The Dark Pictures geht weiter: So will Directive 8020 euch zum Schreien bringen!

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Special Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
The Dark Pictures geht weiter: So will Directive 8020 euch zum Schreien bringen!
Quelle: Supermassive Games

Alien und The Thing lassen grüßen: Ein neues Sci-Fi-Horrorspiel für PS5, Xbox und PC lässt das Blut in euren Adern gefrieren.

Alles neu macht nicht der Mai, dafür aber Staffel 2. Reim dich oder friss dich, Monster wollen euch fressen und damit sind wir auch schon bei Directive 8020 angekommen, dem neuen Horrorspiel von Supermassive Games, den Macher*innen von Until Dawn, The Quarry und den Spielen der Dark Pictures Anthology. Und diesmal heißt's: Horror - in Space!

Hallo, Horror

Directive 8020 ist nun der erste Streich in Season 2 von Dark Pictures, und die nun nicht mehr unter dem Banner von Bandai Namco, sondern den nun unabhängig agierenden Entwickler*innen.

Wie immer bei Ankündigungen dieser Art - ich schreibe diesen Text nach einer halbstündigen Präsentation des Spiels auf der Gamescom 2024 - ist natürlich alles größer, besser, schöner als zuvor, zumindest nach Selbsteinschätzung der Macher*innen. Bei aller durchaus großen Sympathie, die ich für die bisherigen Teile von Dark Pictures habe, ist das aber auch notwendig, denn Zeit- und an manchen Stellen auch Budgetdruck zeigte sich bei den kurzen Gruseltrips an allen Ecken und Enden.

Nach dieser ersten Präsentation, inklusive der Ankündigung, dass der Titel erst irgendwann 2025 erscheinen wird, bin ich aber zuversichtlich, dass das nicht nur leere Worte sind: Directive 8020 (jetzt kaufen 47,99 € ) wirkt tatsächlich wie ein spürbarer Schritt nach vorn.

Es geht aufwärts!

Die bisherigen Spiele der Reihe, Man of Medan (Geisterschiff), Little Hope (Geisterstadt), House of Ashes (Geisterhöhle im Irakkrieg) und Geister-, äh, Serienmörderhaus, waren bockig steuerbare, spielerisch sehr simple und vor allem von Entscheidungen und vielen, vielen Quick-Time-Events getriebene Dinger.

Jetzt aber alles neu! Die Grafik wirkt im ersten Material einen ganzen Batzen besser als zuvor. Gut, im präsentierten Gameplay geht es sehr dunkel zu, da kann man viel kaschieren. Die Lichtstimmung, das Spiel mit Helligkeit und Dunkelheit, wirken aber stimmig. Ich hoffe bloß auf weniger Bugs, die einen aus der Atmosphäre ziehen als zuvor. Das war eine der größten Schwächen der Vorgänger.

Bildergalerie

Der Stock im Hintern wurde entfernt

Noch wichtiger aber: Die Steuerung wurde überarbeitet und soll nun viel direkter und besser funktionieren. Auch, wenn ich das nach einer Hands-off-Demo natürlich nicht abschließend beurteilen kann, wirkt das ganze Spektakel auf jeden Fall deutlich präziser, mit der Möglichkeit auszuweichen, sich umzudrehen, ohne erst einen riesigen Bogen zu schlagen, Stealth-Optionen und anderen Feinheiten.

Ja, Stealth ist nun auch dabei, und auch abseits davon wird neben den zurückkehrenden, nun aber öfter auch kontextsensitiv eingesetzten Quick-Time-Events, mehr richtiges Gameplay implementiert. Als Hauptdarstellerin Brianna Young (dargestellt von Hollywoodstar Lashana Lynch) und wie üblich vier anderen Figuren muss man nun auf aggressive und einen stalkende Monster reagieren und hat Zugriff auf diverse Tools: etwa eine Taschenlampe (die man lieber nicht wild herumschwenkt, wenn Feinde in der Nähe sind), eine Fernsteuerung für Türen und elektrische Geräte, einen Scanner für Infos über die Umgebung, einen Messenger, um mit den anderen Crewmitgliedern in Kontakt zu treten und einen elektrisch aufgeladenen Stab, um Feinde zu stunnen und Gerätschaften zu aktivieren. Eine Schusswaffe für den freien Einsatz abseits von QTEs gibt es offenbar erneut nicht, aber das würde wohl dem Geist von Dark Pictures auch zu sehr widersprechen.

