.

Erst im furiosen Finale drückt der Regisseur auf die Actiontube – hier dürfen die beiden Testosteron-Bolzen noch einmal vorführen, was sie einst am Set von Phantom-Kommando und Rambo 2 gelernt haben. Und bei aller Vorhersehbarkeit des Plots – zwei punktgenau platzierte Wendungen geben der Handlung an den richtigen Stellen neue Impulse. (Autor: Christoph Ostermann)

Wertung zu Escape Plan

Wertung:

8.0 /10
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