Disciples 3: Renaissance im Test: Umfangreich, aber zu simpel
Auch der dritte Angriff auf die Genre-Vorherrschaft von Heroes of Might & Magic bleibt - das zeigt der Test - erfolglos. Disciples 3: Renaissance ist zwar umfangreich, aber etwas zu simpel.
Ausbauten Ihrer Stadt sehen Sie nur in solchen Teilausschnitten. Das gibt Ihnen nicht das Gefühl, eine große Festung aufzubauen. Schade!
Ganze acht Jahre nach Teil 2 steht jetzt endlich Disciples 3: Renaissance in den Läden. Einen Studiowechsel und einen langen Weg nach Europa hat das russische Runden-Strategie-Spiel hinter sich. Herausgekommen ist kein Spitzentitel, aber eine passable Konkurrenz für Heroes of Might and Magic 5. Disciples 3 bietet drei große Kampagnen, in denen Sie entweder das Imperium, die dämonische Legion oder die Elfen zum Sieg führen. Die Story wartet mit vielen kleinen Überraschungen auf und versucht sich oft von der üblichen Fantasy-Kost abzusetzen. Elfen beispielsweise sind keine glänzenden Halbgötter, sondern schlachten in einer Szene sogar Zivilisten ab. Allgemein ist der Ton in Disciples 3 rauer als in vergleichbaren Spielen. Das spiegelt sich auch in der Optik wider. Die beeindruckend detailreiche Grafik wird von Braun- und Grautönen beherrscht, was aber gut zum Spiel passt. Die tollen Effekte hingegen sind recht bunt geraten. Von der Audio-Abteilung sollten Sie indes nicht zu viel erwarten. Die Musik nervt schnell und die deutsche Sprachausgabe klingt merkwürdig dumpf.
Beim Spielprinzip hält sich Disciples 3 eng an das große Vorbild Heroes of Might and Magic: Auf einer Übersichtskarte steuern Sie Ihren Helden von Monstergruppe zu Monstergruppe, sammeln Schätze ein und erobern Städte. Kommt es zu einem Kampf, schwenkt das Spiel in eine Schachbrettansicht und Sie befehligen die einzelnen Einheiten mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen per Hand.
Leider sind sowohl Strategie- als auch Rollenspielpart etwas zu rudimentär. Ihre Burg haben Sie in wenigen Schritten ausgebaut, die Gebäude haben nur indirekte Auswirkungen. Außerdem kann Ihr Held nur einige wenige Einheiten befehligen. Diese steigen zwar im Level auf und werden deutlich stärker, trotzdem fehlt Ihnen im späteren Spielverlauf das Gefühl, riesige Armeen in die Schlacht zu führen. Die kleinen Gruppen führen zudem zu einigen Frustmomenten im ansonsten ansprechenden Spielverlauf.

Es ist zu eintönig und zu einfach.
Man fechtet einen Kampf nach dem anderen aus und weiß eigentlich eh immer schon vorher, dass man gewinnt.
Teilweise kann man keine 2 Meter laufen, ohne wieder in einen Kampf verwickelt zu werden. Wäre ja nicht schlimm, wenn die Kämpfe nicht auf Dauer dermaßen einfach und langweilig wären.
Das gesamte (grafische) Design des Spiels gefällt mir aber sehr gut.
Hab jetzt schon keine Lust mehr die Kampagne weiter zu zocken, für mich ist das Spiel ganz klar weit schlechter als Kings Bounty oder HoMM und würde dem Game nur eine 68% Wertung geben.
Nur HoMM und Kings Bounty sind in der Rundenstrategie besser.... und das soll schon was heissen.
Nach 24Stunden Spielzeit noch kein Bug, auch das soll mal erwähnt werden