Elden Ring: From Softwares Magnum Opus im Test - Seite 3: Kleine Macken, gigantische Erfolge

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Test Stefan Wilhelm - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 53,99 €
Elden Ring: From Softwares Magnum Opus im Test - Seite 3: Kleine Macken, gigantische Erfolge
Quelle: Bandai Namco

Lange haben wir gewartet, gehofft und spekuliert, ob Elden Ring seinen Erwartungen gerecht wird. Nachdem wir nun über 80 Stunden in der fertigen Version des Spiels verbracht haben, lautet unsere Antwort: Ja, das wird es. Elden Ring ist ein großartiges Abenteuer geworden, mit dem From Software trotz kleiner Altlasten im Gepäck einen neuen Gipfel erklimmt. Mehr dazu in unserem XXL-Test zu Elden Ring.

Die meisten Patzer, die sich das Spiel erlaubt, sind vermutlich der Engine geschuldet für Serienveteranen nichts Neues. So ist etwa der Charaktereditor, trotz dramatisch verbesserter Hauttexturen und Frisuren, wieder ein undurchschaubarer Wust aus Schiebereglern. Beim etwas lieblosen Aufbau der Ausrüstungs- und Inventarmenüs hat sich ebenfalls nichts getan. Zudem stört, dass Umhänge und zweihändig geführte Waffen gerne durch euren Schild clippen, wenn ihr ihn auf dem Rücken tragt. Genauso, wie euer Charakter durch die dichte Vegetation im Spiel wandert, ohne dass sie großartig darauf reagiert.

Seinen nicht mehr ganz taufrischen Grafikmotor kaschiert Elden Ring in den meisten Fällen durch superbes Artdesign und tolle Beleuchtung. Gerade nachts und bei regnerischem Wetter kann das Spiel aber auch ziemlich dröge und alt aussehen. Der aufwändig gestalteten und beleuchteten Spielwelt schieben wir außerdem die kleinen, aber häufigen Framerate-Einbrüche in die Schuhe, die uns im Test noch aufgefallen sind. Die Vollversion läuft zwar bedeutend flüssiger, als der Network Test, trotzdem sollte From Software hier noch weiter nachbessern. Auch auf Last-Gen-Konsolen geht die Performance in Ordnung, dort spielt ihr aber nur mit maximal 30 Fps. Wer zudem ein besonderes Auge für aufploppende Vegetation hat, der wird aktuell vor allem auf großen Grasflächen fündig.

Der eigentliche Endboss

Das nervigste Überbleibsel aus den geistigen Vorgängern ist aber die teils immer noch ziemlich miese Kamera. Mit Gegnern, die größer sind, als der Bildausschnitt, hat sie mal wieder ihre liebe Mühe. Ein Problem, das euch bei Elden Ring vermutlich häufiger auffallen wird, als früher, denn das Spiel wirft euch reihenweise gigantische Feinde entgegen. Trolle, Steingolems und Drachen in allen Formen und Farben sind toll inszeniert und eindrucksvoll, aber nur, solange ihr sie auch sehen könnt. Hier hätte die Kamera gerne auch zu Fuß etwas herauszoomen können, wie sie es auf dem Pferd schon tut. Meist hilft nur, den Lock-On abzuschalten und aufs Beste zu hoffen.

Diese Schönheitsfehler sind zwar spürbar und nervig, sie schaffen es aber nicht, vom größten Erfolg des Spiels abzulenken: Elden Ring versteht sich hervorragend darin, die bekannten Mechaniken und Fortschrittssysteme seiner Vorgänger mit der neuen Open World zu verweben. Grundsätzlich habt ihr es mit dem gleichen Unterbau aus freier Klassenentwicklung, Waffenupgrades, und der Jagd nach Ausrüstung zu tun, wie etwa bei Dark Souls 3.

