Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers

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Tyrannen aus Terrakotta. Kotzende Kühe. Und Yetis, die sich mit einem High Five abklatschen. Menschen, Tiere, Sensationen - Die Mumie 3 zieht alle Register! Das Popcorn kann also beruhigt gezückt werden. Erinnern wir uns aber erst noch einmal kurz zurück: Anno 1999 reaktivierte Regisseur Stephen Sommers (dreht derzeit G.I. Joe) den Boris-Karloff-Schinken Die Mumie von 1932 und landete mit seiner Neuverfilmung einen Riesenhit. 2001 erhob sich im Sequel Die Mumie kehrt zurück die Fledderleiche abermals aus ihrem Grab, doch dieses zweite Gruft-Spektakel fiel eher enttäuschend aus. Mit einer weiteren Fortsetzung der Abenteuer-Saga hatte daher kaum jemand gerechnet.

Die Abenteuer-Archäologen O'Connell sind wieder da. Quelle: Universal Pictures Die Abenteuer-Archäologen O'Connell sind wieder da.

Doch nun hauchte Regisseur Rob Cohen (The Fast and the Furious) der angestaubten Serie wieder mächtig frischen Wind ein. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

1. Während Teil 1 und 2 in Ägypten spielten, findet Die Mumie 3 nun in fernöstlichen Gefilden statt. Der Schauplatzwechsel ist ein echter Pluspunkt - denn das Asia-Ambiente birgt nicht nur eine mystische Faszination, sondern bietet vor allem zahlreiche Gelegenheiten für fulminante Martial-Arts-Action!

Teil 3 bietet launige Unterhaltung. Quelle: Universal Pictures Teil 3 bietet launige Unterhaltung. 2. Als neue Mumie treibt diesmal der Drachenkaiser, alias Jet Li, sein Unwesen. Das Interessante daran ist: Jet Li stand nur knapp zwei Wochen für die Dreharbeiten zur Verfügung, doch seine Figur hatte weitaus mehr Szenen, als man in 14 Tagen hätte abdrehen können. Deshalb bediente man sich eines Kniffs: Der Drachenkaiser wurde zum Gestaltwandler erklärt. So tritt er mal im Körper von Jet Li auf, mal nimmt er die Form verschiedenster Monstren an. Jet Lis übervoller Terminkalender bescherte dem Film somit ein paar großartige Schauwerte!

3. Anstelle von Rachel Weisz spielt diesmal Maria Bello den Part der Evelyn O'Connell. Leider muss man sagen: Obwohl Frau Bello eine tolle Schauspielerin ist (man denke nur an A History of Violence), passte Rachel Weisz einfach besser in die Rolle.

Die komplette Familie wird wieder eingespannt. Quelle: Universal Pictures Die komplette Familie wird wieder eingespannt. Womit wir bei Neuerung Nr. 4 wären: Brendan Fraser ist zwar glücklicherweise wieder mit von der Partie, doch enorm irritierend ist, dass er laut Handlung mittlerweile im Pensionsalter sein soll (der Film spielt im Jahre 1946 - Teil 2 war 1933 angesiedelt), allerdings keinen Tag älter als im letzten Film aussieht. Tatsächlich wirkt der fesche Brendan neben seinem Sprössling Alex (der 21 Lenze zählen soll) eher wie ein älterer Bruder, aber nicht wie dessen alter Herr.

So viel also zu den markantesten Novum-Punkten der Mumien-Mär. Kommen wir zur Story: Die Abenteurer-Akademiker Rick (Fraser) und Evelyn O'Connell (Bello) haben sich vom Gräberplündern offiziell zurück gezogen, doch das zivile Leben ödet beide schrecklich an. Deshalb zögern die Archäologen a.D. auch gar nicht lange, als sie den Auftrag erhalten, ein antikes Artefakt in Shanghai abzuliefern. Kaum in China angekommen, stoßen sie - welch Zufall - nicht nur auf Evelyns Bruder Jonathan (John Hannah), sondern auch auf ihren Sohn Alex (Luke Ford). Dieser hat vor Ort soeben seinen ersten großen Fund gemacht und das Grab des ominösen Drachenkaisers freigelegt.

Vor 2000 Jahren hatte eine Zauberin (Michelle Yeoh) den Herrscher und dessen Armee zu Terrakotta-Statuen erstarren lassen. Dumm nur: Eine reaktionäre Truppe will den Drachenkaiser auferwecken, um die Weltmacht zu erlangen. Natürlich sind ausgerechnet die O'Connells just in dem Moment zur Stelle, als der tönerne Tyrann zu neuem Leben erwacht und erklären es fortan zur Chefsache, den fossilen Finsterling wieder einzufangen.

Die Jagd der O'Connells (verstärkt von einer jungen Asia-Schönheit, in die sich Sohnemann Alex verknallt) auf den Drachenkaiser ist wirklich fulminant inszeniert. Es gibt wilde Verfolgungsjagden, Explosionen, Prügeleien und eine spektakuläre Ausstattung. Auch mit Gags wird nicht gegeizt, allerdings fallen diese oftmals allzu platt aus (siehe "kotzende Kühe" und "abklatschende Yetis" ...!). Wer Anspruch sucht, der muss den Wunsch nach selbigem bei diesem Film ganz klar mumifizieren. Wer sich hingegen nach actionreicher Zerstreuung für den Feierabend sehnt, der kann sich von dieser Mumie bedenkenlos einwickeln lassen!

Wertung zu Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers

Wertung:

7.0 /10

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