Bitte nicht: Diese 10 Trends wollen wir 2021 und auf der E3 nicht mehr sehen
Seitdem es Videospiele gibt, gibt es auch nervige Trends, welche einem das Gamerleben madig machen. Das fing früh mit miesen Lizenzspielen an, heute sind wir bei Remaster-Wellen, übersättigten Genres und weiteren Störfaktoren. Welche 10 Trends uns ganz besonders auf den Keks gehen, weswegen wir sie auf der rein digitalen E3 2021 und generell im Jahr 2021 nicht mehr sehen wollen, verraten wir im Artikel + Video.
Wetter toll, Menschen nett, nur kompetente Politiker: wir denken, ihr stimmt uns zu wenn wir sagen, dass es einfach viel zu viel Positivität in der Welt gibt.
Was, das seht ihr anders? Nun, jetzt haben wir uns mit dieser Aussage in eine Ecke manövriert, jetzt ziehen wir das auch durch. Dementsprechend hauen wir auf den Negativ-Putz und sagen: Bitte nicht, und zwar in Bezug auf Videospiele!
In diesem Artikel
Die folgenden zehn Dinge wollen wir nämlich in Zukunft bitte nicht mehr sehen. Darum, liebe Publisher: Wenn ihr eure neuen Spiele vorstellt, sei es jetzt auf der digitalen E3 2021 oder auf sonst einem Weg: dann sorgt doch bitte dafür, dass ihr auf diese nervigen Trends der jüngeren Vergangenheit verzichtet.
Switch-Remaster
The Legend of Zelda: Skyward Sword HD. Famcom Detective Club. Ninja Gaiden: Master Collection. Alex Kidd in Miracle World DX.
Quelle: Nintendo
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Destroy All Humans!: Diese und noch viele weitere Remakes und vor allem Remaster erscheinen in den kommenden Monaten für die Nintendo Switch. Ja, viele davon wird es auch für andere Plattformen geben oder gibt es schon. Trotzdem ist der Trend zu Neuauflagen auf der Nintendo-Konsole noch viel stärker ausgeprägt als bei der Konkurrenz, nicht zuletzt, weil auch Nintendo selbst ihn nährt.
Falls alle einstigen Wii-U-Exklusivtitel wurden auf die Hybrid-Konsole geportet, zudem finden in beeindruckender Regelmäßigkeit Spiele aus der PS2- und Gamecube-Ära darauf eine neue Heimat. Und dann auch noch unzählige Umsetzungen von Spielen für PS3 und Xbox 360, man denke an Bioshock, XCOM 2, Burnout Paradise, Dragon's Dogma und viele weitere.
Es ist schon klar, warum das so ist. Die leicht zu programmierende Hardware bietet sich dafür an, die Kosten sind gering und der Erfolg der Konsole verspricht gute Verkaufszahlen. Es ist aber inzwischen einfach zu viel des Guten. Nostalgie schön und gut, aber angesichts der Remaster-Welle geht schnell mal unter, dass es mit völlig neuen Spielen abseits der Indies auf der Switch eher düster aussieht.
Cross-Promo
Quelle: Sony
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Wir verstehen ja, dass die Entwicklung von Spielen Geld kostet und ergo Sponsoring und Cross Promotion wichtige Tools zur Finanzierung sind. Allerdings, in den letzten Jahren treiben diese Deals seltsame Blüten. Da wird dann teilweise mehr über das Produkt gesprochen, das irgendwie entfernt mit dem Spiel in Verbindung steht, als über das Spiel selbst. Oder aber die Werbung ist so aggressiv ins Spiel integriert, dass sie tatsächlich das Spielgefühl negativ beeinträchtigt.
Porsche wirbt mit Cyberpunk 2077. Eine überteuerte Gaming-Mouse wirbt mit Cyberpunk 2077. Monster Energy Drink wirbt mit Cyberpunk 2077, in Death Stranding steht er gleich mal in einer Zwischensequenz in zigfacher Ausführung bildschirmfüllend da. Ein Mercedes findet als Kart den Weg in Mario Kart 8. Hello Kitty feiert ihren Einzug als Deko in Animal Crossing. Irgendwelche halbgaren Filme und Serien sollen dazu verlocken, Final Fantasy 15 zu spielen, plus ein ebenso halbgares Mobile-Game, das dann auch im Spiel selbst vorkommt.
