Dishonored im Test: Das hat uns gefallen - Atmosphäre, Upgrade-Mechanik, KI

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PC Games testet Dishonored: Bethesdas Action-Schleich-Mix glänzt durch tolles Spieldesign und jede Menge Möglichkeiten, die Aufgaben zu lösen. (11)
Quelle: PC Games

Dishonored: Die Maske des Zorns im Test von PC Games: Vier Tage vor Release am 12. Oktober sagen wir euch, wie gut der innovative Mix aus Deus Ex, Thief und System Shock geworden ist. Schaffen die Entwickler von Dark Messiah of Might and Magic mit ihrem atmosphärischen Einzelspieler-Titel endlich den Durchbruch? Die Antwort gibt es bei uns.

Erfrischend anderes Szenario mit dichter Atmosphäre

Dunwall überzeugt mit seiner grandiosen andersartigen Atmosphäre. Die lebt von den bröckelnden Klinkerfassaden der Häuser, von den durch schmutzige Nebenstraßen wuselnden Rattenschwärmen, von den tollen Licht-und-Schatten-Effekten. Und von den Menschen. Feindlich gesinnte Wachen und unter der Zwangsherrschaft der Thronräuber leidende Zivilisten unterhalten sich über die Veränderungen in Dunwall, die mit den Taten des Helden einhergehen. Lautsprecherdurchsagen des fiesen Lordregenten und geskriptete Szenen wie die Exekutierung der im Untergrund lebenden Seuchenopfer (Weiner genannt) verstärken das Gefühl, gegen einen finsteren Überwachungsstaat zu kämpfen. Die Stimmung ist düster und bedrohlich, das fremdartige Steampunk-Ambiente mit seiner grotesk-modernen Architektur überzeugt.
Notizen, Tagebücher und Tonbänder liefern einen tieferen Einblick in die Hintergrundgeschichte der Welt. Zudem begeistert die Interaktivität des Szenarios: Corvo schnappt sich Münzen, Heil- und Manatränke, stopft sich Brot in den Mund, trinkt Wein, öffnet Kisten und Schränke, knackt Tresore oder dreht einfach nur den Wasserhahn eines Waschbeckens auf. Zusammen mit Geheimräumen und versteckten Warenlagern entsteht so eine Kulisse, die den Eindruck einer echten Stadt erweckt und sich nicht wie eine Ansammlung von Pappaufbauten anfühlt wie in vielen anderen Spielen.

Gelungene Upgrade-Mechanik für Waffen und Kräfte

Euren Charakter passt ihr auf drei Arten eurem persönlichen Spielstil an: über Runen, Ausrüstungs-Upgrades und Knochenartefakte. Mit Runen schaltet ihr die sechs magischen Fähigkeiten (Teleport, Windstoß, Nachtsicht, Rattenbeschwörung, Zeit verlangsamen sowie die Beherrschung von Tieren und Menschen) und vier Verbesserungen (mehr Gesundheit, höher springen, Adrenalin-Kampfmodus und Leichen in Asche verwandeln) frei. Jede Fähigkeit lässt sich dabei noch auf Stufe 2 ausbauen.
Eure Waffen verbessert ihr zwischen den Missionen bei Forscher Piero in Kategorien wie Nachladegeschwindigkeit oder Magazingröße. Außerdem findet ihr Knochenartefakte mit zufälligen Eigenschaften, die Corvo jeweils ein besonderes Talent verleihen. So regeneriert sich mit dem richtigen Anhänger etwa seine Gesundheit, wenn er aus einem Wasserhahn trinkt. Maximal trägt er bis zu sechs Knochenartefakte gleichzeitig. All diese Elemente verleihen dem Spiel einen dezenten Rollenspiel-Anstrich ohne dass die Spielerfahrung überladen wirkt – prima!

