Der Cycling Manager macht sich.
Die Einführung von Kurven und Steigungen erhöhen den Spielspaß enorm.
Noch letztes Jahr konnte die Vorgängerversion nur ein mitleidiges Lächeln ernten, dieses Jahr findet man eine ernst gemeinte Managementsimulation vor. Als Besitzer eines Radteams hat man hier zum Ziel, ... nun, welches Ziel man hat, weiß man nicht. In Ermangelung eines solchen sorgt man einfach dafür, dass sich die Sponsoren über gute Rennplatzierungen freuen, die Radler über gutes Material, der Kassenwart über preiswerte Masseure und der Krankengymnast über leere Behandlungsräume. Sollten sich einzelne Fahrer trotz all dieser Mühen nicht dankbar genug zeigen, können sie in sehr einfachen Verhandlungen an andere Teams verkauft werden. Einen Dank (wie etwa Trophäen) für all die Mühen gibt es leider nicht.
Hinter der bedingungslos unübersichtlichen Oberfläche verbirgt sich eine komplexe Simulation, die im Gegensatz zum Vorgänger auch während der 180 nachgebildeten Etappen einer Saison etwas zu bieten hat: Die zuvor erarbeitete Strategie kann nun jederzeit verändert werden, das Gruppenverhalten ist endlich beeinflussbar und dank der verbesserten Grafik (es gibt nun Gefälle und sogar Kurven) ist manchmal sogar nachvollziehbar, warum ein Fahrer am Ende seiner Kräfte ist.
