Elden Ring:So kann der Nachfolger noch besser werden! - Seite 2
Elden Ring ist eingeschlagen wie eine Bombe. Nachdem sich der Staub gelegt hat und schon über einen Nachfolger spekuliert wird, blickt Tester Stefan auf seine knapp 200 Stunden mit dem Spiel zurück und überlegt, was ein Elden Ring 2 für ihn noch besser machen sollte.
Das Zwischenland war für mich bis zum Schluss Elden Rings größter Pluspunkt, entsprechend wenig habe ich an der Spielwelt auszusetzen. Aber wo wir schon beim Schluss sind: From Software verpasst es in Elden Ring leider einmal mehr, der großen, wichtigen Entscheidung unserer Spielfigur in der Geschichte ein Gewicht zu verleihen. Mal wieder werden wir für unsere Mühen in den ganzen Questlines am Ende mit einer kurzen Filmsequenz abgespeist.
Die Folgen unseres Handelns werden dort nur kurz angerissen. Ob die Welt nun von der Flamme des Wahnsinns vernichtet wurde oder wir das Zeitalter der Sterne eingeläutet haben, ist ziemlich egal, wenn danach sowieso nichts mehr kommt. Mein vielleicht größter Wunsch an den Nachfolger von Elden Ring ist daher: Packt diese Entscheidung in die Mitte des Spiels! Lasst mich die Konsequenzen selbst erleben und gebt dem Ganzen damit endlich eine Bedeutung! Eine Open World, wie sie Elden Ring bietet, ist super. Aber eine Open World, die sich durch meine Entscheidungen dramatisch verändert, könnte ein Elden Ring 2 nochmal auf ein ganz anderes Level heben.
In diesem Artikel
Und selbst, wenn dabei nur eine andere Skybox mit anderer Lichtstimmung und ein paar neue Gegner rausspringen: Es würde den Wiederspielwert und meine Verbindung mit der Story deutlich steigern.
Ein Hauch von Leben
Quelle: PC Games
Elden Ring: So kann der Nachfolger noch besser werden! - Kolumne mit Video (4)
Was die Kohärenz der Welt auch verstärken würde: Kleine Siedlungen, in denen sich andere Charaktere versammeln. Da hätte mir auch schon eine einzige gereicht, nämlich die Tafelrundfeste. Aber eben in der offenen Welt! Es hat seinen Grund, dass der erste Feuerband-Schrein oder Majula für mich viel so einprägsamer sind, als die Hubs der ganzen anderen Spiele. Das waren kleine Oasen mitten in gefährlichen Landschaften, in die man sich notfalls auch zu Fuß retten konnte. Gerade in einem Open-World-Spiel finde ich es schade, dass der eine Ort, an den ich immer wieder zurückkehre, so seltsam vom Rest abgeschnitten ist.
Schön wäre außerdem eine eigene Arena für PvP-Kämpfe im Zwischenland gewesen. Mit dem aktuellen System sieht der durchschnittliche Spieler nämlich so wenig PvP, dass der Modus kaum noch mehr ist, als ein Gimmick. Kompetitiver Multiplayer könnte aber ein Aspekt sein, der das Spiel über viele Jahre am Leben hält.
Auch den Koop-Modus könnte From Software sicher noch entschlacken. Wenn schon ein System zur Angleichung zweier Spieler bei der Passwortsuche existiert, warum dann nicht gleich die Level-Beschränkungen aufheben? Dann könnte die gesamte Playerbase jederzeit gemeinsam losziehen.
Neue Herausforderer werden antreten
Je nachdem, wie ihr zu den diesen Punkten steht, denkt ihr euch jetzt vielleicht, das ist alles Meckern auf hohem Niveau. Und ja, bei einem so fantastischen Spiel ist es das irgendwo auch. Trotzdem denke ich nicht, dass From Software sich nun auf seinen Lorbeeren ausruhen und in ein paar Jahren nochmal genau das Gleiche abliefern sollte. Elden Ring wird das Action-RPG- und Open-World-Genre auf absehbare Zeit sicherlich beeinflussen.
Andere Studios werden sich vom Spiel inspirieren lassen und einzelne Aspekte daraus weiter verfeinern. From Software hat sich also vermutlich gerade jede Menge neue Konkurrenz geschaffen. Und die Erwartungen an ein potenzielles Elden Ring 2 werden wegen des ersten Teils gigantisch sein. Wenn From Software die erfüllen und mit dem nächsten Spiel den nächsten Homerun landen will, dann sollten sie jetzt am Ball bleiben. Und ernsthaft, Leute: Fixt endlich eure Kamera.

War leider etwas enttäuscht, dass es quasi das "Böse" Ende ist... Also ja, da hätte das Spiel gern noch etwas deutlicher sein dürfen ^^.
