Disciples 3: Renaissance im Test: Umfangreich, aber zu simpel

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Test Christian Schlütter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Auch der dritte Angriff auf die Genre-Vorherrschaft von Heroes of Might & Magic bleibt - das zeigt der Test - erfolglos. Disciples 3: Renaissance ist zwar umfangreich, aber etwas zu simpel.

Ausbauten Ihrer Stadt sehen Sie nur in solchen Teilausschnitten. Das gibt Ihnen nicht das Gefühl, eine große Festung aufzubauen. Schade! Ausbauten Ihrer Stadt sehen Sie nur in solchen Teilausschnitten. Das gibt Ihnen nicht das Gefühl, eine große Festung aufzubauen. Schade! Ganze acht Jahre nach Teil 2 steht jetzt endlich Disciples 3: Renaissance in den Läden. Einen Studiowechsel und einen langen Weg nach Europa hat das russische Runden-Strategie-Spiel hinter sich. Herausgekommen ist kein Spitzentitel, aber eine passable Konkurrenz für Heroes of Might and Magic 5. Disciples 3 bietet drei große Kampagnen, in denen Sie entweder das Imperium, die dämonische Legion oder die Elfen zum Sieg führen. Die Story wartet mit vielen kleinen Überraschungen auf und versucht sich oft von der üblichen Fantasy-Kost abzusetzen. Elfen beispielsweise sind keine glänzenden Halbgötter, sondern schlachten in einer Szene sogar Zivilisten ab. Allgemein ist der Ton in Dis­ciples 3 rauer als in vergleichbaren Spielen. Das spiegelt sich auch in der Optik wider. Die beeindruckend detailreiche Grafik wird von Braun- und Grautönen beherrscht, was aber gut zum Spiel passt. Die tollen Effekte hingegen sind recht bunt geraten. Von der Audio-Abteilung sollten Sie indes nicht zu viel erwarten. Die Musik nervt schnell und die deutsche Sprachausgabe klingt merkwürdig dumpf.

Beim Spielprinzip hält sich Dis­ciples 3 eng an das große Vorbild Heroes of Might and Magic: Auf einer Übersichtskarte steuern Sie Ihren Helden von Monstergruppe zu Monstergruppe, sammeln Schätze ein und erobern Städte. Kommt es zu einem Kampf, schwenkt das Spiel in eine Schachbrettansicht und Sie befehligen die einzelnen Einheiten mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen per Hand.

Leider sind sowohl Strategie- als auch Rollenspielpart etwas zu rudimentär. Ihre Burg haben Sie in wenigen Schritten ausgebaut, die Gebäude haben nur indirekte Auswirkungen. Außerdem kann Ihr Held nur einige wenige Einheiten befehligen. Diese steigen zwar im Level auf und werden deutlich stärker, trotzdem fehlt Ihnen im späteren Spielverlauf das Gefühl, riesige Armeen in die Schlacht zu führen. Die kleinen Gruppen führen zudem zu einigen Frustmomenten im ansonsten ansprechenden Spielverlauf.

Bildergalerie

Wertung zu Disciples 3: Renaissance (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Geschichte und Fantasy-Umgebung sind keine StandardkostGrafisch opulent, schöne EffekteInteressante CharaktereGut funktionierendes GameplayGroßer SpielumfangMissionen warten immer wieder mit Überraschungen auf
Nervige Düdel-Musik, seltsam dumpfe SprachausgabeEinige frustrierend schwereStellen in der KampagneWenig echte VideosequenzenBaumodus eher rudimentärNur Hotseat-Modus, kein echter Mehrspieler-Modus
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    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Mothman Mitglied
        Das Spiel ist eigentlich ganz witzig, aber wie schon hier geschrieben wurde:
        Es ist zu eintönig und zu einfach.

        Man fechtet einen Kampf nach dem anderen aus und weiß eigentlich eh immer schon vorher, dass man gewinnt.

        Teilweise kann man keine 2 Meter laufen, ohne wieder in einen Kampf verwickelt zu werden. Wäre ja nicht schlimm, wenn die Kämpfe nicht auf Dauer dermaßen einfach und langweilig wären.

        Das gesamte (grafische) Design des Spiels gefällt mir aber sehr gut.
      • Von Mothman Mitglied
        Das Spiel ist eigentlich ganz witzig, aber wie schon hier geschrieben wurde:
        Es ist zu eintönig und zu einfach.

        Man fechtet einen Kampf nach dem anderen aus und weiß eigentlich eh immer schon vorher, dass man gewinnt.

        Teilweise kann man keine 2 Meter laufen, ohne wieder in einen Kampf verwickelt zu werden. Wäre ja nicht schlimm, wenn die Kämpfe nicht auf Dauer dermaßen einfach und langweilig wären.

        Das gesamte (grafische) Design des Spiels gefällt mir aber sehr gut.
      • Von AlrikFassbauer NPC
        Interessant. Auf RPGWatch liest sich das ganz brutal anders : http://www.rpgwatch.com/s...
      • Von Celinna Anfänger/in
        irgendwie ist das Spiel nach ca 15 Stunden zocken total langweilig geworden, die Kämpfe spielen sich immer exakt gleich, die Städte sind sinnlos und man hat maximal 7 Einheiten zu befehligen. Wie PCG sagt die Musik geht einem auch nach ein paar Stunden aufn Sack weil ein und dieselbe Melodie gespielt wird.

        Hab jetzt schon keine Lust mehr die Kampagne weiter zu zocken, für mich ist das Spiel ganz klar weit schlechter als Kings Bounty oder HoMM und würde dem Game nur eine 68% Wertung geben.
      • Von bimek Mitglied
        Ich finde Disciples 3 klasse ! Kein billige HoMM - Nachbau, sondern ein fordernder Nachfolger eines tollen Kultspiels.
        Nur HoMM und Kings Bounty sind in der Rundenstrategie besser.... und das soll schon was heissen.

        Nach 24Stunden Spielzeit noch kein Bug, auch das soll mal erwähnt werden
      • Von anjuna80 Mitglied
        Sind die Bugs aus der russischen Version beseitigt worden?
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