Gewohnt, genial, geheimnisvoll

Habt ihr eine der etlichen Kriegsaschen aufgetrieben, dürft ihr sie flexibel auf den meisten eurer Waffen ausrüsten. Darüber geschieht auch die Wahl der Skalierung, was das Schmiedesystem etwas entschlackt. Quelle: PC Games Habt ihr eine der etlichen Kriegsaschen aufgetrieben, dürft ihr sie flexibel auf den meisten eurer Waffen ausrüsten. Darüber geschieht auch die Wahl der Skalierung, was das Schmiedesystem etwas entschlackt. Allerdings versteckt Elden Ring die meisten dieser Bestandteile in allen möglichen Ecken seiner Spielwelt. Neue Waffen kauft ihr selten bei Händlern, sondern erhaltet sie nach Kämpfen mit besonderen Gegnern oder aus Schatztruhen. Gleiches gilt für Schmiedematerialien, die ihr vor allem in Minen sammelt, und für Magie, deren Lehrer sich gerne in unscheinbaren Höhlen verbergen. Wollt ihr außerdem zusätzliche Zaubersprüche ausrüsten, levelt ihr kein schnödes Attribut mehr auf. Stattdessen sucht ihr nach einem speziellen Item, was oft mit einem kleinen Rätsel einhergeht. Auch die Slots für die nun Talismane genannten Ringe erhöht ihr auf diese Weise. Die aus Dark Souls 3 bekannten Waffenfähigkeiten kehren zurück, sie sind diesmal allerdings austauschbar und ebenfalls kreuz und quer im Zwischenland verteilt.

All das entschleunigt, zumindest im ersten Durchgang, spürbar das Fortschrittssystem, und zwingt euch dazu, die Spielwelt ausgiebig zu erkunden. Und dass dieses Erkunden allein wegen der Vielfalt an Orten, der vielen Überraschungen und des superben Artdesigns enorm viel Spaß macht, haben wir eingangs schon erwähnt. Elden Ring schafft es aber auch, euch für die meisten Trips gebührend zu belohnen. Am effektivsten geschieht das nazürlich durch den hohen Schwierigkeitsgrad, wegen dem ihr alles an Upgrades und Währung mitnehmen wollt, was ihr kriegen könnt.

Fazit

Es braucht auch als Serienveteran eine gewisse Zeit, um sich an die neue Struktur zu gewöhnen. Aber dafür fühlt sich die inzwischen doch recht routinierte Souls-Formel wieder fast so frisch, spannend und mysteriös an, wie beim ersten Mal. Und es wäre noch maßlos untertrieben, zu behaupten, Elden Ring stecke voller Geheimnisse. Weil ihr stets an dutzenden Orten euer Glück versuchen könnt, und weil euch die offene Welt mehr taktische Optionen zur Verfügung stellt, gibt sich der Souls-Nachfolger auch für Neueinsteiger etwas zugänglicher. Mit komfortablerem Koop-Modus und NPC-Geistern, die ihr in großen Kämpfen herbeirufen dürft, wurden darüber hinaus auch die direkten Support-Systeme aufgebohrt. Trotzdem braucht ihr für das Spiel immer noch gute Nerven, ein gewisses Maß an Reaktionsvermögen, und, noch mehr als früher, Zeit und Geduld. Bringt ihr aber all das mit, dann findet ihr bei Elden Ring eine der besten RPG- und Open-World-Erfahrungen seit langem.

Wie schlägt sich die PC-Version?

Das Menü für die Grafikeinstellungen in der PC-Version ist nicht übermäßig umfangreich, erfüllt aber seinen Zweck. Im Gegensatz zur Konsolenfassung dürft ihr auch die Bewegungsunschärfe abschalten. Quelle: PC Games Das Menü für die Grafikeinstellungen in der PC-Version ist nicht übermäßig umfangreich, erfüllt aber seinen Zweck. Im Gegensatz zur Konsolenfassung dürft ihr auch die Bewegungsunschärfe abschalten. Nachdem wir mittlerweile auch die Steam-Version von Elden Ring in der Version 1.02 unter die Lupe genommen haben, können wir den Titel auch PC-Spielern wärmstens ans Herz legen. Zwar seid ihr From-Software-typisch auf maximal 60 Fps begrenzt, und mit nativer 4K-Auflösung bei gleichzeitig maximalen Details kommen auch performante Gaming-Rechner manchmal ins Schwitzen. Wer aber beispielsweise die Qualität von Volumetrischen Effekten, Beleuchtung oder Schatten etwas herunterreguliert, oder mit einer Auflösung von 1440p leben kann, genießt Elden Ring auf dem PC in einer flüssigen Bildrate. Im Vergleich zu den Konsolenversionen ist uns zudem weniger aufploppende Vegetation aufgefallen. Wie immer in der erweiterten Souls-Reihe gilt übrigens auch bei Elden Ring: Die mit Abstand beste Erfahrung habt ihr mit einem Controller.