Überwiegend clevere Gegner-KI

PC Games testet Dishonored: Bethesdas Action-Schleich-Mix glänzt durch tolles Spieldesign und jede Menge Möglichkeiten, die Aufgaben zu lösen. (10) Quelle: PC Games PC Games testet Dishonored: Bethesdas Action-Schleich-Mix glänzt durch tolles Spieldesign und jede Menge Möglichkeiten, die Aufgaben zu lösen. (10) Die künstliche Intelligenz der Feinde überzeugt stets mit glaubwürdigen Verhaltensroutinen. Eine dreiteilige Blitzanzeige über den Köpfen der Wachen gibt Auskunft, ob ein Gegner euch erspäht hat. Ab zwei Blitzen weicht der misstrauische Soldat von seiner Patrouillenroute ab; ist die Anzeige voll und leuchtet rot, ruft er nach Hilfe und greift an. Dabei reagieren die Wachen auch auf verdächtige Geräusche: Wer durch die Levels rennt, statt zu schleichen, oder huckepack genommene Leichen zu hastig absetzt, erregt viel Aufmerksamkeit. Im Umkehrschluss genügt ein Schuss aus Armbrust beziehungsweise Pistole oder eine geworfene Flasche, um die Kontrahenten abzulenken. Im Kampf ist die KI brandgefährlich; mehrere Feinde umkreisen den Spieler und verschiedene Gegnertypen mit unterschiedlicher Bewaffnung sorgen für eine angenehme Herausforderung.

Stimmungsvolle Musik, souveräne deutsche Sprecher

Der Soundtrack bietet passend zur jeweiligen Situation eine Mischung aus ruhigen Streicherpassagen und hektischem Klaviergeklimper, die Geräusche von klirrenden Degen und abgefeuerten Pistolen fügen sich gut in die Klangkulisse ein. Die deutsche Synchronisation ist gelungen, besonders der Lordregent hört sich wunderbar knorrig und fies an. Einige wenige Sprecher lesen ihre Dialoge aber seltsam tonlos vor. Besonders der Outsider klingt in der deutschen Version weder geheimnisvoll noch amüsiert, sondern gelangweilt. Für das beste Erlebnis empfehlen wir daher die englische Tonspur.

Gute Steuerung

Dishonored ist hervorragend an Tastatur und Maus angepasst: Bereits die Standardbelegung mit dem bewährten WASD-Layout überzeugt, zudem lassen sich alle Tasten frei konfigurieren. Der Zugriff auf eure Fähigkeiten funktioniert problemlos: Mit der mittleren Maustaste ruft ihr ein Kreismenü mit allen Aktionen auf. Zusätzlich weist ihr häufig genutzten Talenten eine Zifferntaste zu. Großartig: Alle Bildschirmanzeigen lassen sich einzeln an- und ausschalten. So ist es möglich, das Spiel komplett ohne Interface-Elemente, Zielmarker und Hervorhebungen für aufzunehmende Objekte zu spielen.

Bildergalerie

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    • Kommentare (109)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Also, ich muss sagen... ich hab Dishonored nun schon zweimal durch und es ist ein wunderbar mutiges Spiel, das seine Sache sehr gut macht.
        Grafik ist stimmig, Soundtrack ist klasse, Synchronsprecher machen ihre Arbeit toll, Gameplay ist top und es ist angenehm anspruchsvoll. Das Beste ist aber: Man hat jede Menge Möglichkeiten, um voran zu kommen. Ich würde dem Spiel gern eine 90er-Wertung geben...

        ...aber!: Verpatzt haben es die Entwickler ein wenig mit der Story und den Charakteren.
        Die Story ist für mich eine der wichtigsten Aspekte in einem Spiel und hier krankt Dishonored etwas. Die Geschichte fängt interessant an, nimmt aber nie wirklich an Fahrt auf und ist leider etwas zu vorhersehbar. Der Story hätten auch die ein oder anderen überraschenden Wendungen gut getan.
        Die Charaktere sind zwar allesamt recht (un-)sympathisch, je nachdem. Aber irgendwie bleiben sie auch etwas blass. Man bekommt kaum Bezug zu ihnen und das ist gerade in einem solchen - ich nenn es mal so - Rache-Epos ein negativer Kritikpunkt. Gerade Corvo ist ein eher blasser Charakter.
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Also, ich muss sagen... ich hab Dishonored nun schon zweimal durch und es ist ein wunderbar mutiges Spiel, das seine Sache sehr gut macht.
        Grafik ist stimmig, Soundtrack ist klasse, Synchronsprecher machen ihre Arbeit toll, Gameplay ist top und es ist angenehm anspruchsvoll. Das Beste ist aber: Man hat jede Menge Möglichkeiten, um voran zu kommen. Ich würde dem Spiel gern eine 90er-Wertung geben...

