Dragon Age: The Veilguard ist mein persönliches Spiel des Jahres - Test eines Dragon-Age-Fans

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Dragon Age: The Veilguard ist mein persönliches Spiel des Jahres - Test eines Dragon-Age-Fans
Quelle: PC Games

PC-Games-Redakteur Matthias Dammes hat Dragon Age: The Veilguard ausführlich durchgespielt und zeigt sich im Test begeistert vom Rollenspiel.

Wenn Action und Taktik verschmelzen

Apropos Kämpfe. Darüber sollte ich vielleicht auch noch ein paar Worte verlieren. Schließlich sind die in einem Rollenspiel ja auch nicht ganz unwichtig. Das auf den ersten Blick sehr actionlastige Kampfsystem entpuppt sich als sehr vielseitig mit spannenden Build-Möglichkeiten. Zwar musste ich mich erst ein wenig an den flotteren Stil gewöhnen, aber im Grunde ist es eine ganz gute Mischung aus den Kampfsystemen der letzten beiden Teile, garniert mit den neuen mächtigen Synergie-Kombos.

Viele Fähigkeiten von Rook und den Gefährten sind sogenannte Vorbereiter und Auslöser. Wenn man die miteinander kombiniert, führt das zu einem mächtigen Effekt, der häufig den Unterschied in einem Kampf ausmacht. Dieses System hat mir gut gefallen, weil es mich dazu animiert hat, mich noch genauer mit den Fähigkeiten meiner Begleiter zu beschäftigen und damit, wie ich diese mit meiner Spielweise in Einklang bringen kann. So entwickelte sich für mich eine tolle Doppelkombo, bei der ich zunächst einen Gegner mit meinem Hakenspeer an meinen Krieger-Helden heranziehe und dann mit dem verheerenden Schuss von Harding die Kombo-Explosion auslöse. Sollte das noch nicht reichen, lege ich dann noch mit dem Eisstrom von Neve nach, den ich mit der Spezialfähigkeit meiner Champion-Spezialisierung kombiniere.

Ich habe mein Spiel des Jahres gefunden - Dragon Age: The Veilguard haut mich komplett um Quelle: PC Games Manchmal bin ich aber auch besser beraten, auf eine Kombo zu verzichten, um den Cooldown eines Begleiters für eventuelle Heilung bereit zu halten. Besonders gegen härtere Gegner kommen da gewissen taktische Überlegungen dazu, die vom Spiel aber auch belohnt werden. Als ich mit Stufe 14 auf einen Level-25-Champion, also einen kleinen Zwischenboss, gestoßen bin, war ich logischerweise ein wenig im Nachteil, was die Kampfkraft angeht. Mit Geduld, häufigem Nutzen der Kampfpause im Befehlsmenü und einem geschickten Einsatz der Fähigkeiten meiner Gruppe ist es mir aber schließlich gelungen, den Gegner zu besiegen. Ein anstrengender Kampf, der aber mit einem sehr befriedigenden Gefühl zu Ende ging.

Technik gut, Soundtrack so lala

Zum Schluss noch ein paar Worte zur Technik. Ich habe das Spiel hauptsächlich auf der PS5 getestet, aber auch die PC-Version haben wir uns in der Redaktion ausführlich angeschaut. Auf beiden Systemen lief das Spiel sehr stabil und ohne nennenswerte Fehler. Die Konsolenversion muss qualitativ ein wenig gegenüber dem PC zurückstecken. So ist auch im Fidelity-Modus das Upscaling noch leicht erkennbar, was im Performance-Modus noch etwas deutlicher wird. Auch manche Texturen, besonders bei der Kleidung von NPCs in der Nahansicht, sind auf der Konsole nicht ganz so scharf, wie es die PC-Version hinbekommt. Wer jedoch einen potenten Rechner hat, der das Spiel in Ultra-Einstellungen darstellen kann, bekommt ein flüssiges und wunderhübsches Abenteuer auf den Monitor gezaubert.

Ich habe mein Spiel des Jahres gefunden - Dragon Age: The Veilguard haut mich komplett um Quelle: PC Games Aber egal auf welcher Plattform, genießen kann man Dragon Age: The Veilguard überall gleichermaßen. Für mich war ausschlaggebend, dass das Spiel mich wieder in die Welt von Dragon Age entführt und mich in diese faszinierende Melange an geschichtsträchtigen Völkern und Nationen, mächtigen Bedrohungen und mystischen Geheimnissen eintauchen lässt. Das gelingt dem Spiel wunderbar.

