Diablo 4: Zwei Jahre später hänge ich jetzt doch voll am Haken

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Special Sebastian Glanzer - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Diablo 4: Zwei Jahre später hänge ich jetzt doch voll am Haken
Quelle: Blizzard

Diablo 4 hatte einen holprigen Start, mittlerweile ist der 4. Teil von Blizzards APRG für mich ein Cozy Game und gleichzeitig perfekt für den Hardcore-Grind. Das liegt an den vielen guten Änderungen, die in den vergangenen zwölf Monaten aufgespielt wurden.

Von 2014 bis 2023 gehörte ich zu den Diablo-3-Spielern, die jede Saison von Reaper of Souls gespielt und sich auf jede neue Saison gefreut haben. Zugegeben, die Saisons waren teilweise nach einer Woche durchgekaut. Der Saison-Progress alle paar Monate hat jedoch immer Spaß gemacht.

Umso gespannter war ich, wie die Saisons in Diablo 4 (jetzt kaufen ) aussehen würden. Und mittlerweile hat mich Blizzard auch im 4. Teil ihres ARPGs komplett am Haken. Das war allerdings lange Zeit nicht der Fall.

Warum mich Diablo 4 (mittlerweile) an seinem Schlächter-Haken hat

Ein lahmer Start

Zum Release von Diablo 4 machte Blizzards Action-Rollenspiel einen guten Eindruck: nette Story, cooler Look, und spielerisch war alles neu, was mich und viele andere hypte. Auch die erste Saison war cool, weil etwas anderes. Doch spätestens ab Saison 2 fiel auf: Wirklich viel bietet das Saison-Endgame nicht ...

Eine kurze Storyline, ein Borrowed-Power-Gimmick über die Saison-Mechanik und ein paar knackige Bosse, die teils schon zu knackig waren ... mehr gabs im Grunde nicht. Böse Zungen behaupten, dass das Endgame bei der augenscheinlich raschen Entwicklung von Diablo 4 hintangestellt wurde.

Nach vielen Umbauten am Gearing- und Werte-System sowie zahlreichen neuen Endgame-Aktivitäten, die ebenfalls gefühlt ein Dutzend Mal abgeändert wurden, ist Diablo 4 zwei Jahre nach Release immer noch nicht perfekt, aber kommt schon sehr dem nahe, was mir an Diablo-3-Saisons Spaß gemacht hat.

Was spielen wir gerade?

Jeden Freitag berichten wir euch von einem Spiel, das uns aktuell einfach nicht loslässt. Mal ist es ein brandneuer Release, mal ein alter Lieblingsklassiker, ein übersehener Geheimtipp oder einfach ein Titel, der gerade überraschend viel Spaß macht.

Dabei geht es nicht nur darum, was gespielt wird, sondern vor allem warum: Was zieht uns gerade daran rein? Welche Momente bleiben hängen? Was macht das Spiel besonders, spannend, entspannend, nervig oder einfach richtig gut?

Wer regelmäßig vorbeischaut, findet hier jede Woche persönliche Spieleindrücke aus der Redaktion - von großen Blockbustern über Indie-Perlen bis hin zu Titeln, die man vielleicht längst vergessen hatte.

Der Funke ist übergesprungen

An den kurzen Story-Questlines der Diablo-4-Saisons hat sich auch zwei Jahre später nichts geändert. Dafür gibt's mittlerweile deutlich mehr und vor allem strukturierteren Content, für den ich gerne regelmäßig in Blizzards ARPG reinschaue.

Ungefähr ab Saison 8 (April/Mai 2025) hat Diablo 4 für mich angefangen, die Kurve zu kriegen. Seitdem hat das Spiel eine Menge gute Komfortfunktionen bekommen. Zum Beispiel benötigt man für Unterschlupf-Bosse seitdem keine Beschwörungs-Materialien mehr und die Saisonreise bietet strukturierte Ziele, die einen durch das zuvor eher unübersichtliche Endgame führen.

Die überarbeitete Saisonreise von Diablo 4 gibt dem Spieler endlich strukturierte Ziele und sorgt im Endgame für Motivation. Quelle: diablo4.blizzard.com Die überarbeitete Saisonreise von Diablo 4 gibt dem Spieler endlich strukturierte Ziele und sorgt im Endgame für Motivation. Die groß überarbeitete Saisonreise gibt mir das, was mir in Diablo 3 so gut gefallen und was in Diablo 4 gefehlt hat: Ziele, an denen ich mich entlanghangeln kann. Hinzu kommt das in Saison 8 eingeführte Reliquiar-System.

Statt die FOMO zu haben, den Battle Pass kaufen zu müssen oder so viel wie möglich zu spielen, kann ich mir die gewünschten Goodies im Laufe der Saison einzeln schnappen.

Mittlerweile gibt es auch keine echte Wand mehr, vor die man im Endgame läuft - das war in Diablo und anderen ARPGs bisher immer das Frustrierendste für mich. Wenn ich Lilith für die Saisonziele nicht packe oder noch nicht die Grubenstufe für die Freischaltung der nächsten Qualstufe schaffe, gibt es eigentlich immer etwas, woran ich arbeiten kann.

Aspekte ändern, Affixe anpassen, Items härten/vollenden, bessere Sockel farmen ... bis man im absoluten Endgame angekommen ist, kann man seinen Charakter mittlerweile immer weiter sinnvoll verbessern, was motiviert, höhere Ziele zu erreichen.

Die Einführung des Horadrimwürfels in Lord of Hatred war mit das Beste, was für Diablo 4 in letzter Zeit implementiert wurde. Quelle: Blizzard Die Einführung des Horadrimwürfels in Lord of Hatred war mit das Beste, was für Diablo 4 in letzter Zeit implementiert wurde. Um fürs Härten, Sockeln usw. die passenden Materialien zu sammeln, geht's in unterschiedliche Endgame-Aktivitäten, was für einen recht guten Endgame-Loop sorgt, den es bis vor ca. einem Jahr aus meiner Sicht noch nicht in Diablo 4 gab.

Voll ins Hardcore-Endgame einzusteigen, ist zudem auch nicht mehr nur noch was für No-Lifer. Dank des Horadrimwürfels habe ich mittlerweile die Chance, selbst an die stärksten Items im Spiel zu gelangen, ohne dafür 16 Stunden am Tag spielen zu müssen. Das ist für mich noch einmal ein moralischer Boost und eine Langzeitmotivation, auch wenn ich zugegebenermaßen während der dreimonatigen Saison vielleicht nur zwei Monate davon aktiv spiele.

Mit den passenden Endgame-Items (und Glück) kommt man in Diablo 4 mittlerweile sogar an die stärksten Items im Spiel (Mythische Gegenstände). Neuerdings sogar über Crafting per Horadrimwürfel. Quelle: buffed Mit den passenden Endgame-Items (und Glück) kommt man in Diablo 4 mittlerweile sogar an die stärksten Items im Spiel (Mythische Gegenstände). Neuerdings sogar über Crafting per Horadrimwürfel. Und selbst wenn ich in einer Saison mal absolut an meine Grenze komme und der Charakter kaum noch verbessert werden kann, gibt es für die nächste Saison trotzdem weiterhin Motivation. Denn ich habe bei weitem noch nicht alle mit allen Klassen alle coolen Builds ausprobiert, von denen es im Vergleich zu Diablo 3 eine Menge gibt.

Das macht Diablo 4 für mich in letzter Zeit neben dem Schlachtfeldmodus von Hearthstone und DLC-Abstechern in Borderlands 4 zu dem Cozy Game, das ich immer starten kann, wenn ich Bock habe.

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