Das Alien aus einem anderen Event Horizon

So weit, so gut, aber Dark Pictures lebt sicher auch, aber nicht nur von dem ersten Anschein nach sicher deutlich erweiterten, aber noch immer simplen Gameplay. Story und Atmosphäre sind noch wichtiger, und da bin ich als Fan von Science-Fiction-Horror durchaus angetan.

Die Entwickler*innen gehen ganz offen mit ihren Inspirationen um, zum Einstieg in die Präsentation wurden die Filmposter von Alien, Event Horizon und The Thing gezeigt und gesagt: Da wollen wir hin!

Entsprechend ist neben futuristischem Horror auch Body Horror ein wichtiger Part, und die Crew des Raumschiffs Cassiopeia, das in der nahen Zukunft auf einem fremden Planeten zwölf Lichtjahre von der Erde entfernt gestrandet ist, wird damit auch direkt konfrontiert.

Auf ihrer Mission, eine Möglichkeit zu finden, die aus einem bisher nicht näher genannten Grund sterbende Erde zu retten, treffen sie stattdessen auf entstellte Monstrositäten, die in bester The-Thing-Manier das Aussehen und teilweise auch das Verhalten von Menschen übernehmen können.

Cronenberg wäre stolz

Im gezeigten Gameplay sind die Ungeheuer herrlich eklig, und wie es sich gehört, wuchern fleischige Massen über Wände und Böden und machen die Spielwelt zu einer stinkenden, ekligen Biomasse. So muss das!

Was auch so muss, ist, dass alle Spielfiguren an mehreren Punkten der Story das Zeitliche segnen können. Der Ausgang der Story ist also nicht vorgegeben. Am Ende der Demo fragte uns der präsentierende Entwickler, ob wir Brianna lieber leben oder sterben sehen wollen. Böse Menschen, die wir offenbar sind, entschied sich die Mehrheit der Anwesenden für ein schlechtes Ende für die Heldin und wir mussten zusehen, wie in beeindruckendem Detailgrad ihr Kopf von einem der Monster zu Brei zermalmt wurde. Montage, man kennt das.

Zusammen stirbt man weniger allein

Wie üblich wird man das Spiel auch wieder im Koop-Modus erleben können. Aufhorchen ließ mich dabei die Aussage, dass man diesmal auch zu fünft ran könnte. Auf meine Nachfrage hin wurde aber klargestellt, dass es sich bei dem Modus erneut um eine Variante des Party-Koop handeln wird, bei dem der Controller respektive die Kontrolle weitergereicht wird. Richtiges Zusammenspielen wird wohl erneut auf zwei Teilnehmer*innen beschränkt sein.

Also ja: Das ist alles weiterhin klar Dark Pictures. Als Kenner aller Vorgänger, der eine vielleicht nicht immer ganz logische Zuneigung ihnen gegenüber empfindet, bin ich froh über die Neuerungen, die tatsächlich einen Schritt nach vorn bedeuten könnten, aber auch, dass der käsige Kern und die bewusst offensichtliche Bedienung an großen Genrevorlagen erhalten bleiben. Das, was ich mag, plus mehr Zeit für die Entwicklung und somit weniger Bugs und etwas mehr Anspruch - ich bin glücklich!

Wann erscheint Directive 8020?

The Dark Pictures Anthology: Directive 8020 hat noch keinen genauen Release-Termin, wird aber irgendwann im Jahr 2025 erscheinen. Als Plattformen wurden bisher der PC, Playstation 5 und Xbox Series X/S bestätigt. Eine Frage nach einer Umsetzung für die Nintendo Switch 2 wurde - wenig überraschend - nicht beantwortet.