Hinweis: Unter dem aktuellen Patch 1.02 berichten manche User auf Low- und High-End-Systemen von störenden Rucklern, die offenbar mit dem Laden neuer Objekte in die Spielwelt zusammenhängen. Hier findet ihr eine Liste mit potenziellen Fixes.

Meinungen

Wertung zu Elden Ring (PC)

Wertung:

10 /10

Wertung zu Elden Ring (PS4)

Wertung:

10 /10

Wertung zu Elden Ring (XBO)

Wertung:

10 /10

Wertung zu Elden Ring (PS5)

Wertung:

10 /10

Wertung zu Elden Ring (XSX)

Wertung:

10 /10
Pro & Contra
Eindrucksvoll gestaltete Spielwelt mit tollem Artstyle und schicker BeleuchtungEtliche Geheimnisse und vielfältige OrteSpannendes Szenario mit dichter Atmosphäre und vielen interessanten CharakterenKlasse umgesetztes Fortschrittssystem, das zum ausgiebigen Erkunden einlädtTolle, intensive Kämpfe mit soliden NeuerungenAbwechslungsreiche und superb designte Gegner und BosseUnverwüstlich motivierendes Souls-Gameplay mit flexiblem Klassensystem und vielfältigen WaffenRiesiger Umfang
Kleine, aber häufige Einbrüche in der Bildrate und Pop-In bei VegetationStörende Clipping-Fehler an der SpielfigurKamera teils sehr unvorteilhaftEinige wiederverwertete Gegner und Bosse
Fazit

Mit exzellentem Souls-Gameplay, einer superben Spielwelt und der meisterhaften Verschmelzung von beidem zeigt sich From Software bei Elden Ring in absoluter Topform.

Elden Ring erscheint am 25. Februar für PC, PS4, PS5 und Xbox One / Xbox Series X/S. Quelle: Bandai Namco Elden Ring erscheint am 25. Februar für PC, PS4, PS5 und Xbox One / Xbox Series X/S.

Kauftipp: Elden Ring Launch Edition (PC, PS5, PS4, Xbox One / Xbox Series X/S)

Elden Ring ist seit 25. Februar für PC, PS5, PS4 und Xbox One / Xbox Series X/S erhältlich. Wie bei Horizon Forbidden West ermöglicht der Kauf der PS4-Version ein kostenloses Upgrade auf die PS5-Fassung. Die Elden Ring Launch-Edition beinhaltet neben dem Spiel auf Disc (bei PC nur Download-Code in der Box) zahlreiche Goodies wie Poster, Art Cards, Sticker, Aufnäher, aber auch digitale Zusatzinhalte.

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  1. Seite 1 Elden Ring: From Softwares Magnum Opus im Test - Seite 1: Story und Spielwelt
  2. Seite 2 Elden Ring: From Softwares Magnum Opus im Test - Seite 2: Gameplay, Gegner, Bosse
  3. Seite 3 Elden Ring: From Softwares Magnum Opus im Test - Seite 3: Kleine Macken, gigantische Erfolge


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    • Kommentare (289)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Svenc Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von MarcHammel
        Nicht nur das. Die Welt ist, trotz ihrer Größe, auch sehr überschaubar gestaltet. Man hat nur n Kompass und ne Map. Aber viele Punkte in der Welt sind sehr markant und man hat auch ohne Map keine Probleme, sich zu orientieren, sobald man ein wenig rum gelaufen ist. Hat mich ein Stück weit an Gothic damals erinnert, dessen Open World zwar bedeutend kleiner war, in der es aber auch kein Problem war, sich zu orientieren.

        Und in der heutigen Zeit kann man das wirklich hart feiern.
        So wie sich AAA-OWs entwickelt haben, auf jeden Fall. Spätestens mit Oblivion war der Drops gelutscht. Genuin neu ist am Design der Welt von Elden Ring trotzdem wenig. Die Welt ist super, aber die überbordende Begeisterung, die hat für mich auch ein bisschen damit zu tun, wie der restliche OW-Driss da draußen gestaltet ist.

        Gothic führte Spieler auch ohne Marker auf andere Weise wesentlich eleganter durch seine Welt, wenn es den Spieler erst mal leiten wollte. Man kommt nämlich in Gothic 1 z.B. immer zuerst aus einer festen Richtung ins Tal, und erblickt am Horizont sofort das Alte Lager. Dadurch wird ganz natürlich der Drang getriggert, dort hinzulaufen -- wo Neulinge alle zunächst relevaten Infos bekommen. Keine Popups, kein GPS, kein Marker, bloß elegante Spielerführung.