Oder wenigstens ein paar Lager, die noch "normal" sind.
Ich weiß, das ist From-Software-Style und das akzeptiere ich. Aber auf der grünen Wiese würde ich mir einen Mix aus dem Artdesign und Kampfsystem von Elden Ring + dem Nebenquestdesign & Atmosphäre eines Skyrim oder wahlweise Witcher wünschen. ^^
Ab den Bergen wird die Open World wieder eher schlauchig mit wenigen Ausweichmöglichkeiten und das ist schade.
Auch hier wäre wie so oft bei Open Worlds weniger mehr gewesen. So hatte ich gegen Ende relativ oft das Gefühl, dass dieses Spiel nie aufhört. ^^
Da denkst du erst, "Ah ja, da kommt jetzt gleich das Ende". Dann kommt aber noch ein Gebiet und dann NOCH ein Gebiet usw...
Dieses Gebiet habe ich wirklich am Meisten gehasst. Ich sage nur: Drache, Blitze & Adler. Spätestens da war ich nur noch genervt von dem Gebiet, da es dort meiner Meinung nach nur noch darum geht, die Spieler zu schikanieren und zu triezen unter dem Deckmantel des Schwierigkeitsgrades. Bin am Ende da an allen Bossen vorbeigerannt, habe mich zwei Stunden mit dem Reiter vor Maliketh beschäftigt, bis er gelegt war. Maliketh selbst war dann First try. :-D (Mimic Tear regelt)
Viel mehr hat mich aber das teilweise katastrophale Balancing gestört. Es folgen Spoiler für die letzten Bosse von Elden Ring!
Das letzte Drittel des Spiels war, gelinde gesagt, anstrengend. Auch mit 60 Vigor hat alles verheerend viel Schaden ausgeteilt, besonders Maliketh, Melania und viele der Standardgegner in den letzten Gebieten. Viele der Bosse waren auch nur begrenzt Spaß, weil zwischen den ellenlangen Kombos kaum ein Zeitfenster zum Angreifen blieb. Auf einige Angriffe lässt sich nicht reagieren (Radagons Teleport, Melanias Waterfowl-Dance, wenn man in Melee-Reichweite steht) und vom Elden Beast brauch ich gar nicht erst anfangen: Hier hat From Software jawohl 100% vergessen, die Nutzung von Torrent zu aktivieren, oder wieso läuft der Flubberdrache immer auf die andere Seite der Arena und ich darf nur zugucken? Der finale Bosskampf war deshalb irgendwann echt kein Vergnügen mehr. Zudem gab es zu viele Kämpfe, wo man einfach zwei starke Gegner in eine Arena geworfen hat, anstatt diese wie in der Vergangenheit (O&S in DS1, Demon Princes in DS3, Friede und Ariandel in DS3) aufeinander abzustimmen. Ich schließe meinen kleinen Rant mit dem Gefühl, dass Elden Ring entweder zu leicht oder zu schwer ist: Als reiner Nahkämpfer habe ich an Melanie und Radagon+Elden Beast jeweils fast 4 Stunden gesessen und das war in vielerlei Hinsicht nicht der belohnende Lerneffekt, den ich aus anderen From Software-Spielen kenne. Habe ich hingegen eine der Geisteraschen genutzt, war der Kampf ein Witz: Der Boss wusste (wie in allen From-Spielen) nicht, wie man mit zwei Gegnern fertig wird und konnte sich nicht mehr wehren. Besonders die Mimic Tear ist in dieser Hinsicht auch nach dem Nerf noch absolut busted. Dementsprechend ist mein größter Wunsch für eine Fortsetzung: Nehmt euch mehr Zeit beim Balancing (und vergesst bei den Bosskämpfen nicht die Nahkämpfer).
Bei Melania gebe ich dir aber Recht. Ihr Waterfowl-Dance ist so gut wie unmöglich komplett zu dodgen. Zumindest der erste Dash, wenn man nah bei ihr steht. Habe dann auch tatsächlich Mal nachgelesen, ob es da irgendeinen Trick gibt und joa, damit war der Move dann relativ gut zu handlen.
Wenn man ihr ca. 1/4 ihres Lebens abgezogen hat, macht sie einen Ausweich-Dash nach hinten. Wenn man sie daraufhin angreift, führt sie den Move aus. Das selbe nochmal ca. nach 3/4 der HP. Das lässt sich dann, nach ihrem Ausweich-Dash, mit einem Fernangriff triggern. Das kann ein Wurfmesser sein, irgendein Zauber, Bogenschuss, etc. So ist man dann für den ersten Dash ihres Waterfowl-Dance weit genug entfernt. In den zweiten Dash kann man vorwärts reinrollen, und für den dritten macht man eine Rolle nach rechts, womit man automatisch auch dem vierten Dash bzw. der verzögerten "Explosion" ausweicht. Aber jo, trotzdem irgendwie Bull**** :D
Maliketh war, was Moveset und Fairness angeht, mein Favorit.