Das hat was vom Marktschreier, der einem seine Ware ins Gesicht drückt und nervt einfach gewaltig. Call-of-Duty- und Xbox-Pringles und der Terminator in Gears 5 werden nicht dafür sorgen, dass wir entweder die Marke oder das beworbene Spiel auf einmal mehr mögen werde. Und die Tatsache, dass Uncharted -Held Nathan Drake auf unfassbar peinliche Art und Weise für Subway geworben hat, lässt uns das Ende seiner Saga etwas leichter verdauen.
Day-One-Editionen
Quelle: Square Enix
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"Jetzt kaufen und exklusiv drei coole Hüte und das Pups-Emoji für den Avatar bekommen!" "Vorbesteller bei Gamedüdelidü erhalten drei Missionen zusätzlich, außerdem eine Klopapier-Haube im Design des Spiels!" "Ihr wollt wissen, was in welcher Edition unseres Spiels enthalten ist? Dann ladet euch einfach unseren supersimplen 25-seitigen PDF-Guide runter!"
Gut, wir übertreiben, aber nur ein bisschen: Day-One-Editionen sind wirklich ein Graus. Hier ein exklusives Extra, da ein Skin, wenn man vorbestellt hat, gerne auch mal eine Edition, in der Goodies für 200 Euro enthalten sind, dafür aber nicht das Spiel selbst: Was da in den letzten Jahren abgeht, ist wirklich an Kundenunfreundlichkeit und Verwirrungspotenzial schwer zu toppen. Das eine Ding gibt es nur bei Händler A, dafür hat Händler B ein anderes Kinkerlitzchen dabei und bei Händler C darf man exklusiv drei Tage früher im Multiplayer ran. Wer wirklich alle Inhalte eines Spiels haben will, muss teilweise ordentliche Recherche investieren und hat im schlimmsten Fall trotzdem keinen Erfolg.
Eine normale Version und eine mit einem Artbook und drei digitalen Goodies für ein paar Euro mehr: Das ist zwar auch nicht wirklich notwendig, aber geht in Ordnung. Diese bewusste Verwirrtaktik, um die FOMO der Spieler zu triggern, also Fear of Missing Out, die Angst, etwas zu verpassen: Das ist einfach nur schäbig.
Promi-Einbindung
Quelle: Activision / Sledgehammer Games
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Spiele sind Spiele und Filme sind Filme. Soweit logisch. Jedoch, je weiter die Technik im Gaming-Bereich voranschreitet, desto mehr überlappen sich die beiden Bereiche. Gerne wird deswegen in allerlei Blockbustern inzwischen auf Stars und Sternchen aus Hollywood zurückgegriffen, welche die Verkaufszahlen ankurbeln sollen. Keanu Reeves in Cyberpunk 2077, Kit Harington und Kevin Spacey in Call of Duty, Norman Reedus in Death Stranding, und Shaquille O'Neil in Shaq Fu; die Liste ließe sich noch lange, lange fortsetzen.
Das Problem ist nur: Ein bekanntes Gesicht macht ein Spiel nicht zwingend besser. Und oft genug merkt man, dass so viel Budget fürs Promi-Gehalt draufgegangen ist, dass an anderen Ecken und Enden gespart wurde.
Zum Fremdschämen wird es dann auch andersrum, wenn die Hollywoodstars über die Spiele sprechen, in denen sie auftreten und ganz offensichtlich keine Ahnung davon haben. Schlimmer sind nur semi-bekannte Werbegesichter, die dann nicht einmal irgendwann mit dem Spiel zu tun haben. Das ist gerade im deutschsprachigen Raum ein immer wiederkehrendes Ding. Aber nein, nur, weil Barbara Schöneberger, Rebecca Mir oder Ross Antony uns auf dem Cover versprechen, dass sie irgendeinen Shovelware-Titel gut finden, greifen wir trotzdem nicht zu, vielen Dank.
Open World als Standard
Quelle: Ubisoft
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Offene Welten sind ja eigentlich etwas Tolles. Gibt es ein riesiges, offenes Gebiet, das man frei erforschen kann, so kann man in vielen Fällen viel tiefer in die Atmosphäre von Spielen eintauchen. Allerdings: Nicht absolut jedes Spiel benötigt eine Open World, und in den letzten Jahren schien es, als würde sie zur Grundvoraussetzung für jedes neue Videospiel.
Besonderer Übeltäter ist hier Ubisoft. Die Franzosen stülpten sogar der einst linearen Marke Ghost Recon ein entsprechendes Kostüm über und fast jede neue Ankündigung trägt ein fett geschriebenes "Open World" vor sich her. Siehe Immortals: Fenyx Rising, The Crew und Skull & Bones. Andere Hersteller stehen da aber nicht hintenan, und ist es keine vollkommen offene Welt, dann zumindest eine semi-offene. Man denke an God of War oder Metro Exodus.
