Devil May Cry 5 im Test: Storywendungen und fette Mucke
V, Dante und Nero - Capcom lässt euch diesmal gleich mit drei Dämonenjägern auf das Höllengesocks los. Im Test von Devil May Cry 5 klären wir die Frage, ob die drei unterschiedlichen Kampfstile nicht nur für Abwechslung sondern auch für mehr Spielspaß sorgen. Oder wirkt sich die regelmäßige Umgewöhnung eher negativ aus?
Dämonenbaum mit Blutdurst
In diesem Artikel
Zu Beginn jeder Mission wird die Story durch gut gemachte Zwischensequenzen fortgeführt, die im Gegensatz zum letzten Teil von Ninja Theory allerdings nicht mehr deutsch synchronisiert sind. Neben der guten englischen lässt sich noch eine japanische Sprachausgabe auswählen. Die Geschichte um Qliphoth - den Baum des Lebens, der aus der Dämonenwelt wächst und Menschenblut sammelt -, plätschert lange Zeit relativ frei von Überraschungen vor sich hin. Erst im letzten Spieldrittel nehmen die Geschehnisse ordentlich an Fahrt auf. Einige Storywendungen sorgen dann auch für erstauntes Stirnrunzeln. Emotionale oder besonders packende Szenen bleiben jedoch aus.Die Dialoge strotzen nicht gerade vor Tiefgang, erzeugen aber manchen Schmunzler. Vor allem die Frotzeleien zwischen Büchsenmacherin Nico und Nero wissen zu unterhalten. Ohnehin ist das Mädel mit der Brille nie um einen Spruch verlegen. Auch Dante hat manchen coolen Ein-oder Zweizeiler auf den Lippen. V ist vor allem eines: mysteriös.
Gute Grafik, tolle Musik
Grafisch kann Devil May Cry 5 nicht restlos überzeugen. Die Levels sind durchaus ansprechend gestaltet, an die teils künstlerische Gestaltung des letzten DMC-Teils kommen die Japaner allerdings nicht heran. Auch der Detailgrad ist bestenfalls mittelmäßig. Möglicherweise hatten die Macher Angst um die 60 Bilder pro Sekunde und haben deshalb lieber auf Details verzichtet, als ein Risiko einzugehen. Die Effektorgie ist schlichtweg bombastisch und die Bildrate dennoch konstant.Der hervorragende dynamische Soundtrack - von Industrial bis EDM - knallt so richtig und treibt zum Erreichen hoher Stilwertungen an. Denn nur dann wird der beste Part des jeweiligen Liedes abgespielt. Am besten gefällt uns Neros Kampfmusik "Devil Trigger", die auch das beeindruckend inszenierte Intro musikalisch untermalt.
Gute Arbeit
Devil May Cry 5 bietet das erwartet hohe Niveau, ohne jedoch an die Genialität des Ninja-Theory-DmC heranreichen zu können. Die Kämpfe machen mit der Zeit immer mehr Laune, das Wechselspiel zwischen den Charakteren sorgt für Abwechslung und die Varianz an Waffen und Moves ist überragend. Allerdings kommt man erst spät im Spiel in den Genuss der richtig motivierenden Waffen, was nicht zuletzt an Dantes relativ spätem Auftritt liegt. Auch die Geschichte entwickelt sich lange Zeit gemächlich, erst im letzten Spieldrittel beginnen sich die Atmosphäre-Fesseln zuzuziehen. Serien-Fans werden mit Sicherheit ihren gewohnten Spaß am neuen Devil May Cry haben, ein Pflichtkauf für Gelegenheits-Schnetzler ist der Titel jedoch nicht.

Es wird auch festgestellt, dass in den westlichen Nationen die Bevölkerungszahlen zurückgehen. Es gab auch in New York einst einen Stromausfall, Fernseher und Co gingen also nicht.
Naja, dass es neun Monate später einen merklichen Anstieg der Geburten gab, hängt "natürlich nicht" damit zusammen, auch die obengenannten Fakten sind eben nicht kausal zu sehen.
Es wird auch festgestellt, dass in den westlichen Nationen die Bevölkerungszahlen zurückgehen. Es gab auch in New York einst einen Stromausfall, Fernseher und Co gingen also nicht.
