Dungeons im Test: Die negativen Aspekte + Wertung

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Test Sebastian Weber Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Dungeons sollte eine Mischung aus Dungeon Keeper und Die Sims werden. Zwar hat die Idee durchaus Potenzial, es scheitert aber an der Umsetzung. Zu viele Bugs trüben den Spielspaß und auch die Spielmechanik funktioniert nicht zur Gänze.

Contra

Screenshots aus Dungeons, dem neuen Strategiespiel von Kalypso. Im Test kann das Spiel nicht überzeugen. (2) Quelle: Kalypso Screenshots aus Dungeons, dem neuen Strategiespiel von Kalypso. Im Test kann das Spiel nicht überzeugen. (2) Tutorial lässt Erklärungen vermissen
Vor etwa einem Monat durften vier unserer Leser Dungeons im Rahmen einer Sneak Peek bereits anspielen. Größter Kritikpunkt damals: Viele Spielelemente werden nicht ausreichend erklärt. Nun haben wir die fertige Version von Dungeons gespielt und müssen leider feststellen, dass sich dies nicht geändert hat. Zwar bestehen die ersten Levels aus einem Tutorial, das die wichtige funktionen nach und nach erklärt. Allerdings hätten die Entwickler hier ein wenig ausführlicher auf einzelne Spielelemente eingehen können. Denn gerade Dinge wie die Menüs für die Charakterentwicklung entdecken Sie eher durch Zufall, als dass Sie gezielt darauf hingewiesen werden. Dadurch kommt man sich streckenweise recht verloren vor und weiß nicht so recht, wie man bestimmte Dinge bedient – ärgerlich.

Unausgewogener Schwierigkeitsgrad
In Dungeons dreht sich alles darum, wie viele Helden Sie in Ihren Dungeon locken und wie Sie mit diesen umspringen, denn dann sind die Kerlchen glücklich und sie können viel Seelenenergie sammeln (eine der Ressourcen im Spiel). Am einfachsten haben Sie es, wenn Sie lediglich viele Pentagramme, die Spawn-Punkte für Monster) platzieren und darauf achten, dass die Monster etwas schwächer als die Helden ausfallen. Denn die meisten Heroen freuen sich, wenn es viel zu kämpfen gibt. Mit entsprechend vielen Pentagrammen und somit auch Monstern kommt es zwar zu unübersichtlichen Massenschlachten, Sie sammeln aber schnell drei- bis vierstellige Werte in den Ressourcen des Spiels. Einfach abwarten, Dungeons spielt sich fast von selbst. Die KI lässt dabei aber zu wünschen übrig und ignoriert Sie gerne. Ein feindliches Dungeon-Herz – die Lebensversicherung eines jeden Dungeon-Lords – können Sie dann ungestört attackieren, wenn ein Held mitmischt. Denn dann sind alle KI-Gegner abgelenkt und attackieren den Abenteurer, statt Sie zu beachten. Dafür gibt es aber auch Momente, in denen stetiges Ausprobieren, Sterben und erneutes Ausprobieren helfen – bestes Beispiel die Boss-Kämpfe. Solche Passagen nerven.

Im späteren Spielverlauf können Sie die Effektivität Ihres Dungeons mit Hilfsmitteln steigern. Hier: ein Foltergerät. Quelle: Kalypso Im späteren Spielverlauf können Sie die Effektivität Ihres Dungeons mit Hilfsmitteln steigern. Hier: ein Foltergerät. Teilweise öder Spielverlauf, da zu wenig Interaktion nötig
Wie schon beschrieben, spielt sich Dungeons streckenweise fast von selbst. Gerade Missionen, die einen bestimmten Wert in einer der drei Ressourcen Seelenenergie, Gold und Presitge erfordern, laden zu so mancher Kaffeepause ein, wenn Sie Ihren Dungeon effektiv aufgebaut haben. Genug Monster gebaut, Schätze versteckt und Räume wie Waffenkammern oder Bibliotheken errichtet, um alle Bedürfnisse der Helden zu befriedigen, und der Rubel rollt – beinahe gänzlich ohne Ihr Zutun. Dadurch wird Dungeons zweitweise langweilig.

Prestige-Objekte erweisen sich eher als nerviges denn als spaßiges Element.
Um Ihren Prestige-Wert zu erhöhen, müssen Sie sogenannte Prestige-Objekte in Ihrem Dungeon verteilen, ihn sozusagen dekorieren (der Sims-Part von Dungeons). Um diese kaufen zu können, benötigen Sie wiederum Seelenenergie, die Sie aus gefangenen Helden quetschen. Soweit so gut. Die Prestige-Objekte benötigen Sie, um Ihr Reich interessanter für Helden zu machen und um Ihren Prestige-Wert zu steigern, mit dem Sie wiederum neue Gegenstände freischalten und Ihren Dungeon-Lord mächtiger machen. Daneben gibt es auch hin und wieder Missionsziele, für die Sie einen bestimmten Prestige-Wert erreichen müssen. Prinzipiell wäre die Idee nicht schlecht, Sie dafür zu belohnen, dass Sie Ihren Dungeon hübsch gestalten, doch das System hat seine Macken. Zum einen bleiben Helden zwar an den Verschönerungen stehen und bewundern diese, jedoch kann man die Kerle damit nicht geschickt durch die Gänge locken – wie vom Spiel versprochen. Zum anderen ist es viel einfacher, sich von seinen Untergebenen einen Raum ausheben zu lassen und diesen dann zum Beispiel mit massenweise Särgen oder Ähnlichem vollzustellen, als die Gänge gewissenhaft zu dekorieren. Dadurch kommt nie der gleiche Spaß wie bei Die Sims auf, vielmehr wirkt der Prestige-Wert aufgesetzt und als nervige Pflicht.