        ...aber!: Verpatzt haben es die Entwickler ein wenig mit der Story und den Charakteren.
        Die Story ist für mich eine der wichtigsten Aspekte in einem Spiel und hier krankt Dishonored etwas. Die Geschichte fängt interessant an, nimmt aber nie wirklich an Fahrt auf und ist leider etwas zu vorhersehbar. Der Story hätten auch die ein oder anderen überraschenden Wendungen gut getan.
        Die Charaktere sind zwar allesamt recht (un-)sympathisch, je nachdem. Aber irgendwie bleiben sie auch etwas blass. Man bekommt kaum Bezug zu ihnen und das ist gerade in einem solchen - ich nenn es mal so - Rache-Epos ein negativer Kritikpunkt. Gerade Corvo ist ein eher blasser Charakter.
      • Von Shadow_Man Mitglied
        Zitat von Chazer
        Hätte ein bisschen umfangreicher in Sachen Spiellänge sein können, aber ansonsten ein top Spiel, Die Leute von Arkane Studios sollten mehr Games dieser Art machen

        Da kann ich dir nur empfehlen ihre beiden ersten Spiele (dishonored war ihr 3. überhaupt erst) zu spielen. Arx Fatalis und Dark Messiah of Might & Magic sind von ihrer Art auch etwas Besonderes und einzigartig.
      • Von Chazer Gelegenheitsspieler/in
        Hätte ein bisschen umfangreicher in Sachen Spiellänge sein können, aber ansonsten ein top Spiel, Die Leute von Arkane Studios sollten mehr Games dieser Art machen
      • Von ReflexXXxtreme Spiele-Novize/Novizin
        was mir negativ aufgefallen ist:
        -hier und da grafik macken
        -auch am ende des spiels fehlt es mir noch an info über das herz und vorallem überden typen von dem mans bekommt
        -man hat keinerlei überlblick wie es um sein "chaos" steht
        -teilweise weiß man nicht ob freund oder feind
        -teleportieren schlägt manchmal fehl
        -das einen die gegner sofort als ihr feind erkennen und angreifen (der Maskenball war angenehm)
        -kampf gegen die "roboter-mensch-läufer" und "säure-spucker-muscheln" allgemein nervig
        -beim laufen bewegen sich hände, waffen und gehaltene gegenstände (die vor einem rumschweben) garnicht was einfach nicht mehr zeitgemäß ist
        -sachen wie lichtschranken mit energie versorgung und kontrollkasten oder Tresore wiederholen sich zu oft
        -es wiederholt sich allgemein sehr viel an location und gegnertypen
        -es gibt sachen die man im jeden lv abschließen kann niemals gesehen und niemals getötet
        jedoch weiß ich nicht ab wann man schon als gesehen gilt bzw was töten ist. ( betäubte gegner ins wasser schmeißen, manipulierte geräte, wenn sich gegner gegenseitig töten???)
        -knochenartefakte haben kaum einfluss
        -upgrades sollte die möglichkeit geben sich weit mehr zu spezialisieren
        -allgemein zu wenig möglichkeit sich zu spezialisieren
        -keine verkaufen option
        -ich würde gerne einzelne missionen spielen mit upgrades/runen ect wie ich will
        - wenige verschiedene gegenstände die man aufheben und werfen kann demnach auch wenige einsatzmöglichkeiten
        -mehr open world/allgemein größere maps hätten gut getan
        -waffen hätten vielfältiger ausfallen können

        nichsdestotrotz hat dishonered 8/10 verdient
      • Von Crysisheld Mitglied
        Zitat von karsten2409
        grafisch schrott , spielerisch schrott , grafik engine völlig veraltet , fazit : 70 % wertung

        Bitte begründe mal dein Fazit. Grafik völlig veraltet - ne is klar. Na und? Hallo schon mal was von Atmosphäre gehört? Spielerisch Schrott? Na dann nenn mir mal ein Spiel was es besser macht bzw. ne Begründung was denn deiner Meinung nach Schrott an den spielerischen Elementen sein soll.

        Ich respektiere deine Meinung und dein Fazit, du musst das ganze schon ein bisschen untermauern um glaubwürdig zu sein - du Held:-D

        Die Wertung finde ich in Ordnung. Endlich wieder mal ein 90er Titel. Auch der Test vom Peter ist schön geschrieben und ist interessant zu lesen.
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