Driver: Der bockschwere GTA-Vorreiter im Retro-Check

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Driver: Der bockschwere GTA-Vorreiter im Retro-Check
Quelle: PC Games

25 Jahre Driver: Die Spielereihe von Reflections feiert im Juni Geburtstag. Wir haben uns erneut in das Abenteuer rund um Undercover-Cop Tanner gestürzt.

Aber es gibt auch zusätzliche Herausforderungen. Im Modus Survival müssen wir beispielsweise ebenfalls den Cops entkommen. Die sind bei der Challenge allerdings besonders aggressiv und rammen unser Fahrzeug bei jeder Gelegenheit. Ist die Karre hinüber, geht's von vorne los. Die Fahrspiele dauern meistens nur wenige Sekunden oder Minuten und eignen sich perfekt für eine spaßige Runde mit Freunden. Wer hält am längsten durch? Wer schafft die beste Zeit? Auch ohne einen Multiplayer lassen sich in Driver nach wie vor etliche Stunden verbringen.

And the Oscar goes to ...

Dafür sorgt auch ein für das Jahr 1999 absolut innovativer Regie-Bereich. Im Nachgang von Story-Jobs und den angesprochenen Minispielen können wir uns die Wiederholung der letzten Minuten ansehen.

Aber nicht nur das: Wir bestimmen sogar Höhe, Zoom und allgemeine Kameraperspektive des Replays. Von der ersten Sekunde merken wir Driver die Liebe zu klassischen Filmen und Serien der 60er- sowie 70er-Jahre an. Bullitt, Die Straßen von San Francisco und eben auch der Streifen Driver sind eindeutige Vorlagen für das Actionspiel von Reflections.

Das Regietool passt daher perfekt zum Titel, schließlich lassen sich damit ganz eigene Kurzfilme anfertigen. Selbst heutzutage sehen die Verfolgungsjagden teilweise noch spektakulär aus und zwar trotz mittlerweile stark in die Jahre gekommener Grafik.

Das Filmregisseur-Tool im Einsatz Quelle: Moby Games

Technische Mängel

Die Optik war schon zum Release nicht ganz up to date. Vergleichen wir Driver zum Beispiel mit dem zuvor erschienenen Need for Speed: Brennender Asphalt hinken Fahrzeugmodelle und Umgebungsoptik ordentlich hinterher. Für die Darstellung einer frei befahrbaren Stadt mussten die Entwickler wohl technisch ein paar Abstriche machen.

Grafikfehler, plötzlich aufploppende Texturen und recht fade Zwischensequenzen gehören genauso zu Driver wie die spannende Hatz durch die Straßenschluchten von San Francisco und Co. Während das Audiodesign mit identischen Motorensounds bei unterschiedlichen Autos ebenfalls nicht überzeugt, sorgt ein toller Soundtrack für erstklassiges 70er-Flair.

Ein Fahrzeug fährt auf einer Wiese auf zwei Polizeiautos zu Quelle: Moby Games

Das langsame Aussterben der Reihe

Deutlich besser sieht es rund um die Technik in den etlichen Nachfolgern aus. Schon die Fortsetzung, die bereits ein Jahr später auf den Markt kam, wirkt deutlich runder. In Driver 2 können wir außerdem bereits zu Fuß unser Fahrzeug wechseln.

Eine erfrischende Auswahl bieten weiterhin die Städte in der kompletten Reihe. Im zweiten Teil brettern wir über die Straßen von Chicago, Havanna, Las Vegas und Rio. Und auch in Driv3r, dem nächsten Part der Tanner-Story, gibt's mit Miami, Nizza und Istanbul recht unverbrauchte Metropolen.

Doch der dritte Teil läutete bereits den langsamen Untergang des Franchise ein. Gegen die Übermacht von GTA und anderen Open-World-Spielen war kein Ankommen. Driver: Parallel Lines und Driver: San Francisco floppten zwar nicht komplett, doch an die Erfolge des Erstlings kam keiner der Titel mehr heran.

Im Jahr 2015 erschien der bis heute letzte Teil der Reihe. Driver: Speedboat Paradise wurde jedoch nur auf iOS und Android veröffentlicht. Eine Umsetzung für damals aktuelle Konsolen und den PC entstand nicht mehr.

Dass Reflections, die seit Jahren zu Ubisoft gehören, einen Versuch wagen, die Reihe wiederzubeleben, halten wir für relativ ausgeschlossen. Dennoch wird Driver für immer als geniales Spiel und Vorreiter für viele andere in Erinnerung bleiben - und natürlich auch für eine unbarmherzige erste Mission im Parkhaus.

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von chromax Anwärter/in
        Es ist vom Spieldesign her eine Katastrophe. Du kaufst dir ein Spiel bei dem es ums Fahren und die Freiheit geht und willst endlich loslegen, dann wirst du in eine Tiefgarage gesperrt und erst mal geknechtet mit Schwachsinn. Ein allgemeines Problem mit Tutorials ("Nein, du darfst noch nicht schießen. Mission over!").

        Generell war neben allerlei sehr guten Zutaten das Spieldesign das große Problem des Spiels. Zeitlimits wie in den 80ern. Das hat dann GTA besser gemacht.
      • Von chromax Anwärter/in
        Es ist vom Spieldesign her eine Katastrophe. Du kaufst dir ein Spiel bei dem es ums Fahren und die Freiheit geht und willst endlich loslegen, dann wirst du in eine Tiefgarage gesperrt und erst mal geknechtet mit Schwachsinn. Ein allgemeines Problem mit Tutorials ("Nein, du darfst noch nicht schießen. Mission over!").

        Generell war neben allerlei sehr guten Zutaten das Spieldesign das große Problem des Spiels. Zeitlimits wie in den 80ern. Das hat dann GTA besser gemacht.
      • Von RevolverOcelot Hobby-Spieler/in
        Zitat von DerFox
        Der Terz um das Tutorial habe ich nie verstanden, 2-3 Versuche gebraucht und weiter ging es.
        Genau, immer dieses Gejammere um das Tutorial, genau das selbe wie mit der Rennmission in Mafia damals, fast immer werden diese Zwei Sachen zusammen genannt. :D Git gud.
      • Von DerFox Spiele-Novize/Novizin
        Der Terz um das Tutorial habe ich nie verstanden, 2-3 Versuche gebraucht und weiter ging es.
      • Von Desotho Spiele-Enthusiast/in
        Driver war super damals. An das Tutorial habe ich keine traumatischen Erinnerungen - was mir angesichts der Horrorstories dazu schon ein wenig seltsam vorkommt.
        Aber ich war auf jeden Fall in der Stadt unterwegs.
        Die Missionen waren dann aber für mich nicht so interessant. Das Fahrgefühl und das Schadensmodell waren halt geil, ich glaube ich bin da einfach nur rumgefahren und hatte Spaß.
      • Von LOX-TT Mitglied
        Gätte gerne mal ein nwues Driver, San Francisco ist ja auch schon wieder um die 10 Jahre her glaub ich
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