Naja, dass es neun Monate später einen merklichen Anstieg der Geburten gab, hängt "natürlich nicht" damit zusammen, auch die obengenannten Fakten sind eben nicht kausal zu sehen.
Ich kenne durchaus gut aussehende Frauen, die sich gern "sexy" zeigen, aber eben auch was in der Birne haben und dies auch deutlich machen. Und mit ihren körperlichen Makeln eben auch frei und offen umgehen. Ich hab noch nie erlebt, dass diesen Frauen derartiges vorgeworfen wurde. Es gab immer lediglich eine Diskussion darüber, ob man sich so zeigen sollte, wenn man in einer Beziehung ist. Aber bei einer simplen, respektvollen Diskussion blieb es auch. :ugly:
Ich kenne auch fülligere Frauen, die sich für irgendwelche Kampagnen gegen body shamingauch mal in Dessous gezwängt haben. Mag optisch nicht jedem gefallen (ich selbst stehe ja auch eher auf schlankere Vertreter des schönen Geschlechts), ist aber durchaus zu respektieren. Weil diese "Makellosigkeit" noch immer Schönheitsideal Nr. 1 ist und mehr als genug body shaming betrieben wird.
Eine ganz andere Schiene ist es aber, wenn in der Werbung für ein Produkt geworben wird, indem man eine Frau halbnackt rum tanzen lässt. Da kann man auch ne halbnackte Dicke rum laufen lassen, es stünde in Kritik. Sex Sells ist der eigentliche Kritikpunkt, weil ein halbnackter Frauenkörper nur dazu dient, um die Aufmerksamkeit entsprechend zu lenken. Die Frau wird damit also zum Objekt.
Es ist auch Gegenstand dieser Diskussion, wenn Frauen in Videogames darstellt werden, als würden sie sich einzig und allein durch ihr sexy Aussehen definieren, nur um irgendwelche pupertären Fantasien anzusprechen. Immerhin ist das Äußere und die oft knappen Klamotten genau das, was als erstes ins Auge sticht. Nicht der Charakter, nicht die Story des Charakters usw. Sondern das Aussehen, das oft genug auf "Hochglanz" und "perfekt" getrimmt ist, um einem Schönheitsideal zu entsprechen und weiter zu etablieren. Und ob dieser optische Fokus auf das "perfekte" Äußere, in Verbindung mit knapper, körperbetonter Kleidung, dem jeweiligen Spiel zuträglich ist, will ich mal bezweifeln. Jedenfalls bereichert diese Art der Darstellung ein Spiel keinesfalls.
Im weiteren Sinne geht es also tatsächlich um das Aussehen. Insofern, dass nach wie vor ein vollkommen unrealistisches Schönheitsideal präsentiert wird, dem in der Realität kein Mensch entspricht. Jedenfalls nicht ohne Hilfe von Photoshop. Aber es geht eben auch darum, dass Frauen viel zu oft zu Objekten degradiert werden.
Ich kenne deinen persönlichen Geschmack ja nun mittlerweile. ;) Du stehst halt auf Weiber a'la DoA und das gern auch in Verbindung mit knappen Klamotten. Das hast du schon oft genug deutlich gemacht, ungeachtet der Wesenszüge dieser Frauen. Sei dir auch gegönnt und daran ist erstmal grundsätzlich alles okay. Vielleicht solltest du aber doch mal darüber nachdenken, ob du diesem medialen Schönheitsideal nicht doch auf den Leim gegangen bist. Denn dein Frauengeschmack entspricht eben genau diesem.
Interessant ist auch, dass du scheinbar nur strikt zwischen "hässlich" und "hübsch" (in deinen Augen) unterscheidest. Ich zumindest (und vermutlich auch sonst kaum einer hier) würde nicht auf den Trichter kommen, eine Frau, die nicht meinem persönlichen Geschmack entspricht, als hässlich zu bezeichnen. Das ist immerhin schon ziemlich respektlos, beleidigend und der Inbegriff von "body shaming". Zumal "hässlich" schon ein extremes Wort ist und sicherlich auf die wenigsten Menschen zutrifft.
