Ein zu heruntergespult wirkender Film über ein gewagtes Unterfangen. Trotz guter Darsteller mangelt es an Charme und Witz.
Regisseur Lasse Hallström (Chocolat) zurück auf dem Feld der Rom Com. Der Lachs-Experte Alfred Jones wird der von dem
Quelle: Concorde
wohlhabenden jemenitischen Ölscheich Mohammed und dessen hübscher Beraterin Harriet geradezu genötigt, sie bei einem irren Vorhaben zu unterstützen: Der exzentrische Scheich möchte in seinem Wüstenstaat einen künstlichen Fluss voller Lachse anlegen.
Quelle: Concorde
Hallström scheint das Gespür für seine Figuren ein wenig verloren gegangen zu sein. Schon sein Romantikdrama Das Leuchten der Stille (2010) erwies sich als arg verkitscht. Nun kann auch das Drehbuch von Oscarpreisträger Simon Beaufoy (Slumdog Millionär) nichts daran ändern, dass es einfach an der Chemie zwischen den Hauptfiguren fehlt. Ethno-Klischees und eine eher wirre Handlung tragen ihren Teil dazu bei, dass die Literaturverfilmung über das Prädikat "ganz nett" nicht hinauskommt. Die Grundidee, dass in einem der ärmsten Länder der Welt ein stinkreicher Mann nichts Besseres mit seinem Geld anzufangen weiß, als kostbares Wasser zu vergeuden, schmerzt ohnehin.
Emanuel Bergmann