        Games mit Open Worlds, die einem ständig das Patschehändchen halten und die ganze Erkundung ad absurdum führen, werde ich nach Elden Ring erst recht nicht mehr kaufen. Offenbar geht es nämlich auch anders, ohne dass gleich Spieler in Scharen davonlaufen. Kingdom Come Deliverance zeigte das in einer ziemlich natürlich wirkenden Landschaft auch.

        Ich habe allerdings die "Befürchtung", dass das der Mehrheit ziemlich egal sein wird. :-D Und schon alleine deshalb, dass so ein Weltendesign wie in Elden Ring (oder gar Gothic) Zusatzressourcen und Vorplanung kostet, wird es wie bei Zelda wohl nur wenige Nachahmre geben.
      • Von Svenc Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von MarcHammel
        Nicht nur das. Die Welt ist, trotz ihrer Größe, auch sehr überschaubar gestaltet. Man hat nur n Kompass und ne Map. Aber viele Punkte in der Welt sind sehr markant und man hat auch ohne Map keine Probleme, sich zu orientieren, sobald man ein wenig rum gelaufen ist. Hat mich ein Stück weit an Gothic damals erinnert, dessen Open World zwar bedeutend kleiner war, in der es aber auch kein Problem war, sich zu orientieren.

        Und in der heutigen Zeit kann man das wirklich hart feiern.
        So wie sich AAA-OWs entwickelt haben, auf jeden Fall. Spätestens mit Oblivion war der Drops gelutscht. Genuin neu ist am Design der Welt von Elden Ring trotzdem wenig. Die Welt ist super, aber die überbordende Begeisterung, die hat für mich auch ein bisschen damit zu tun, wie der restliche OW-Driss da draußen gestaltet ist.

        Gothic führte Spieler auch ohne Marker auf andere Weise wesentlich eleganter durch seine Welt, wenn es den Spieler erst mal leiten wollte. Man kommt nämlich in Gothic 1 z.B. immer zuerst aus einer festen Richtung ins Tal, und erblickt am Horizont sofort das Alte Lager. Dadurch wird ganz natürlich der Drang getriggert, dort hinzulaufen -- wo Neulinge alle zunächst relevaten Infos bekommen. Keine Popups, kein GPS, kein Marker, bloß elegante Spielerführung.

        Games mit Open Worlds, die einem ständig das Patschehändchen halten und die ganze Erkundung ad absurdum führen, werde ich nach Elden Ring erst recht nicht mehr kaufen. Offenbar geht es nämlich auch anders, ohne dass gleich Spieler in Scharen davonlaufen. Kingdom Come Deliverance zeigte das in einer ziemlich natürlich wirkenden Landschaft auch.

        Ich habe allerdings die "Befürchtung", dass das der Mehrheit ziemlich egal sein wird. :-D Und schon alleine deshalb, dass so ein Weltendesign wie in Elden Ring (oder gar Gothic) Zusatzressourcen und Vorplanung kostet, wird es wie bei Zelda wohl nur wenige Nachahmre geben.
      • Von Gast1730761802 Mitglied
        Zitat von Svenc
        Das generelle Design der Welt wird ja hart gefeiert. Auch von den Profis, die mit der Rezeption von Spielen ihren Lebensunterhalt verdienen. Aber wenn man ehrlich ist: Zu einem guten Teil ist Elden Ring in seinem Design einfach "nur" ein seltenes (AAA-)Spiel, das die einstige Grundidee, überhaupt eine offene Spielwelt zu haben, wieder zu ihren Wurzeln führt: Hier ist die Welt, wir schmeißen Dich da rein und jetzt schau und entdecke mal. Für Dich selbst.
        Nicht nur das. Die Welt ist, trotz ihrer Größe, auch sehr überschaubar gestaltet. Man hat nur n Kompass und ne Map. Aber viele Punkte in der Welt sind sehr markant und man hat auch ohne Map keine Probleme, sich zu orientieren, sobald man ein wenig rum gelaufen ist. Hat mich ein Stück weit an Gothic damals erinnert, dessen Open World zwar bedeutend kleiner war, in der es aber auch kein Problem war, sich zu orientieren.