Viel mehr hat mich aber das teilweise katastrophale Balancing gestört. Es folgen Spoiler für die letzten Bosse von Elden Ring!
Das letzte Drittel des Spiels war, gelinde gesagt, anstrengend. Auch mit 60 Vigor hat alles verheerend viel Schaden ausgeteilt, besonders Maliketh, Melania und viele der Standardgegner in den letzten Gebieten. Viele der Bosse waren auch nur begrenzt Spaß, weil zwischen den ellenlangen Kombos kaum ein Zeitfenster zum Angreifen blieb. Auf einige Angriffe lässt sich nicht reagieren (Radagons Teleport, Melanias Waterfowl-Dance, wenn man in Melee-Reichweite steht) und vom Elden Beast brauch ich gar nicht erst anfangen: Hier hat From Software jawohl 100% vergessen, die Nutzung von Torrent zu aktivieren, oder wieso läuft der Flubberdrache immer auf die andere Seite der Arena und ich darf nur zugucken? Der finale Bosskampf war deshalb irgendwann echt kein Vergnügen mehr. Zudem gab es zu viele Kämpfe, wo man einfach zwei starke Gegner in eine Arena geworfen hat, anstatt diese wie in der Vergangenheit (O&S in DS1, Demon Princes in DS3, Friede und Ariandel in DS3) aufeinander abzustimmen. Ich schließe meinen kleinen Rant mit dem Gefühl, dass Elden Ring entweder zu leicht oder zu schwer ist: Als reiner Nahkämpfer habe ich an Melanie und Radagon+Elden Beast jeweils fast 4 Stunden gesessen und das war in vielerlei Hinsicht nicht der belohnende Lerneffekt, den ich aus anderen From Software-Spielen kenne. Habe ich hingegen eine der Geisteraschen genutzt, war der Kampf ein Witz: Der Boss wusste (wie in allen From-Spielen) nicht, wie man mit zwei Gegnern fertig wird und konnte sich nicht mehr wehren. Besonders die Mimic Tear ist in dieser Hinsicht auch nach dem Nerf noch absolut busted. Dementsprechend ist mein größter Wunsch für eine Fortsetzung: Nehmt euch mehr Zeit beim Balancing (und vergesst bei den Bosskämpfen nicht die Nahkämpfer).
Gleiches gilt für die vielen NPC-Questlines: Wenn manche davon erst durch Patches fertiggestellt werden müssen, dann hat sich das Team vielleicht ein paar zu viele vorgenommen.
Und selbst, wenn dabei nur eine andere Skybox mit anderer Lichtstimmung und ein paar neue Gegner rausspringen: Es würde den Wiederspielwert und meine Verbindung mit der Story deutlich steigern.
Ich weiß nicht, ob ich mehr NPCs gut fänd. Ich mag es, dass alles so einsam und leer ist. Dieses Gefühl will ich bei den Spielen einfach haben. Ein bisschen mehr Lebendigkeit und vielleicht "Tagesabläufe" für die NPCs wären aber schon mal ganz cool, sie stehen ja ansonsten wirklich nur blöd rum. Und sie könnten für meinen Geschmack gerne noch mehr auf bestimmte Ereignisse eingehen, nicht nur auf die für deren individuellen Questlines relevanten.
Ich hoffe nur wirklich, dass die große Popularität den nächsten Titeln nicht schadet. Wenn ich im Subreddit unterwegs bin, fallen mir viele Leute auf, die über schon immer dagewesene Inhalte und Gameplay-Mechaniken meckern. Bspw. dass einige Geheimnisse teilweise nur per Zufall gefunden werden können. Sowas macht die Spiele für mich aus und bringt mich immer wieder dazu sie erneut zu spielen. Ich hoffe Miyazaki und sein Team bleiben sich da selber treu. Aber ich denke seine Aussage bzgl. des Schwierigkeitsgrades lässt da Gutes erahnen. Letztenendes sind die Verkaufszahlen ja auch eine Bestätigung dafür, dass sie was richtig machen ;)
Für mich ist Elden Ring das beste Spiel, das ich je gespielt habe. Noch nie wurde ich so krass über mehrere Wochen in den Bann gezogen. 166 Stunden für den ersten Playthrough und mir fehlen nur noch drei Achievements, für die ich das Spiel aber eh nochmal komplett zocken muss. Endings und so. Hatte sogar alle sechs zur Auswahl, aber mir gefiel der Gedanke, dass sicherlich nicht ganz so viele Spieler/innen das Frenzy-Ende gefunden haben :P