Quelle: Kinowelt
Rotkäppchen: Kreuzbrav oder freche Göre?
Wir wussten ja schon immer, dass uns die Gebrüder Grimm nur Märchen aufgetischt haben. Jetzt kam die ganze Wahrheit ans Licht und die Geschichte von Rotkäppchen muss neu erzählt werden. So manches entscheidende Detail der Story wurde nämlich bis heute verschwiegen.
Der Fall
Das muss auch Frosch-Detektiv Flippers feststellen, als er mit den Ermittlungen im Fall Rotkäppchen beauftragt wird. Das kleine Mädchen fand im Bett der Großmutter zwar den (scheinbar) bösen Wolf vor, aber wie kam Oma gefesselt und geknebelt in den Wandschrank, was hat es mit den Extremsport-Pokalen der rüstigen Rentnerin auf sich und warum sprang plötzlich ein wahnsinniger, bayerischer Holzfäller mit seiner Axt durchs geschlossene Fenster in Großmutters Schlafgemach?
Flippers stellt alle Verdächtigen zur Rede und nach und nach stellt sich heraus, das wohl auch der Rezept-Dieb, der seit Wochen den Märchenwald terrorisiert, etwas mit den Ereignissen zu tun haben muss.
Die Ermittlungen
Quelle: Kinowelt
Die unüblichen Verdächtigen
Die Idee Rotkäppchen als Kriminalfall mit allerlei skurrilen Figuren aufzuziehen, erweist sich als gelungener Coup. Bei der Umsetzung hätte der Spaß aber durchaus noch mehr Liebe zum Detail, mehr Gags und schönere Animationen vertragen. Die Pointen-Dichte nimmt erst allmählich zu und gipfelt in einem jodelnden Steinbock, einem hyperaktiven Eichhörnchen (Ab durch die Hecke lässt grüßen) und einem fiesen Häschen.
Stimmlich darf man sich im Deutschen an Sarah Kuttner als Rotkäppchen oder Hans Werner Olm - wie sollte es anders sein - als Großmutter erfreuen. Alles in allem also ein unterhaltsamer Animationsspaß, mit einer Portion Ironie und einem durchdachten Plot.