        Und in der heutigen Zeit kann man das wirklich hart feiern.
      • Von Svenc Gelegenheitsspieler/in
        Ich habs mir erst jetzt vorm Wochenende gekauft. 20 Stunden später und meine Hoffnungen hatten sich erfüllt: Dass Erkunden hier tatsächlich wieder Bock macht, nachdem man in vielen anderen Open Worlds geführt wird wie ein Tourist durch einen Freizeitpark. Das Spiel entwickelt wirklich einen richtigen Sog.

        Nach Ausprobieren der Start-"Klassen" bin ich beim Astrologen hängen geblieben, mit maximalem Fokus auf Schimmersteinzauber und Weisheit. Caster spiele ich in vergleichbaren Spielen eher selten, auch daher mal so ein Build. Das alles hatte bislang allerdings den "Nebeneffekt", dass ich den für From charakteristischeren Nahkampf mit seinen verschiedenen Attacken, Blocks, Paraden, etc. bis auf meine Ausprobierphase anfangs kaum anwende.

        Das generelle Design der Welt wird ja hart gefeiert. Auch von den Profis, die mit der Rezeption von Spielen ihren Lebensunterhalt verdienen. Aber wenn man ehrlich ist: Zu einem guten Teil ist Elden Ring in seinem Design einfach "nur" ein seltenes (AAA-)Spiel, das die einstige Grundidee, überhaupt eine offene Spielwelt zu haben, wieder zu ihren Wurzeln führt: Hier ist die Welt, wir schmeißen Dich da rein und jetzt schau und entdecke mal. Für Dich selbst.

        Alles, was krass davon abweicht, weicht krass von der Intention ab, die Spieldesigner damals hatten, als sie sich überhaupt für offene Welten entschieden. Alles, was krass davon abweicht, ist eigentlich ein Paradoxon in sich: Wenn die große Branchen-Angst ist, Spieler zu verlieren, warum baue ich dann überhaupt offene Spielwelten? (Und mache sie sogar immer größer?)

        Gleichzeitig zeigt die überwältigende Reaktion darauf aber auch ein bisschen, mit was für einem Händchenhalten-Gedönse sich Spieleredakteure tagein, tagaus sonst so rumschlagen müssen. Und wie abgestumpft sie sein müssen von all den Spielen, die ihnen nicht mal mehr zutrauen, alleine aus ihrer eigenen Toilette zu finden. Anders als der Freizeitkonsument haben sie nicht mal die Wahl.

        Sie müssen da jetzt durch. :-D
      • Von Tomrok Gelegenheitsspieler/in
        Danke erstmal für den ausführlichen Test. Rein von Story und Grafik wäre das bestimmt genau mein Spiel, aber bisher habe ich noch kein SOULS gespielt und kann mit dem Fokus auf Dauer-Sterben bevor man einen Gegner oder Boss umhauen kann, recht wenig anfangen.
        Für mich wäre daher eine Demo oder ein kostenfreies Wochenende genau das was ich brauche, um zu sehen, ob mir diese Art von Spiel überhaupt zusagt, bevor ich einen Haufen Geld ausgebe.
        Einfach zu schade, dass es heutzutage keine Demos mehr gibt...
      • Von Gast1649365804 Mitglied
        Zitat von DarkSamus666
        Hab ich auch nicht behauptet, nur dass da in Sachen Qualität Welten dazwischen liegen.
        Das hast du geschrieben: (und das Teil sieht jetzt echt nicht wie ein Horizon forbidden West aus)

        Aber ok, ich weiß wie du es meinst. Die beiden Spiele sind so dermaßen unterschiedlich, verfolgen komplett andere Ansätze und einen anderen Spielaufbau.
        Elden Rind ist so viel komplexer bei so ziemlich jedem Aspekt (außer bei der Optik natürlich).
        Ich lerne jedes Mal was Neues, muss viel mehr lesen, mir Gedanken machen, was ich womit kombiniere, um noch ein bißchen besser zu werden. Die Karte, die Umgebung, das Beobachten weit entfernter Dinge.
        Die zunächst scheinbare Ähnlichkeit beider Spiele, entpuppt sich schon nach kurzer Zeit als Trugschluss, zumindest für mich. Und ich vergleiche die beiden auch nicht miteinander, die sind mir zu unterschiedlich, sondern spiele die wirklich getrennt voneinander und beide sind einfach toll...jedes auf seine faszinierende Art.
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