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Zitat von Lukas Schmid
        "Kenner" bezieht sich im Text nur auf mich. Ich identifiziere mich als Mann.
        Ja, ok. Das ist fair. Kann man so lesen, wobei ich davon ausgehe, dass du nicht der einzige Mensch bist der sich als Kenner der Vorgänger betiteln würde. Wirklich eindeutig ist es daher nicht unbedingt im ersten Augenblick. Auch wenn ich dir den Punkt geben kann, ändert das jetzt aber nichts an meiner Grundhaltung dahingehend, dass "Teilnehmer" im Kontext des Satzes keiner Zuordnung eines Geschlechts bedurft hätte. Die Nennung oder Hervorhebung eines Geschlechts ergibt grammatikalisch nur Sinn, wenn man eine bestimmte Gruppe ansprechen möchte. Zum Beispiel im Satz "Unter euch Spielern gibt es sicher auch Spielerinnen, die Action-Spiele mögen.", während man bei "Alle Schüler haben heute Hitzefrei" sicher nicht eine Betonung des Geschlechts benötigt, selbst dann wenn es sich um eine Mädchenschule gehandelt hätte, weil das Geschlecht nicht ein primäres Attribut für eine Gruppierung darstellt, sondern die Gemeinsamkeit auf eine Schule zu gehen.
        Egal, ich schweife ab. Tut mir Leid.
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Zitat von Lukas Schmid
        "Kenner" bezieht sich im Text nur auf mich. Ich identifiziere mich als Mann.
        Ja, ok. Das ist fair. Kann man so lesen, wobei ich davon ausgehe, dass du nicht der einzige Mensch bist der sich als Kenner der Vorgänger betiteln würde. Wirklich eindeutig ist es daher nicht unbedingt im ersten Augenblick. Auch wenn ich dir den Punkt geben kann, ändert das jetzt aber nichts an meiner Grundhaltung dahingehend, dass "Teilnehmer" im Kontext des Satzes keiner Zuordnung eines Geschlechts bedurft hätte. Die Nennung oder Hervorhebung eines Geschlechts ergibt grammatikalisch nur Sinn, wenn man eine bestimmte Gruppe ansprechen möchte. Zum Beispiel im Satz "Unter euch Spielern gibt es sicher auch Spielerinnen, die Action-Spiele mögen.", während man bei "Alle Schüler haben heute Hitzefrei" sicher nicht eine Betonung des Geschlechts benötigt, selbst dann wenn es sich um eine Mädchenschule gehandelt hätte, weil das Geschlecht nicht ein primäres Attribut für eine Gruppierung darstellt, sondern die Gemeinsamkeit auf eine Schule zu gehen.
        Egal, ich schweife ab. Tut mir Leid.
      • Von Lukas Schmid Autor
        Zitat von Nevrion
        Dass man "Teilnehmer" gendert, aber nicht "Kenner" ist mal wieder Zeugnis, dass selbst bei denjenigen, die ungefragt ihre politische Weltanschauung in Texte einfließen lassen, mit ihrer eigenen Sprache überfordert sind. Ich denke, es wäre für jeden Leser klar gewesen, dass im Kontextes des Satzes das Geschlecht der Teilnehmer irrelevant ist und damit keiner geschlechtlichen Ausführung bedurft hätte.

        Abgesehen davon ist das ein guter Artikel, der mich abermals auf ein Spiel hinweist, dass ich noch gar nicht auf dem Schirm habe. Vor allem, dass man dort ein Stück weit weg von Point & Click geht und man auch mit verschiedenen Gegenständen herum läuft, macht das noch mal ne ganze Ecke interessanter. Kommt auf jeden Fall auf die Wunschliste für kommendes Jahr.
        "Kenner" bezieht sich im Text nur auf mich. Ich identifiziere mich als Mann.
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Zitat

        Richtiges Zusammenspielen wird wohl erneut auf zwei Teilnehmer*innen beschränkt sein.

        Also ja: Das ist alles weiterhin klar Dark Pictures. Als Kenner aller Vorgänger, der eine vielleicht nicht immer ganz logische Zuneigung ihnen gegenüber empfindet, bin ich froh über die Neuerungen, die tatsächlich einen Schritt nach vorn bedeuten könnten, aber auch, dass der käsige Kern und die bewusst offensichtliche Bedienung an großen Genrevorlagen erhalten bleiben.
        Dass man "Teilnehmer" gendert, aber nicht "Kenner" ist mal wieder Zeugnis, dass selbst bei denjenigen, die ungefragt ihre politische Weltanschauung in Texte einfließen lassen, mit ihrer eigenen Sprache überfordert sind. Ich denke, es wäre für jeden Leser klar gewesen, dass im Kontextes des Satzes das Geschlecht der Teilnehmer irrelevant ist und damit keiner geschlechtlichen Ausführung bedurft hätte.

        Abgesehen davon ist das ein guter Artikel, der mich abermals auf ein Spiel hinweist, dass ich noch gar nicht auf dem Schirm habe. Vor allem, dass man dort ein Stück weit weg von Point & Click geht und man auch mit verschiedenen Gegenständen herum läuft, macht das noch mal ne ganze Ecke interessanter. Kommt auf jeden Fall auf die Wunschliste für kommendes Jahr.
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