Die Gilde 2

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Das bunte Potpourri aus Lebens- und Wirtschaftssimulation mit einer Prise Rollenspiel versetzt Sie ins 15. Jahrhundert.

Newark
Das Städtchen nimmt sich bei dem gedämpften Licht am Spätnachmittag in der herbstlichen Umgebung richtig idyllisch aus. Newark Das Städtchen nimmt sich bei dem gedämpften Licht am Spätnachmittag in der herbstlichen Umgebung richtig idyllisch aus. Die bunte Genre-Mischung übt bei diesem Spiel einen großen Reiz aus. Als Erstes sticht natürlich die optische Qualität der Städte, Wälder und Seen ins Auge, die auf höchster Stufe auch Grafikliebhaber überzeugen dürfte. Alles versprüht ein hervorragendes Bilderbuch-Mittelalterflair. Die zugegebenermaßen zuckersüße, aber sehr passende Musik, eingespielt von der Thüringer Philharmonie, sowie die Vertonung aller Dialoge von fähigen Sprechern tragen ein Übriges dazu bei. Da lassen wir uns nicht zweimal bitten: Auf geht's, die Stadt ist bald unser!

Endlosspiel statt Kampagne

Spieler dürfen sich in sieben Szenarien mit jeweils zwei, drei Städten austoben, darunter Süddeutschland, Frankreich und England mit dem sagenumwobenen Sherwood Forest. Als Modi stehen Dynastie (Endlosspiel), Auslöschung (alle Konkurrenten besiegen), Zeitlimit und Auftrag zur Wahl. Sherwood Forest? Wer nun glaubt, er könne auf den Spuren des legendären Meisterdiebs (nebenbei bemerkt lebte dieser, wenn überhaupt, vor der Gilde-Zeit) wandeln, irrt.

Sicher dürfen Sie hier wie in jedem der anderen Szenarien auch rauben und plündern. Das waren aber auch schon alle Gemeinsamkeiten. Eine Kampagne mit Aufträgen und eventuell einer kleinen Hintergrundgeschichte wäre allerdings schön gewesen, und sei es nur, um dem Spieler ein paar Vorgaben im Stile eines zu groß geratenen Tutorials zu geben. Denn im Prinzip können Sie tun und lassen, was Sie möchten.

Eine Extra-Einführung gibt es zwar, die erklärt aber nur oberflächlich die grundlegenden Funktionen. Das heißt, Sie finden das meiste einfach selbst heraus, was zwar auch Gelegenheitsspielern gelingen sollte, allerdings einiges an Zeit kostet und zunächst den Spielfluss hemmt. Einige Dinge sind unklar oder unlogisch, zumal Aktionen wie Spionage oder oder Beleidigungen zum Zwecke eines Duells erst mit einem besseren Haus oder Titel funktionieren. Schlecht, wenn dann zusätzlich bei nicht freigeschalteten Erweiterungen lediglich Fragezeichen zu sehen sind - da können Sie lange grübeln.

Geld wie Heu - der Wirtschaftsteil

Wenn Sie einem Gegner sagen, was er Sie alles mal kann, provozieren Sie ein Duell. Wenn Sie einem Gegner sagen, was er Sie alles mal kann, provozieren Sie ein Duell. Je nach Charakterklasse (zur Auswahl stehen Patron, Handwerker, Gelehrter und Gauner, wodurch ein bestimmter Berufsbereich vorgegeben ist) verwaltet der Protagonist diverse Arten an Betrieben, durch die er sich die finanzielle Grundlage für seine Karriere aufbaut. Ein Patron betätigt sich beispielsweise als Brauer und baut eine Hufe nebst Viehgatter und Acker. Dort stellen Sie Leute ein, geben Produkte in Auftrag und schicken das Fuhrwerk zum Markt, wo Sie Waren verkaufen und Rohstoffe erstehen. Praktisch: Zwar erreicht der Spieler selbst bessere Ergebnisse, falls Ihnen die Verwaltung allerdings zu viel Arbeit ist, übernimmt auf Wunsch der Computer diese Aufgaben ganz oder teilweise - so ist es kein Problem, Dutzende Gebäude zu besitzen.

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