Einige frustrierende Bugs (die allerdings noch behoben werden sollen)
Während unserer Spielzeit wies Dungeons etliche Fehler auf. Zwar arbeitete Realmforge bis zu Release des Spiels angeblich noch daran, alle Bugs zu beseitigen. Doch da wir nicht wissen, ob die Münchner das schaffen, nennen wir Ihnen die aufgefallenen Probleme:

Abstürze: Immer wieder endet das Spiel unvermittelt, wir landen auf dem Windows-Desktop. Laut Entwickler liegt das an einem Problem mit vereinzelten Speicherständen. Diese Spielstände sind somit nicht mehr brauchbar.

Das Spiel friert ein: Besonders ärgerlich – hin und wieder bleibt das Spielgeschehen stehen. Zwar kann man Menüs wie den Skill-Baum noch aufrufen, die Spielfiguren bewegen sich allerdings nicht mehr, abzuspeichern ist auch nicht mehr möglich. Hier scheint auch das Speicher-System schuld zu sein. Denn immer wieder fällt auf, dass Dungeons beim automatischen Speichervorgang für einige Sekunden hängt – teilweise dann scheinbar auch für immer.

Clipping-Fehler: Einzelne Monster verschwinden in Wänden, sodass Helden auf die Mauern einschlagen – ohne Erfolg. Allerdings bleiben die Jungs dann auch bis in die Ewigkeit dort stehen und kämpfen gegen einen nicht zu besiegenden Gegner.

KI-Figuren reagieren nicht: Ab und zu ignorieren die computergesteuerten Figuren ihre Umgebung und bewegen sich nicht, selbst bei Angriffen.

Fehlende Texte: Einige Menüs weisen noch Platzhaltertexte auf. Ob diese noch nachgeliefert werden, ist bislang unklar.

Bildergalerie

Meinungen

Wertung zu Dungeons (PC)

Wertung:

6.0 /10
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  1. Seite 1 Dungeons im Test: Die positiven Aspekte
  2. Seite 2 Dungeons im Test: Die negativen Aspekte + Wertung
    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MusicMan1992 Mitglied
        AW: Spieletest - Dungeons im Test: Keine Gefahr für Dungeon Keeper - Eher mau als wow

        Man, das Spiel hat sich erst wirklich gut angehört, hab' eben die Demo ausprobiert. Ist ganz nett durchdacht, wirkt aber nicht sonderlich abwechslungsreich, der Spielablauf ist eher simpel gehalten. Die Skillmöglichkeiten sind ein Witz. Die Steuerung packt mich auch nicht ganz. Die Atmosphäre war ganz okay, ich fand nur den Humor an einigen Stellen zu überdreht, so dass ich das Spiel garnicht ernst nehmen konnte. Naja, vielleicht war das von den Machern auch nicht unbedingt gewollt.
        Dennoch ist es ganz gut vertont, mit guten Synchronsprechern. Trotzdem kein Grund, mir das Spiel zu kaufen, da bleib ich echt lieber bei DK 1.
      • Von MusicMan1992 Mitglied
        AW: Spieletest - Dungeons im Test: Keine Gefahr für Dungeon Keeper - Eher mau als wow

        Man, das Spiel hat sich erst wirklich gut angehört, hab' eben die Demo ausprobiert. Ist ganz nett durchdacht, wirkt aber nicht sonderlich abwechslungsreich, der Spielablauf ist eher simpel gehalten. Die Skillmöglichkeiten sind ein Witz. Die Steuerung packt mich auch nicht ganz. Die Atmosphäre war ganz okay, ich fand nur den Humor an einigen Stellen zu überdreht, so dass ich das Spiel garnicht ernst nehmen konnte. Naja, vielleicht war das von den Machern auch nicht unbedingt gewollt.
        Dennoch ist es ganz gut vertont, mit guten Synchronsprechern. Trotzdem kein Grund, mir das Spiel zu kaufen, da bleib ich echt lieber bei DK 1.
      • Von Kratos333 Spiele-Enthusiast/in
        AW: Spieletest - Dungeons im Test: Keine Gefahr für Dungeon Keeper - Eher mau als wow

        oh je
        Sogut wie jeder potenzielle Hit flopt auf dem PC. Naja, da warte ich lieber auf Killzone3
      • Von RodWeiler79 Spiele-Novize/Novizin
        AW: Spieletest - Dungeons im Test: Keine Gefahr für Dungeon Keeper - Eher mau als wow

        Schade. Das Spiel reiht sich in die lange Liste der Spiele ein, auf die ich mich mal gefreut habe und die ich trotzdem links liegen lassen werde (Mafia II, Civ5, Gothic4 - ja ich hatte tatsächlich anfangs auf eine gute Fortsetzung gehofft).

        Hoffentlich passiert das nicht mit dem Hexer und Batman.

        LG
        RodWeiler
      • Von powermax90 Mitglied
        AW: Spieletest - Dungeons im Test: Keine Gefahr für Dungeon Keeper - Eher mau als wow

        naja... das hab ich scon aber DosBox und Keeper3D variante hat auch nciht geklappt daher frag ich hier mal spontan^^
      • Von burdy Mitglied
        AW: Spieletest - Dungeons im Test: Keine Gefahr für Dungeon Keeper - Eher mau als wow

        Zitat von powermax90
        Weis von euch zufällig einer nen weg DK1 auf Win7 zu spielen^^?
        Einfach bei google eintippen :)
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