An Dragon-Age-Atmosphäre mangelte es mir eigentlich nur beim Soundtrack, der mich ein wenig enttäuscht hat. So sehr ich mich im Vorfeld über Hans Zimmer als Komponisten gefreut habe, so unauffällig war die Musik dann in großen Teilen des Spiels. Bis auf das tolle Main Theme blieb da wenig an Wiedererkennungswert übrig. Wirkliche Gänsehaut-Momente in Zusammenhang mit der Musik hatte ich eigentlich nur, wenn aus gewissen Gründen bestimmte Themen aus dem Inquisition-Soundtrack eingestreut wurden.

Ich habe mein Spiel des Jahres gefunden - Dragon Age: The Veilguard haut mich komplett um Quelle: PC Games

Ich will wieder zurück

Aber das hat am Ende meine Freude an diesem Spiel nicht wirklich getrübt. Ich habe mit Dragon Age: The Veilguard im Grunde genau das bekommen, was ich mir von einem Nachfolger zu Inquisition erhofft hatte. Eine epische Geschichte über Elfengötter, das Ende der Welt und die bisher wenig beleuchteten Nationen im Norden von Thedas. Dazu einen wunderbaren Cast an Gefährten, die mir alle auf ihre eigene Art ans Herz gewachsen sind. Das alles, eingebettet in die gleiche Liebe zum Detail, die schon Inquisition zu einem meiner Lieblingsspiele gemacht haben.

Dazu dann noch die wirklich umwälzenden neuen Lore-Erkenntnisse, die die Welt von Thedas und ihre Völker für immer verändern werden. Ihr merkt schon, ich bin in Dragon Age: The Veilguard völlig aufgegangen und hatte eine fantastische Zeit - So sehr, dass die rund 65 Spielstunden, in denen ich alles gemacht habe, was das Spiel zu bieten hatte, wie im Fluge vergangen sind. Daher habe ich auch direkt einen neuen Durchgang angefangen, weil ich einfach noch nicht will, dass es vorbei ist und ich noch alternative Entscheidungen ausprobieren möchte.

Wertung zu Dragon Age: The Veilguard (PC)

Wertung:

9.0 /10

Wertung zu Dragon Age: The Veilguard (PS5)

Wertung:

9.0 /10
Fazit

Dragon Age: The Veilguard ist ein fantastisches Rollenspiel mit actionreichen Kämpfen, viel Erkundungspotenzial, tollen Charakteren, unfassbar viel Lore und epischen Geschichten.


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Dragon Age: The Veilguard wird von Bioware entwickelt und von Electronic Arts vertrieben. Das Rollenspiel erscheint am 31. Oktober 2024 für PC auf Steam und in den EA App sowie auf Playstation 5 und Xbox Series S/X. Für die Erstellung dieses Beitrags wurde die Release-Version von Dragon Age: The Veilguard von Electronic Arts gestellt.

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    • Kommentare (313)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Svenc Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von SethWinterstein
        Ich muss ja immer noch den Erstling nachholen und da 2 ja direkt anschließt, werde ich das wohl auch dieses Jahr mal tun müssen, damit ich den zweiten dann auch zocken kann.^^ Dass es technisch rund laufen soll hört sich gut an, war bei Stalker 2 ja leider nicht so der Fall gewesen.
        Das ist eine Untertreibung... Ich hab nur eine RTX 3060, die offiziell für 1080P medium empfohlen war... Die Engine ist natürlich nicht mehr die Neueste. Aber das war sie bei Starfield auch nicht (das zudem, wie ich finde, meist nicht mal gut aussieht).

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        KCD1 ist nicht ganz so rund wie Teil 2 jetzt, nicht nur technisch. Trotzdem ein extrem bemerkenswertes Spiel. KCD2 ist für mich, Stand nach ~15 Stunden, auf dem Weg es in die minimum Top3 meiner liebsten RPGs ever zu schaffen (erstes war Legend Of Faerghail von 1990 aufm Amiga). Zu Bethesda ist das ein Klassenunterschied mittlerweile. Einfach nur krass, was die hier abziehen. Nicht nur technisch.

