Don't Starve im Test: Trotz kleiner Macken unbedingt ausprobieren
Minecraft meets Tim Burton: Wie lange schafft ihr es, im Perma-Death-Indie-Titel Don't Starve zu überleben? Don't Starve wandelt erfolgreich auf der schmalen Grenze zwischen Frust und Spielspaß. Dennoch: Dieses Spiel werdet ihr entweder lieben oder hassen!
Im Indie-Survival-Abenteuer Don't Starve landet ihr auf einer Insel, seid dort im Sandbox-Modus auf euch allein gestellt und müsst so lange wie möglich überleben. Nicht zu verhungern ist dabei nur der namensgebende Teil eurer großen Aufgabe. Die Welt zu erforschen, Ressourcen zu finden und abzubauen sowie gegnerische Angriffe zu überstehen, sind die anderen.
Im kurzen Intro verbannt ein Dämon Wissenschaftler Wilson auf eine unwirtliche Insel. Klappe. Schnitt. Das war's. Ein Tutorial gibt es nicht. Folgt einfach eurem Instinkt und erkundet das Eiland. Ah, es gibt Büsche mit Beeren. Verhungern werden wir also wohl nicht. Flugs sind ein paar leckere Früchte gepflückt und landen in der Inventarleiste. Oh, mit Karotten funktioniert das ebenso. Und auch das Gras und Zweige können wir einsammeln. Kurze Zeit später basteln wir aus gesammelten Ressourcen im Baumenü unser erstes Werkzeug: eine Axt. Damit können wir den Baumbestand dezimieren und einen Holzvorrat anlegen. Durch das Erkunden der Spielwelt finden wir immer mehr nützliche Dinge und schalten neue Optionen im Baumenü frei.
Die Lebenssimulation ist detailverliebt und nachvollziehbar gestaltet. So kann sich Wilson etwa einen Bart wachsen lassen. Dessen Haare könnt ihr weiterverwerten oder ihr lasst die Gesichtsmatte stehen und habt dadurch im Winter sogar etwas Kälteschutz. Im Spielverlauf ist es wichtig, Entscheidungen zu treffen, die sich an Nachhaltigkeit orientieren. Anstatt also etwa nur alle Bäume abzuholzen, solltet ihr auch neue Nahrungsmittel und Gehölze anpflanzen, damit ihr später nicht daran Mangel leidet. Denn das kann im schlimmsten Fall tödlich für euren Charakter ausgehen. In der Dunkelheit wird er von Monstern angegriffen und segnet schnell das Zeitliche. Und in Don't Starve bedeutet der Tod (fast) immer das Spielende und einen Neustart. Das kann teils frustrieren, ist aber andererseits auch motivierend. Nämlich diesmal alles richtig zu machen und einen weiteren Charakter freizuschalten. Und schon beginnt sich die Suchtspirale zu drehen…