Wie gesagt, das ist nicht per se schlecht, aber andersrum stimmt auch: Highlights lassen sich in einer Open World wesentlich schwerer setzen. Also gescriptete Momente, die gerade dadurch funktionieren, dass sie in einem beschränkten Rahmen ablaufen. Außerdem verfallen die Entwickler bei offenen Welten schnell mal ins Gestaltungsschema "lauft rum und sammelt alles auf, was euch vor die Füße kommt". Wenn 2021 nicht mehr jedes zweite Spiel mit riesiger Map und Sammelitems daherkommt, sind wir auf jeden Fall glücklich.

Und ganz ehrlich, es sind nicht nur die Multimillionäre, auch das sogenannte gemeine Volk weit unten ist doch genau so.
Oder warum gibt es Lotto diverse Wettstudios und anderes wo der "Normale" Mensch seiner Geldgier frönen kann.
In einem anderen Post habe ich ja schon mal gesagt, es muss unbedingt eine Reform der Börse her, sonst geht der Welt wegen diesem Geldgeilem Konstrukt noch vor dem Klimaproblem schneller die Puste aus als man jetzt noch denken würde.
Aber das wird nicht kommen, weil solche Reformen muss von Menschen kommen die auch die gewisse Macht dafür haben, und das sind ja dann genau die gleichen.
Also lasst uns mit Gold und Aktienpapier Ruhmreich untergehen. Die menschliche Dummheit kann ja dann das angehäufte Geld mit in die Särge nehmen.
Um so mehr freut es mich, daß für die ME Legendary Edition der MP wohl endlich keine Rolle mehr spielt. Top!. Aber so etwas ist leider sehr selten. :(
Für mich ist die unsäglichste Entwicklung im Gamingsektor der letzten Jahre (eigentlich schon Jahrzehnt) das Thema MP neben GaaS, Lootboxen und Micros sowie diversen P2W-Mechaniken. Diese Geld ist geil Mentalität nervt. Das kommt auch durch die dicken Wasserköpfe in den großen Firmen wie EA und Co die ihre fetten Gehälter weiter aufstocken wollen und die Aktionäre zufriedenstellen. Leider. Das Thema Herzblut und Gamer rutscht dann aus dem Fokus und landet am anderen Ende der Fahnenstange.
Und es nervt mich wenn ich bei einem SP-Spiel gezwungen werde Koop oder MP spielen zu müssen (siehe AC Unity), wenn ich alles erreichen will. Ich kaufe mir SP-Titel aus dem Grunde weil ich dem ganzen MP-Scheiss aus dem Weg gehen und nicht weil ich das noch extra reingewürgt bekommen will.
Stichwort ME3. Ohne MP war eine Zeit lang gar kein optimales Ende erreichbar.
Ich will in einem Spiel alles fair mit spielen erreichen und nicht nach dem Motto vorgehen müssen: Du willst alles haben ? Da mußt Du aber dafür vorher erst das Super-Paket a, b, c kaufen und am besten dazu noch den Booster d, x Healthpakete. Nicht zu vergessen viel Premiunmwährung und Premiumaccount bezahlen. Natürlich auch noch x fach Lootboxen mit 0,00001% Chance das epische Loot zu bekommen.
Dann noch Bananen-Releases. Man soll ein Spiel so lange entwickeln wie es braucht. Wenn es 1 Jahr länger dauert ist es auch ok. Hauptsache es wird rund und gut releast und nicht als Alpha oder Betaversion. Auch das Thema Day1-Patches (obwohl noch das geringste Übel von allen wenn danach alles soweit läuft) ist ärgerlich.
Früher kam ein Spiel raus und man mußte auf den Patch auf CD in der Gamezeitung warten. Das dauerte minimum 1 Monat, je nachdem auch mal 3 oder 6.
Damals waren die Firmen daher auch wegen nicht vorhandenem Internet zu Qualitätsreleases gezwungen. Gut damals waren die Spiele auch bei weitem noch nicht so komplex wie heutzutage. Aber trotzdem.