        Zum Thema sagte Vavra letztens, danke Google Translator (offensichtlich) :-D:

        Zitat

        Saudi-Arabien hat in seinem Land ein mittelalterliches Rollenspiel verboten, weil es LGBT-Sexszenen enthält. In den sozialen Medien gab es Vorwürfe, dass Vávra „dem aufgeweckten Druck nachgegeben“ habe, da der Spieler mit seinem Charakter eine Reihe von Entscheidungen treffen könne, die in einer Beziehung mit einem anderen Mann enden. Vávra lehnt dies ab.

        „Während die progressive Linke uns früher vorwarf, ultrarecht zu sein, bezichtigt uns heute die ultrarechte Linke. Nach diesen Meinungen hätte mich BlackRock (eine amerikanische Investmentgesellschaft, Anm. d. Red.) angeblich dafür bezahlen sollen, Homosexuelle ins Spiel zu bringen. Diese Leute sind absolut verrückt, und selbst wenn ich jetzt in einer Nazi-Uniform herumlaufen würde, würden sie denken, ich sei ein progressiver Linker. „Die Wahrheit ist, dass ich in meiner Arbeit absolute Freiheit hatte“, widerlegt er die Spekulation.
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      • Von Svenc Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von SethWinterstein
        Ich muss ja immer noch den Erstling nachholen und da 2 ja direkt anschließt, werde ich das wohl auch dieses Jahr mal tun müssen, damit ich den zweiten dann auch zocken kann.^^ Dass es technisch rund laufen soll hört sich gut an, war bei Stalker 2 ja leider nicht so der Fall gewesen.
        Das ist eine Untertreibung... Ich hab nur eine RTX 3060, die offiziell für 1080P medium empfohlen war... Die Engine ist natürlich nicht mehr die Neueste. Aber das war sie bei Starfield auch nicht (das zudem, wie ich finde, meist nicht mal gut aussieht).

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        KCD1 ist nicht ganz so rund wie Teil 2 jetzt, nicht nur technisch. Trotzdem ein extrem bemerkenswertes Spiel. KCD2 ist für mich, Stand nach ~15 Stunden, auf dem Weg es in die minimum Top3 meiner liebsten RPGs ever zu schaffen (erstes war Legend Of Faerghail von 1990 aufm Amiga). Zu Bethesda ist das ein Klassenunterschied mittlerweile. Einfach nur krass, was die hier abziehen. Nicht nur technisch.

        Zum Thema sagte Vavra letztens, danke Google Translator (offensichtlich) :-D:

        Zitat

        Saudi-Arabien hat in seinem Land ein mittelalterliches Rollenspiel verboten, weil es LGBT-Sexszenen enthält. In den sozialen Medien gab es Vorwürfe, dass Vávra „dem aufgeweckten Druck nachgegeben“ habe, da der Spieler mit seinem Charakter eine Reihe von Entscheidungen treffen könne, die in einer Beziehung mit einem anderen Mann enden. Vávra lehnt dies ab.

        „Während die progressive Linke uns früher vorwarf, ultrarecht zu sein, bezichtigt uns heute die ultrarechte Linke. Nach diesen Meinungen hätte mich BlackRock (eine amerikanische Investmentgesellschaft, Anm. d. Red.) angeblich dafür bezahlen sollen, Homosexuelle ins Spiel zu bringen. Diese Leute sind absolut verrückt, und selbst wenn ich jetzt in einer Nazi-Uniform herumlaufen würde, würden sie denken, ich sei ein progressiver Linker. „Die Wahrheit ist, dass ich in meiner Arbeit absolute Freiheit hatte“, widerlegt er die Spekulation.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von SethWinterstein Mitglied
        Zitat von Svenc
        Man muss halt auch sagen, es gibt auch eine Industrie um "sich über alles aufregen was den Anschein von Woke erweckt". Da wurde sich bspw. auch bei Star Wars Skeleton Crew über ein lesbisches Elternpaar aufgeregt. Da geht es dann tatsächlich nicht mehr um Kontext, sondern nur um "alles aus dem allgemeinen Themengebiet ist autoamtisch kacke und jetzt mach ich zehn, zwanzig Minutenvideos über 2 Sekunden Inhalt". Und beinahe buchstäblich sogar, die Szene in der Episode war unfassbar kurz und das paar hatte nicht mal wirklich eine Sprechzeile. Bei KDC2 wohl genauso, es wird ignoriert dass es Homosexualität in KCD1 gab und ignoriert ob irgendwas sinnvoll integriert ist wie Musa der ja ein ein Gelehrter ist und nicht irgendein Bauer.
        Aber wie gesagt, da gehts halt einfach nur um Klicks, Klicks, Klicks, genau wie bei PC Games.