Nichtsdestotrotz sollte man trotzdem wenigstens nachvollziehen können, warum Spiel X und Medium Y kritisiert werden. Ob man der Kritik nun zustimmt oder nicht, ist ja dann das zweite Paar Schuhe.
Dass es natürlich auch irgendwelche "Hitma'ams" gibt, die ihre Meinung ziemlich radikal vertreten, ist ja korrekt. Aber das sind die lautesten, nicht der Großteil. Nur werden die lautesten eben als erstes gehört und angehört. Aber solche Trottel, die einem eine vernünftige Diskussion unmöglich machen, gibt es überall. Man darf halt nur nicht den Fehler machen, diese als Maß aller Dinge anzusehen.
Manches finde auch ich überzogen, z.B. die Lensflares über Trishs Hinterteil, um mal wieder etwas mehr zum Thema zurück zukommen. Stört zwar überhaupt nicht im Spiel und hat keinerlei Einfluss auf das, was da passiert. Daher ist es mir auch keinen Aufreger wert. Aber unnötig ist es trotzdem, dass ist korrekt. Es ist die Mühe einfach nicht wert gewesen, weil weder das eine, noch andere Einfluss auf das Spiel hat.
Dennoch ist und bleibt DMC5 ein super Spiel, ob nun zensierter Hintern oder nicht. :) Ich bin, denke ich, bald mit dem 1. Durchgang durch und danach wird es noch den zweiten Durchgang geben, eventuell auch noch n dritten. Dadurch, dass man an einigen Stellen auch den Charakter wählen kann, steigt dann auch der Wiederspielbarkeitswert ein klein wenig mehr. Hätte nicht erwartet, dass mich das Spiel so dermaßen motiviert, wo ich von der Demo doch eigentlich eher mäßig begeistert war.
Ob eine Frau hübsch ist oder nicht, ist überhaupt gar nicht Gegenstand der Debatte. Es geht einzig und allein um die "Übersexualisierung" und Objektifizierung von Frauen in Medien (Werbung, TV, Filme, Spiele o.ä.). Du kannst n Kopfstand machen und die Luft anhalten, es würde nichts an der Tatsache ändern, dass es rein gar nicht um das Aussehen an sich geht, sondern um die mediale Darstellung. Und das hat rein gar nichts mit Prüderie zu tun.
Frage mal die Grid-Girls bei der Formel 1 ob die so begeistert über ihre Entlassung waren, nachdem die SJWs da Druck gemacht hatten.
Aber warum sprichst du eigentlich immer von schönen Frauen im Zusammenhang mit Freizügigkeit und Nacktheit? Das würde mich mal ernsthaft interessieren. Das sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Ist in deinen Augen eine Frau nur dann schön und begehrenswert, wenn sie mehr nackte Haut zeigt? Oder wie darf ich das verstehen? Ernsthaft, ich würde das jetzt gern mal wissen, wie du da den Zusammenhang herstellst.
Ob eine Frau hübsch ist oder nicht, ist überhaupt gar nicht Gegenstand der Debatte. Es geht einzig und allein um die "Übersexualisierung" und Objektifizierung von Frauen in Medien (Werbung, TV, Filme, Spiele o.ä.). Du kannst n Kopfstand machen und die Luft anhalten, es würde nichts an der Tatsache ändern, dass es rein gar nicht um das Aussehen an sich geht, sondern um die mediale Darstellung. Und das hat rein gar nichts mit Prüderie zu tun.
Außerdem kann ich schwerlich das Argument akzeptieren, dass Videospielfiguren selbstbestimmt sind. Letztlich sind sie auch nur von realen Menschen erdacht, mit welchem Hintergrund auch immer. Frauen in Videospielen sind letztlich nichts anderes als die Darstellung der Fantasie realer Personen. Wenn eine Frau auf Instagram sich halbnackt zeigt und das vlt. auch aus Protest vor "Du solltest dich als Frau nicht so zeigen", ist das schon wieder was anderes. Denn diese Frau ist, im Gegensatz zu Polygon-Frauen, tatsächlich selbstbestimmt.