Daß es auch heutzutage noch runde Releases gibt hat z.B. das Remake von Mafia 1 gezeigt. Kaum Bugs, läuft stabil und rund. Andere Spiele wiederum werden kaputt gepatcht weil man mit jedem beseitigten Bug 5 oder 10 neue einbaut weil man die Patches genauso schnell releast wie das Hauptspiel. Statt auf Qualität zu setzen und sich die Zeit dafür zu nehmen die man benötigt. Der FS 2020 z.B. bringt mit jedem neuen World-Update und jedem Patch zwar auch diverse Fehlerbehebungen aber x neue Bugs ins Spiel. Autopiloten spinnen herum, die Routenplanung hakt, es kommt oft zu CT´Ds, installierte Livreries werden nicht angezeigt oder gekaufter Content taucht nicht im Spiel auf (trotz Installation). Mir kommt es so vor als ist Asobo von der Größe des Projekts schlichtweg überfordert.
Spiele zu releasen wo dann 50% Inhalt fehlen oder wo das Spiel vor Bugs strotzt nur damit man die Einnahmen noch im aktuellen Fiskaljahr oder Quartal buchen kann nervt ebenso.
Ich hab nichts gegen wertige DLC. Wenn man aber merkt, daß diese bewußt aus dem Spiel geschnitten wurden ist das nervig und ärgerlich.
Teilweise zerstören auch Gamer selbst ein gutes Spiel: Beispiel Enlisted. Zu Zeiten der Closed-Beta hatte man zwar viele Bots und wenig/er Spieler aber man konnte taktisch vorgehen und die Immersion hat gestimmt. Seit der Open Beta ist Enlisted zu einem COD/CS verkommen. Bunnyhopper ohne Ende und Kiddies die mit Messern wie wild durch die Botanik springen. Das nervt einfach und zerstört die Immersion vollkommen, wenn gewisse Spielertypen ein komplettes Spiel/Spielprinzip durch ihre Art von "Gameplay" regelrecht versauen. :(
Insbesondere kommen in das Spiel dank des F2P-Prinzips auch viele Kiddies obwohl der Titel USK 18 ist. Und das ist nicht wirklich gut. Das merkt man auch an der ganzen Spielatmosphäre. Da gibt es auch eine größere Gefahr von Cheatern und Hackern.
Gerade wenn man sich mit mehreren irgendwo in einem Jugendheim oder einem Gasthaus einmietet, ist oft das Netz mies.
Das Witzige ist, dass der Aufwand für das "direkt" gar nicht so groß ist. Dank besserer und sicherer Übertragungsraten muss man ja sogar weniger Lags abfangen und synchronisieren.
Es ist aber schon so, dass unter anderem auch die Printmedien mit ihrem Narrativ die Leute dahin erzogen haben, dass bei bestimmten Genres gar kein Multiplayer mehr nachgefragt wird.
Wi-Sims waren in den Neunzigern bspw. immer Multiplayer, weil die KI noch gar nichts taugte. Und sie wurden dann auch so gespielt. Selbst Anno 1602 wurde anfangs dafür kritisiert, dass es keine Solo-Spiel-Kampagne enthielt. Nachdem aber zwei Nachfolger-Spieler-Generationen erfolgreich dahin gehend erzogen wurden, dass sowas allein gespielt wird, glauben das heute alle. Man hat sich die Käuferschicht selber verödet. Für viele existiert Multiplayer nur im Bereich Strategie und Shooter. Falls irgendwann dann doch mal irgendwo zu einem anderen Spiel ein MP erscheint, wird er nicht ausreichend nachgefragt, weil's keiner mehr gewöhnt ist. Und dann lohnt es sich nicht. Eine selbst erfüllende Prophezeiung.
Einige Indies zeigen, dass Leute zusammen doch auch anderes spielen.
Das sind die Gigabyte Großen DayOne Patches ohne die ein Released Spiel heute gar nicht mehr spielbar ist.
Diese Entwicklung ist m.M.n. eine ganz Üble Sache die immer Größere Formen annimmt.
Und so ganz Unschuldig seit ihr da als Magazin auch nicht, wenn ihr nur noch Wertungen/Tests rausgibt nach Day One Patches/oder ähnliche Patches die ein Spiel erst spielbar machen. Auch das muss endlich mal aufhören. Diesen Trend will ich auch nicht mehr sehen.
Meine "Hardwarespielesammlung" habe ich bis auf eine Hand voll Ausnahmen aufgegeben um mich von unnötigen Ballast zu befreien.
Ich denke jedoch, dass das Problem für Zeitschriften ist, das die mittlerweile mit einer digitalenVersion versorgt werden, zumeist wohl noch mit Updates versorgt.
Problem dabei ist das der z.B. fehlerfreie Anfang dann ggf. mit dem Arsch des Patches umgerissen worden sein kann und somit der Teil des Tests sozusagen "geschönt" wurde.
Letztendlich ist es dem schrumpfenden Retailmarkt nebst Kontrollzwang der Entwickler/Publisher geschuldet.