        Zitat von Svenc
        Ist auf jeden Fall eine Reihe, die die Spreu vom Weizen trennt. Schon mit dem ersten Teil.
        Definitiv und das ist auch gut so. Man scheint sich einfach treu zu bleiben und das ist das wichtigste. Scheint die Kundschaft auch so zu sehen, das Spiel hat wohl seine Produktionskosten schon drin und auf Steam hat man Veilguard auch unangespitzt in den Boden gerammt. Doppelt soviele gleichzeitige Spieler wie Veilguard zu seinem Release.

        Zitat von Svenc
        KCD2 lohnt sich übrigens tatsächlich, zu kaufen. Hätte insbesondere technisch nicht gedacht, dass es so rund läuft... (Was einen vom Spiel in etwa erwartet, war ja schon mit Teil 1 klar -- heißt, ein RPG, das sich auch so nennen darf).
        Ich muss ja immer noch den Erstling nachholen und da 2 ja direkt anschließt, werde ich das wohl auch dieses Jahr mal tun müssen, damit ich den zweiten dann auch zocken kann.^^ Dass es technisch rund laufen soll hört sich gut an, war bei Stalker 2 ja leider nicht so der Fall gewesen.
      • Von Svenc Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von SethWinterstein
        Die Leute sind entspannt, sie geben halt kein Geld aus und investieren es lieber in ein Kingdom Come Deliverance 2.
        Teils, teils. :B https://www.resetera.com/...

        Ist auf jeden Fall eine Reihe, die die Spreu vom Weizen trennt. Schon mit dem ersten Teil.

        KCD2 lohnt sich übrigens tatsächlich, zu kaufen. Hätte insbesondere technisch nicht gedacht, dass es so rund läuft... (Was einen vom Spiel in etwa erwartet, war ja schon mit Teil 1 klar -- heißt, ein RPG, das sich auch so nennen darf).
      • Von SethWinterstein Mitglied
        Zitat von Ellana
        Nee, diese ideologischen Debatten sind verantwortlich für das schlechte Verkaufsergebnis. Die Drachentöterin kämpft in einer patriarchalischen Gesellschaft um ihren Platz, das ist okay. Im Qun haben Frauen nicht viele Optionen, darum gehts einfach. Entspannt euch doch alle. Das Spiel ist spannend und ich finde nur den Abspann absolut unbefriedigend.
        Ich denke niemand hätte ein Problem mit einer Qunari die sich in einer patriarchalen Gesellschaft behauptet. Womit man ein Problem hat ist ein Charakter, der schlicht nicht gut geschrieben ist. Niemand hat ein Problem mit nichtbinären Hanar in Mass Effect, nichtbinäre Humanoide dagegen führen automatisch zu Diskussionen, weil sie für gewöhnlich ein Geschlecht haben. Wenn nun dieser Charakter unsympathisch geschrieben ist und Dialoge und Inhalte die Immersion flöten gehen lassen, führt das zu negativen Feedback. Und ja, wenn viele sich einig sind und sagen "dafür will ich kein Geld ausgeben", sind das Ergebnis schlechte Verkaufszahlen.
        Die Leute sind entspannt, sie geben halt kein Geld aus und investieren es lieber in ein Kingdom Come Deliverance 2.
      • Von Ellana NPC
        Zitat von BOMBER2
        Natürlich top Wertungen bei allen linken Gamingseiten. War ja auch kaum anders zu erwarten... was für verlogene "Spielejournalisten" oder eher Aktivisten das alles sind. Unfassbar.
        Nee, diese ideologischen Debatten sind verantwortlich für das schlechte Verkaufsergebnis. Die Drachentöterin kämpft in einer patriarchalischen Gesellschaft um ihren Platz, das ist okay. Im Qun haben Frauen nicht viele Optionen, darum gehts einfach. Entspannt euch doch alle. Das Spiel ist spannend und ich finde nur den Abspann absolut unbefriedigend.
      Direkt zum Diskussionsende
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