Endless Dungeon im Test: Spaßige Koop-Action, doch etwas Wichtiges fehlt

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Test Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Endless Dungeon im Test: Spaßige Koop-Action, doch etwas Wichtiges fehlt
Quelle: Amplitude Studios

Es spielt sich fast wie sein geistiger Vorgänger, aber eben nur fast: Endless Dungeon mixt Twinstick-Action mit taktischem Tower Defense und Rogue-lite-Elementen. Das macht richtig Spaß, könnte aber noch viel besser sein.

Ein bisschen schräg war sie schon immer, diese Endless-Serie. Entwickler Amplitude (Humankind) hat bereits mehrere Spiele in das gleiche Universum gequetscht, Spiele, die auf den ersten Blick kaum zusammenpassen. Mit Endless Space fing alles an, das war epische 4X-Strategie im Weltall, die vor allem mit dem zweiten Teil richtig abheben konnte. Endless Legend verfrachtete das Konzept dann in Civ-ähnliche Bodenstrategie, diesmal jedoch mit Fantasy-Anstrich.

Und dann gab es noch Dungeon of the Endless. Ein kurioses, kleines Nebenprojekt, das sich die Entwickler eines Abends in feucht-fröhlicher Runde ausgedacht hatten. 2014 war es fertig und sorgte für freudiges Stirnrunzeln: Dungeon of the Endless war ein Echtzeit-Taktik-Survial-Rogue-like-Spiel mit Tower-Defense-Elementen, ungewohnter Pixel-Art-Optik, gnadenlosem Schwierigkeitsgrad - und das alles mit der unverkennbaren Handschrift von Amplitude. Das kleine Spiel war kein Kassenschlager, aber es hat seine Fans - und jetzt, sieben Jahre später, versucht sich Amplitude an einem geistigen Nachfolger. Und der krempelt so einiges um! Denn aus dem Taktikspiel ist ein fröhlicher Ballerspaß geworden, der Top-Down-Action mit Tower Defense und Rogue-lite vermixt, inklusive Koop für bis zu drei Spieler. Das ist mindestens so ungewöhnlich wie der Vorgänger. Und spielt sich unerwartet gut.

Lesetipp: Lust auf noch mehr Rogue-likes und Rogue-lites? Hier haben wir ein paar Empfehlungen für euch!

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Nochmal: Endless Dungeon (jetzt kaufen 15,49 € ) ist kein Dungeon of the Endless 2! Doch die Grundidee ist sehr ähnlich: Eine bunt gemischte Heldentruppe brettert unfreiwillig in eine längst verlassene Raumstation. Frisch gestrandet, gilt es nun, den Kern der riesigen Basis zu erreichen, um dort einen Fluchtweg zu finden. Dazu müsst ihr euch aber erst mal durch vier Ebenen kämpfen, auf denen sich massenhaft feindselige Roboter, Insekten, Blobs und andere Viecher eingenistet haben.

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Alleine oder im Koop

Endless Dungeon bietet acht spielbare Helden, die sich in ihrer Startbewaffnung, Basiswerten und Spezialfähigkeiten unterscheiden. Lange überlegen braucht man da nicht, denn letztendlich spielen sich die Charaktere sehr ähnlich. Ihr könnt also ruhig drauflosspielen und die Figuren einfach unterwegs kennenlernen. Viel wichtiger ist ohnehin die Frage: Einzelgänger oder Teamplayer? Denn Endless Dungeon lässt sich alleine oder im Koop mit zwei weiteren Spielern zocken. Seid ihr solo unterwegs, sucht ihr euch vor jedem Spielstart zwei, später auch drei Helden aus. Eure Begleiter werden dann von der KI gesteuert, die euch auf Schritt und Tritt folgen und artig mitkämpfen, was im Test überraschend gut funktioniert hat. Per Tastendruck kann man jederzeit zwischen den Helden wechseln und wer mag, darf den Begleitern auch befehlen, die Stellung zu halten. Es ist allerdings nicht möglich, die Teamkameraden über die Karte zu schicken, zum Beispiel um einer Gegnerwelle den Weg abzuschneiden. Hier haben echte Mitspieler eben doch einen entscheidenden Vorteil.

Der Schwerpunkt des Spiels liegt aber auf dem Koop-Modus. Hier schließen sich zwei oder drei Spieler zu kleinen Teams zusammen. Im Multiplayer ändert sich die Spieldynamik, da sich hier alle Mitglieder die Ressourcen und Waffen teilen. Außerdem solltet ihr im Team besonders überlegt vorgehen, sonst kann es schnell passieren, dass ihr eine Übermacht von Gegnern heraufbeschwört oder eure knappen Rohstoffe verschwendet - idealerweise sprecht ihr euch ab! Aber auch hier gibt es noch Verbesserungsbedarf: Eine Push-to-Talk-Funktion für den Voice Chat fehlt im Moment noch und einfache Text-Eingaben gibt es am PC leider auch nicht.

Endless Dungeon ist der geistige Nachfolger zu Dungeon of the Endless. Quelle: Amplitude Studios Immerhin: Die meisten eurer gesammelten Ressourcen, Schlüssel, Story-Schnipsel und so weiter werden für alle Koop-Teilnehmer gespeichert, nicht nur für den Host. Quest-Fortschritte für einzelne Charaktere und neue, freigeschaltete Helden kommen aber nur dem Host zugute, diese Fortschritte werden also nicht in euer lokales Spiel übernommen.

So vertraut spielt sich Endless Dungeon

Egal ob solo oder im Team, der Gameplay-Loop bleibt immer gleich: Ihr betretet eine Stationsebene und müsst nun den Ausgang erreichen. Das letzte Tor kann allerdings nur ein besonderer Kristallroboter öffnen, den eurem Team folgt und den ihr an bestimmten Orten im Level "parken" könnt. Ihn müsst ihr um jeden Preis beschützen, denn verliert der Roboter alle Lebenspunkte, ist der Run gescheitert. Daran sollte man sich übrigens besser schnell gewöhnen, häufiges Sterben gehört in Endless Dungeon einfach dazu. Vier Schwierigkeitsgrade machen das Erlebnis aber auch für Neueinsteiger erträglich, der Frustfaktor ist niedriger als im geistigen Vorgänger.

Wer Dungeon of the Endless gespielt hat, wird sich trotzdem schnell heimisch fühlen: Jeder zufallsgenerierte Level besteht wieder aus verschlossenen, abgedunkelten Räumen. Erst wenn ihr eine Tür öffnet, erfahrt ihr, was dahinter liegt. Sorgfältiges Erkunden wird belohnt, da warten dann zum Beispiel Kisten mit Rohstoffen oder neuen Waffen auf euch. Ihr stoßt aber auch auf Monsternester, aus denen Gegner spawnen, die schnurstracks auf euren Kristallroboter zustürmen. Um die Gegnerwellen abzuwehren, dürft ihr wieder auf vielen kleinen Sockeln unterschiedliche Türme errichten: Flammenwerfer, elektrische Spulen, automatische Gewehre, Säure-Sniper, Booster und vieles mehr sind im Angebot. Auf der nächsten Seite erfahrt ihr, was es damit auf sich hat.

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